
Engagierte St. Johanner vor den Vorhang geholt
Er soll eine fixe Einrichtung werden – der Neujahrsempfang in St. Johann, der kürzlich in der Tourismusschule St. Johann feierlich begangen wurde. „Es ist ein würdiger Rahmen, um allen Danke zu sagen, die in der Gemeinde mitgestalten, Verantwortung übernehmen und ehrenamtliche Arbeit – meist im Hintergrund – leisten. Diese Menschen wollen wir vor den Vorhang holen“, betonte Bürgermeister Stefan Seiwald in seiner Ansprache. Im Mittelpunkt des Abends standen jedoch fünf Persönlichkeiten, die sich über Jahrzehnte hinweg in besonderer Weise für das Gemeinwohl engagiert haben.
Das Sportehrenzeichen erhielt Rudolf Kisch. Er engagiert sich seit nahezu 50 Jahren beim WSV und ist darüber hinaus auch in anderen Vereinen stets zur Stelle, wenn Unterstützung benötigt wird. Über das Kulturehrenzeichen durfte sich Armin Rainer freuen. Der Architekt und Künstler hat das kulturelle Leben in der Gemeinde maßgeblich mitgeprägt und unterstützt.
Drei Goldene Ehrenzeichen
Drei St. Johannerinnen wurden mit dem Goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Renate Kammerlander war viele Jahre als Gemeinderätin tätig und Mitglied des Vorstandes. Als Kulturreferentin setzte sie zahlreiche Projekte um und engagierte sich über 20 Jahre intensiv für die Menschen in St. Johann.
Ebenfalls vor den Vorhang geholt wurde Renate Magerle. Die Mitbegründerin des Soroptimist Clubs im Bezirk Kitzbühel sowie des Mädchen- und Frauenberatungszentrums mit Sitz in St. Johann setzt sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement für Frauenrechte ein – nicht immer mit leisen Tönen, aber stets mit Wirkung. Auch beim neu gegründeten Verein „St. Johannis“ ist sie aktiv.
Auf die Bühne gebeten wurde zudem Christine „Post-Christl“ Schneider. Die leidenschaftliche St. Johannerin hat heimische Vereine unterstützt, war Mitbegründerin des Soroptimist Clubs sowie des Vereins „Zeitpolster“ und engagierte sich intensiv in der Flüchtlingshilfe.
Auf Anregung des Museums- und Kulturvereins hat die Gemeinde St. Johann vor zwei Jahren den Kulturpreis „Saxifraga“ ins Leben gerufen. Dieser wurde heuer im Rahmen des Neujahrsempfanges verliehen. Der diesjährige Preisträger – er hatte von der Ehrung nichts gewusst – ist Hans Oberlechner .Er zählt zu den Mitbegründern des Vereins „Musik Kultur St. Johann“ (MuKu), der 1992 in St. Johann entstanden ist und sich seither zu einem der wichtigsten Kulturvereine Tirols entwickelt hat. Jahrzehntelang war Oberlechner Obmann des Vereins, prägte dessen Ausrichtung maßgeblich und rief zahlreiche Kulturformate ins Leben. Es gratulierten Bürgermeister Stefan Seiwald, Bruno Staudach – der Gestalter des Preises – sowie Kulturreferentin Christine Gschnaller (v. l.) herzlich.
Abschließend informierte Bürgermeister Seiwald über anstehende Projekte in der Gemeinde. Dazu zählen unter anderem das Haus der Generationen, dessen Umsetzung noch heuer starten soll, sowie der Neubau des Koasastadions. Vorerst weiter warten heißt es hingegen bei den Entschärfungsprojekten an der Egger- und der Bacherkreuzung. Seiwald betonte zudem die große Bedeutung der Schaffung neuer Gewerbeflächen.











