
Großbrand in Kitzbühel - Brandursache noch nicht bekannt
Gegen drei Uhr früh heulten in der Heiligen Nacht in der Gamsstadt die Sirenen: Im Dachstuhl eines Wohn- und Firmengebäudes in der Josef-Pirchl-Straße war ein Brand ausgebrochen. Flammen schlugen aus dem Dach und waren weithin sichtbar. Das Gebäude brannte fast bis auf die Grundmauern nieder.
Eine Woche nach dem Brand sitzt der Schock in Kitzbühel tief – die Eigentümer des historisch gewachsenen Hauses haben alles verloren.
Unmittelbar nach dem „Brand Aus“ nahmen am ersten Weihnachtsfeiertag zwei Brandermittler des Bezirkspolizeikommandos Kitzbühel gemeinsam mit einem Sachverständigen der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung die Ermittlungen auf. Die genaue Brandursache konnte aufgrund des fortgeschrittenen Brandstadiums vorerst nicht festgestellt werden. Der Ausbruchsbereich wurde auf den Küchenbereich beziehungsweise den unmittelbar angrenzenden, durch Holzverschalung abgetrennten Wohnbereich eingegrenzt. Es wird jedoch weiterhin ermittelt.
Die Brandnacht war für die Einsatzkräfte ein Kraftakt. Rund 150 Feuerwehrleute aus Kitzbühel, St. Johann, Aurach, Reith und Kirchberg standen im Einsatz. Insgesamt waren 14 Atemschutztrupps vor Ort. Das Gebäude befindet sich in dicht verbautem Stadtgebiet, dennoch gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Häuser zu verhindern.
Dass die sieben Bewohner des Hauses sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr unverletzt ins Freie retten konnten, grenze angesichts des Ausmaßes des Feuers an ein Weihnachtswunder, betonte Feuerwehrkommandant Andreas Reisch am Morgen nach dem Brand.
24 Stunden später heulten in Kitzbühel erneut die Sirenen – das Feuer war erneut ausgebrochen. Die Einsatzkräfte mussten waren erneut gefordert. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt – er war auf einem nassen Holzbalken ausgerutscht und verletzte sich an der Schulter.
Bereits Anfang der Woche liefen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren.












„Aufgrund der historisch gewachsenen Gebäudestruktur
erforderten die Löschmassnamen einen erhöhten organisatorischen und taktischen Aufwand.“
Andreas Reisch
Feuerwehrkommandant Kitzbühel