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Kitzbüheler Anzeiger
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Julia Mingler-Hauseis war in den vergangenen fünf Jahren Vorstandsmitglied, jetzt möchte sie Obfrau werden.

„Haben Kilometer liegen gelassen“

Warum wollen Sie TVB-Obfrau werden?
Ich denke, dem Verband würde mehr Herz und Emotion nicht schaden. Dass mit mir erstmals eine Frau für dieses Amt kandidiert, ist ein Riesenthema im Brixental. Bisher war ich stellvertretende Obfrau.

Was hat Sie dazu bewogen?
Idealismus. Das Brixental ist meine Heimat, ich würde es gerne weiterentwickeln. Ich sehe sein Potenzial, vor allem im Sommer. Wir könnten hier noch viel mehr herausholen.

Wo sehen Sie Handlungsbedarf?
Wir brauchen mehr Zusammenkünfte, mehr Diskussionen, eine Verbesserung der Tourismusgesinnung. Vor Neuem dürfen wir uns nicht verschließen. Es fehlt uns derzeit der notwendige Blick von außen. Wir kümmern uns zu wenig um die „Next Generation“ – da lassen wir derzeit viele Kilometer liegen. Wir brauchen Leuchtturmprojekte, aber kein neues Großevent. Wir sollten uns generell mehr trauen, auf Authentizität setzen und das Kirchturmdenken hinter uns lassen.

„Im Urlaub möchten Gäste ein Zuhause-Gefühl haben. Das ist ein Trend der Zukunft.“

Julia Mingler-Haueis, Hotelierin in Kirchberg

Wie haben Sie Ihren Wahlkampf angelegt?
Ich habe keinen Wahlkampf geführt. Mir geht es um die Sache und nicht um das Amt per se.

Wie stünden Sie einer etwaigen Fusion von Kirchberg und Kitzbühel gegenüber?
Gespräche mit Kitzbühel gab es bisher nicht, sie müssten auf Augenhöhe stattfinden. Eine Spaltung des Verbandes ist für mich undenkbar, ein Zusammenschluss mit Kitzbühel käme nur mit allen drei Orten des Brixentales in Frage.

Wie würden Sie sich selbst beschreiben?
Neugierig, strukturiert, geradlinig, kritikfähig, loyal. Unehrlichkeit kann ich nicht leiden.

Was werden Sie einbringen?
Knowhow, Handschlagqualität, Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

Biografie: 2015 übernahm Julia Mingler-Haueis (34) das elterliche „Hotel Sportalm“ in Kirchberg (drei Hauben; drei Falstaff Gabeln, Kategorie: Vier-Stern-S ab Dez. 2025). Abgeschlossenes Tourismusstudium. Seit zehn Jahren ist die zweifache Mutter Funktionärin im Verband: zunächst im Ortsausschuss Kirchberg, seit 2020 als stellvertretende Obfrau.

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