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Kitzbüheler Anzeiger
#heizwerk_kirchberg_30_2024_Bioenergie

Fernwärme lässt weiter auf sich warten

Die Pläne sind ehrgeizig, die Umsetzung lässt jedoch noch auf sich warten: Vor rund zwei Jahren wurde der Kirchberger Bevölkerung ein Fernwärmeprojekt vorgestellt. Dank eines neuen Biomasse-Kraftwerks sollen die Kirchberger künftig nachhaltig heizen können.
Hans-Stefan Edler von der steirischen Bioenergie-Gruppe präsentierte damals das Projekt.

Demnach soll im Bereich der Trabrennbahn ein voll automatisiertes 6-MW-Biomasse-Heizwerk mit PV-Anlage errichtet werden. Von dort aus würde der Ausbau in drei Stufen über eine Hauptleitung ins Ortszentrum sowie über mehrere Leitungsstränge und Verästelungen in weitere Ortsteile führen. Im Endausbau, der in etwa zehn Jahren erreicht werden soll, könnten jährlich rund 3.500 Tonnen CO₂ eingespart werden, informierte Edler damals.

Der Biomassebedarf würde rund 40.000 Schüttraummeter pro Jahr betragen und soll vorwiegend durch regionale Lieferanten gedeckt werden. Pro Jahr wären knapp 400 Lkw-Anlieferungen zum Heizwerk nötig.

Baustart für Sommer 2025 angekündigt

Für die Hausanschlüsse wurden hohe Förderungen in Aussicht gestellt. Rund zehn Millionen Euro sollen investiert werden. Edler rechnete mit einem Baustart im Sommer 2025 – bisher ist allerdings noch nichts passiert, wie so mancher Kirchberger Interessent kritisiert.
Auf Anfrage erklärt Bürgermeister Helmut Berger, dass die „Bio-Energie Köflach Gesellschaft m.b.H.“ weiterhin mit Nachdruck an der Trassenführung und den behördlichen Genehmigungen arbeite.

Die Gemeinde sei bemüht, den Betreiber nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen. „Wir sind guter Dinge, dass die Bürger in Bälde neue Informationen durch den Betreiber erhalten“, so Berger. Eine Anfrage des Kitzbüheler Anzeigers bei der „Bio-Energie Köflach“ blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Inzwischen hat sich auch der Projektbetreiber zu Wort gemeldet: Das geplante Fernwärmeprojekt in Kirchberg, das vor rund zwei Jahren vorgestellt wurde, verzögert sich zwar wird aber umgesetzt. Vorgesehen ist ein 6-MW-Biomasse-Heizwerk mit PV-Anlage im Bereich der Trabrennbahn, das schrittweise große Teile des Ortes versorgen soll. Der ursprünglich für Sommer 2025 angekündigte Baustart ist bisher ja nicht erfolgt. „Im Zuge der Projektentwicklung kam es zu Verzögerungen, die insbesondere auf komplexe Anforderungen bei der Trassenführung der Fernwärmeleitungen sowie auf Änderungen in den geltenden Förderrichtlinien zurückzuführen waren“, informiert der Projektbetreiber Stefan Edler (Bioenergie Gruppe). Diese Rahmenbedingungen hätten eine Anpassung der ursprünglichen Planung erfordert. „Die notwendigen Abstimmungen konnten inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden“, so Edler. Ein weiterer Schritt ist die geplante Übernahme des bereits bestehenden Nahwärmenetzes. Dazu hat es bereits eine Informationsveranstaltung mit allen betroffenen Wärmebeziehern gegeben. Das Nahwärmenetz soll in das geplante Gesamtnetz integriert werden. Trotz einzelner Herausforderungen im Projektverlauf steht fest, dass das Gesamtprojekt umgesetzt wird.

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