
Der Beat Poetry Club mit den Mitgliedern von „Kultur am Pillersee“.
Geballte
Power starker Frauenstimmen
Die preisgekrönte A-capella-Band aus Wien machte im Sommer schon in St. Johann Furore, nun versprühten sie auch im St. Ulricher Kusp im Rahmen des Kulturverein-Weihnachtskonzertes Lebensfreude und gute Laune.
Fünf unterschiedlichste Stimmen fügten sich zu einem grandiosen Ganzen zusammen und machten mehr Stimmung und Musik als so manche Band mit Instrumenten. Das Programm bot sowohl traditionelle Weihnachtslieder neu arrangiert und „ver-beat-poetry-clubt“ wie auch energiereiche Soul-, RnB- und Hip-Hop-Titel, bei denen sich das begeisterte Publikum sichtlich schwer tat, nicht aufzuspringen und mitzutanzen.
Publikum aktiv miteinbezogen
Fürs Mitsingen wurden die Zuhörer gleich mehrmals eingeteilt. „Ihr habt euch gedacht, ihr sitzt da gemütlich und genießt das Konzert, aber bei uns muss man viel mitmachen“, lachte Engelsstimme Ursi Wörgerer – was aber bei der ansteckenden Energie der Band nicht weiter schwerfiel. Erwähnenswert zudem die mitreißenden Tanzmoves der fünf Powerfrauen Juci Janoska, Nina Braith, Ursi Wörgerer, Mira Vegas-Kratochwil und Lilly Janoska. Letztere brillierte als eine der wenigen Beatboxerinnen Europas mit einem sensationellen Drum’n‘ Bass und verlieh jedem Song einen packenden Rhythmus.

Anton Luchner stimmte mit seinem Text zur heutigen Herbergssuche das Publikum nachdenklich und regte zum Innehalten an.
Aber auch der besinnliche und nachdenkliche Teil kam nicht zu kurz. Zum einen im Plädoyer der Künstlerinnen für Toleranz, Liebe und Sinn – gerade zur Weihnachtszeit. Zum anderen durch die Weihnachtsgeschichte von Anton Luchner, der den Liedtext der Herbergssuche in die aktuellen Weltgeschehnisse und in die Jetzt-Zeit holte und zum Nachdenken und Innehalten anregte. Alles in allem ein vielseitiges, vielschichtiges und sehr inspirierendes Konzert.

Beim Weihnachtskonzert des „Kultur am Pillersee“ Vereins brachte der Beat Poetry Club aus Wien St. Ulrich zum Beben.