
Italienischer Sieg auf der Streif
Giovanni Franzoni feierte auf der Streif seinen ersten Abfahrtssieg im Weltcup – und damit nur eine Woche nach dem Super-G-Triumph in Wengen bereits seinen zweiten Weltcup-Erfolg. Der 24-jährige Italiener hatte mit zwei Trainingsbestzeiten bereits für Aufmerksamkeit gesorgt und sich in die Favoritenrolle gebracht. Im Rennen selbst behielt der Südtiroler die Nerven und setzte sich schlussendlich mit lediglich 0,07 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Marco Odermatt durch. Rang drei ging an den Franzosen Maxence Muzaton (+0,39).
Entsprechend überwältigt zeigte sich Franzoni im ORF-Interview: „Es ist unglaublich. Wirklich. Ich habe mich sehr auf das Rennen gefreut. Es ist in meinem Leben der größte Sportmoment. Es ist ein verrückter Tag, denn jeder Abfahrer will hier gewinnen – es ist der Traum von jedem. Ich habe es geschafft, es ist unglaublich.“
Bei Marco Odermatt war die Enttäuschung dagegen groß: „Für mich gab es heute nur eins, und das war der Sieg. Alles andere, das wusste ich im vorhinein, wird eine Enttäuschung sein. Und dann ist der Zweier natürlich nicht das, was man sehen will“, sagte er. Daran konnte auch sein 100. Weltcup-Podestplatz nichts ändern.
Bitter verlief das Rennen auch für das österreichische Team. Erstmals in der Weltcup-Geschichte blieb der ÖSV in einer Kitzbühel-Abfahrt ohne einen Top-Ten-Platz und musste damit die historisch schwächste Teamleistung bei diesem Traditionsrennen hinnehmen.











