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Kitzbüheler Anzeiger
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Derzeit wird am Sanierungskonzept für das Aubad gearbeitet. Foto: Jurescha

Fieberbrunner beschlossen Budget - Sanierungskonzept Aubad in Vorbereitung

In der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2025 stand in Fieberbrunn die Budgetplanung für 2026 im Mittelpunkt. Mit laufenden Überschüssen von rund 1,4 Millionen Euro präsentieren sich die Gemeindefinanzen deutlich besser als noch in der Planung für 2025. Bürgermeister Walter Astner verwies darauf, dass auch das Jahr 2025 mit einem höheren Überschuss als ursprünglich erwartet abgeschlossen werde. Daher wurde ein zum 31. Dezember 2025 frei verfügbarer Betrag von 600.000 Euro in die Budgetplanung aufgenommen.

Einen wesentlichen positiven Effekt bringt der Verkauf des Grundstücks Tragstätt. Der Erlös von 3,9 Millionen Euro zuzüglich rund 170.000 Euro Zinserträgen soll im Jänner 2026 realisiert werden. Nach Abzug der Immobilienertragsteuer werden rund 2,715 Millionen Euro zur Tilgung besonders zinsbelasteter Darlehen verwendet, weitere 900.000 Euro fließen in eine Rücklage.

Ein zentrales Projekt 2026 ist der Bau der neuen Feuerwehrzentrale am ehemaligen Knappenstubenareal. Für das kommende Jahr sind Investitionen von rund 1,3 Millionen Euro vorgesehen, vorerst über Fremdmittel finanziert, da die Landeszuschüsse erst in den Jahren 2027 bis 2029 zufließen. Zudem beginnen die Planungen für den Umbau des bisherigen Feuerwehrhauses zu Musikprobenräumen, wofür 42.000 Euro veranschlagt sind.
Umfassende Sanierung der Mittelschule

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die umfassende Sanierung der Mittelschule. 2026 wird der Großteil der Maßnahmen umgesetzt, darunter Lüftungsanlage, Fenstertausch samt Sonnenschutz, Fassadenarbeiten, eine Photovoltaikanlage sowie Umgestaltungen im Innenbereich. Die Gesamtkosten betragen rund 3,5 Millionen Euro. Davon entfallen 1,391 Millionen Euro auf Beiträge der Schulsprengelgemeinden und 1,040 Millionen Euro auf Förderungen und Bedarfszuweisungen. Den Rest von 1,069 Millionen Euro trägt die Gemeinde Fieberbrunn aus dem laufenden Budget, einem Darlehen über 500.000 Euro sowie einer Entnahme von 300.000 Euro aus der Rücklage des Grundstücksverkaufs Tragstätt. Auch dieser Finanzierungsplan wurde einstimmig beschlossen.

Konkret wird 2026 zudem die Neugestaltung des Dorfzentrums. Für die erste Baustufe – Dorfplatz mit multifunktionaler Bühne sowie Sanierung der Dorfstraße – sind Kosten von rund 1,5 Millionen Euro brutto veranschlagt, der Baustart ist im Frühjahr geplant. Dafür ist eine Darlehensaufnahme von 750.000 Euro vorgesehen. KA

Nächste Schritte im Mai 2026

Aubad-Ausschussobmann Alexander Jurescha informierte den Gemeinderat darüber, dass der Bäderbeirat des Landes im Mai erneut zusammentritt. Bis dahin sollen sämtliche Details des Sanierungskonzepts ausgearbeitet und präzisiert werden. Ziel ist es, das Projekt gemeinsam mit dem Bauingenieur nochmals im Detail zu prüfen und mögliche Einsparungspotenziale zu nutzen.

Im Zuge eines Besuchs des Aubad-Ausschusses bei der Abteilung Wirtschaftsförderung und Fördertransparenz im Landhaus wurde der weitere Fahrplan konkretisiert. Voraussetzung für den nächsten Schritt ist ein positiver Grundsatzbeschluss des Gemeinderates zur Sanierung. Bevor dieser eingeholt wird, soll das Sanierungskonzept jedoch noch einmal umfassend überarbeitet werden. Welche Maßnahmen nicht förderfähig sind, sei bereits bekannt. Auf Basis der finalen Investitionssumme muss anschließend ein Finanzierungskonzept erstellt und der Gemeindeaufsicht bei der Bezirkshauptmannschaft zur Prüfung vorgelegt werden.

Erst nach einer positiven Beurteilung durch die Gemeindeaufsicht soll das Ansuchen im Gemeinderat eingebracht und der erforderliche Beschluss gefasst werden. Der Zeitplan ist eng, da im Mai die nächste Sitzung des Bäderbeirats ansteht. Dort will die Gemeinde das Konzept präsentieren und eine positive Empfehlung der Tiroler Landesregierung erreichen, die letztlich über die Freigabe der Fördersumme entscheidet.

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