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Kitzbüheler Anzeiger
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Auf dem bestehenden Areal wird das neue Feuerwehrhaus errichtet.

Goinger Feuerwehrhaus nimmt Formen an

Es ist ein leidiges Thema, mit dem sich der Gemeinderat in Going seit über zehn Jahren regelmäßig befassen muss: der notwendige Neubau des über 40 Jahre alten Feuerwehrhauses. Immer wieder musste das Projekt zugunsten anderer dringend notwendiger Vorhaben – unter anderem des Neubaus von Kindergarten und Volksschule – verschoben werden.

Bereits vor zwei Jahren hatten die Goinger rund eine Million Euro für das Vorhaben im Budget verankert. Doch die Pläne mussten einmal mehr aufgeschoben werden. Dabei drängt die Zeit: Das bestehende Feuerwehrhaus ist nicht nur zu klein, es entspricht auch längst nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Beim benachbarten Bauhof zeigt sich ein ähnliches Bild. Er ist alles andere als zeitgemäß und den technischen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Die notwendigen Gerätschaften sind provisorisch untergebracht, auch die sanitären Anlagen – sowohl für den Bauhof als auch für die Feuerwehr – sind veraltet. Inzwischen sind auch Frauen bei der Feuerwehr tätig, entsprechende sanitäre Einrichtungen fehlen jedoch bislang.

Alles in allem kommt die Gemeinde um einen Neubau nicht mehr herum. Bisher spießte es sich jedoch auch an der Grundstücksfrage. Zwar ist das Grundstück, auf dem das bestehende Feuerwehrhaus steht, sehr groß, liegt am Ortsrand und ist strategisch günstig gelegen, dennoch war lange unklar, ob dort ein Neubau realisiert werden kann.

Bereits vor zwei Jahren wurde in der Gemeinde das Angebot eines privaten Grundeigentümers diskutiert. Dieser hatte der Gemeinde damals ein rund 1.000 Quadratmeter großes Grundstück in unmittelbarer Nähe des bestehenden Zeughauses zum Kauf angeboten. Im Rahmen einer Gemeinderatssitzung wurde das private Kaufangebot bereits im Winter 2024 intensiv diskutiert. Gemeinderätin Maria-Luise Unterrainer (Liste Jetzt – und in Zukunft) stemmte sich damals massiv gegen den Ankauf beziehungsweise gegen den Neubau. Bürgermeister Alexander Hochfilzer verteidigte die Neubaupläne hingegen vehement.

Nun, fast zwei Jahre nach den intensiven Diskussionen, liegt ein umsetzbares Projekt auf dem Tisch. Das Grundstücksangebot des Nachbarn ist inzwischen kein Thema mehr, wie Bürgermeister Hochfilzer gegenüber dem Kitzbüheler Anzeiger betont.

Bestehender Grund sehr gut geeignet
„Wir haben eine Standortanalyse in Auftrag gegeben“, informiert Hochfilzer. Diese habe ergeben, dass das bestehende gemeindeeigene Grundstück für den Neubau sehr wohl geeignet ist. Das vom Nachbarn angebotene Grundstück sei lediglich im Rahmen eines Baurechts zur Verfügung gestellt worden.

„Wir sind jetzt sehr zufrieden, dass wir das Projekt auf dem gemeindeeigenen Grundstück realisieren können“, betont der Bürgermeister. Inzwischen liegt auch ein Vorentwurfskonzept vor. „Wir haben sechs Architekturbüros eingeladen, fünf haben ihre Entwürfe abgegeben“, erklärt Hochfilzer. Das Siegerprojekt stammt vom Innsbrucker Architekten Sebastian Neuschmid. Alle eingereichten Entwürfe konnten in den vergangenen Tagen im Gemeindehaus besichtigt werden.

„Wir errichten das Feuerwehrhaus neu, der gesamte Bereich wird entkoppelt. Der Bauhof wird adaptiert“, schildert der Dorfchef. Geplant sind unter anderem funktionale Umkleideräume sowie ein Jausenbereich.

„Derzeit holen wir die Angebote ein“, so Hochfilzer, der ankündigt, dass vieles in Eigenregie umgesetzt werden soll. Im heurigen Budget wurde bereits ein Posten für den Neubau verankert. „Dass der Bestand erhalten bleiben kann, ist sicher ein großer Vorteil dieses Projekts“, sagt der Bürgermeister. Während der Bauphase müssen sich die Mitarbeiter des Bauhofs allerdings mit Platznot arrangieren. Die Mitglieder der Feuerwehr können während der Bauzeit im Gebäude bleiben und müssen nicht in ein Ersatzquartier übersiedeln.

„Betreffend der Finanzierung haben wir bereits bei der zuständigen Landesrätin Astrid Mair vorgesprochen“, zeigt sich Hochfilzer optimistisch, auch die finanzielle Seite auf die Reihe zu bekommen. Geht es nach ihm, könnten im Herbst die Baumaschinen auffahren: „Es ist zwar ein sportlicher Wunsch, aber nicht unmöglich.“

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