
Im Probelokal der Stadtmusik wurde im vergangenen November die neu arrangierte Fanfare vom Goldbrass Quintett aufgenommen.
Facelift für alte Fanfare
Keine Melodie ist in der Geschichte der Rennen in Kitzbühel öfter erklungen als die Hahnenkamm-Fanfare. Komponiert von Sepp Gasteiger, Kitzbühels legendärem Stadtkapellmeister und uraufgeführt am 6. Dezember 1979, ertönt sie traditionell vor dem Start sowie vor der Siegerehrung und verleiht den sporthistorischen Momenten einen würdigen Rahmen.
Trotz der langen Geschichte gab es lange Zeit nur eine Aufnahme, 1981 mit der Stadtmusik Kitzbühel auf Schallplatte verewigt.
In den Jahren 2014 bis 2016 wurde die Melodie in der Hahnenkamm-Woche vom „Hohenegg-Quintett“ rund um Benjamin Sathrum, Gasteigers Enkel und Kitzbühels nunmehrigen Stadtkapellmeister, live gespielt. Auf Initiative von OK-Chef Michael Huber wurde in Kitzbühel eine Neufassung mit dem Goldbrass Quintett aus Salzburg eingespielt. Dafür arrangierte Benjamin Sathrum die Originalnoten des Großvaters neu: „Mein Opa war immer ein Vorbild. Werke von ihm arrangieren und spielen zu dürfen, gehört zu den schönsten Dingen, die ich als Musiker machen darf.“
Die Gebrüder Sathrum und das Goldbrass Quintett aus Salzburg nahmen für die Hahnenkamm-Rennen zusätzlich Österreichs Bundeshymne, die Tiroler und die Jubiläums-Fanfare auf. Letztgenannte wurde 2015 anlässlich der 75. Hahnenkamm-Rennen von Benjamin komponiert. KA