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Kitzbüheler Anzeiger
12x18cm-Traumstart_innen  (Fotocredit Simon Hausberger)
LR Mario Gerber , Paul Sieberer Standortmarketing Hohe Salve – Wildschönau, , Elfriede Klingler und Rudolf Puecher Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen sowie Martin Schwaighofer WiR Alpbachtal).

Ein Wettbewerb, bei dem auch der Standort gewinnt

Es war eine beeindruckende Riege an Vertretern aus Politik und Wirtschaft, die sich vergangene Woche zum Beginn von „Traumstart“ in Hopfgarten versammelt hat. Fünf Gemeinden haben sich zusammengeschlossen, um einen Gründerwettbewerb auf den Weg zu bringen, bei dem auch der jeweilige Standort gewinnt.
Mit der Enthüllung des Plakats fiel der Startschuss. Ab sofort heißt es in Hopfgarten, Itter, der Wildschönau sowie in Brixlegg und Rattenberg „Schuach binden. Auf die Startlinie. Los“.

Erste Runde bis 31. Jänner 2026
Gründer, Jungunternehmer und auch bestehende Betriebe haben bis 31. Jänner 2026 Zeit, ihre Konzepte und Geschäftsideen einzureichen. „Wir starten heute ein Herzensprojekt“, unterstrich Michaela Hausberger vom Standortmarketing Hohe Salve-Wildschönau. Elfriede Klingler, Geschäftsführerin des Regionalmanagements Kitzbüheler Alpen ergänzte: „Wir wollen für die Gewinner des Bewerbs etwas Handfestes bieten: keine reinen Preisgelder, sondern echte Leistung von den Partnern unseres lokalen Netzwerks.“
Somit warten auf die Sieger des Bewerbs Unterstützungsleistungen wie etwa Coachings, Marketingberatung und Vernetzung in der Region. Die „Goodie“-Pakete belaufen sich auf einen Gesamtwert von über 100.000 Euro.

Pilotprojekt im ländlichen Raum
Der gemeindeübergreifende Gründerwettbewerb ist ein absolutes Pilotprojekt im ländlichen Raum in Tirol. Wirtschaftslandesrat Mario Gerber war daher voll des Lobes für die Initiative: „Wir müssen ein Comeback der Wettbewerbsfähigkeit und ein Comeback der Leistung angehen. Das Projekt ‚Traumstart‘ symbolisiert genau das, was wir jetzt in Tirol brauchen: Impulse in den Regionen. Das breite Zusammenspiel von
Politik, Gemeinden und regionaler Wirtschaft zeigt eindrucksvoll: Wir stehen gemeinsam für eine lebendige Gründungskultur, attraktive Standorte und die Förderung von Mut, Kreativität und Unternehmergeist. “

Murauer: „Vier Fünftel überleben“
„Traumstart“ wurde vom Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen initiiert. Für die Umsetzung des Projekts zeichnet das Beratungsunternehmen CIMA verantwortlich. Man habe einige derartige Wettbewerbe im deutschsprachigen Raum in Begleitung, wie Geschäftsführer Roland Murauer aufzeigt. „Die Einreicher sind Leute, die mitten im Leben stehen.“ Man beobachte viele Cross-over-Konzepte, die gut dafür geeignet sind, frischen Wind in die Leerstände der Gemeinden zu bringen. „Wir setzen auf Konzepte, die nicht durch Online-Angebote ersetzbar sind“, so Murauer.

Das große Ass bei „Traumstart“ ist, dass die Gründer zu Beginn intensiv von lokalen Partnern begleitet werden. Somit lässt sich auch eine gute „Überlebensrate“ der Betriebe beobachten, die bei vergleichbaren Projekten teilgenommen haben. Nach fünf Jahren, so Murauer, seien noch vier Fünftel am Markt. „Leere Räume sind nicht einfach nur leer, sie sind eine Chance für junge Menschen, etwas draus zu machen“, unterstrich Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer (Standortmarketing Hohe Salve-Wildschönau).

„Leere Räume sind nicht einfach nur leer, sie sind eine Chance für junge Menschen, etwas draus zu machen.“
Bürgermeister Paul Sieberer, Obmann Standortmarketing Hohe Salve - Wildschönau

Erste Umsetzung im März 2026
Und genau das soll nun auch geschehen: Die erste Runde („Call“) des Gründerwettbewerbs geht bis Ende Jänner. Die Umsetzung der Gewinnerprojekte soll bereits ab März kommenden Jahres erfolgen. Pro Teilregion – also Hohe Salve und Alpbachtal – werden jeweils die drei besten Einreichungen prämiert.

Im Anschluss erfolgt noch ein zweiter Call, wie die Verantwortlichen unterstreichen. „Traumstart ist eine große Chance, unsere Ortskerne mit neuem Leben zu füllen. Wir suchen Menschen, die etwas bewegen wollen, und wir stehen ihnen zur Seite – mit Flächenvermittlung, Beratung und auch finanzieller Unterstützung durch Gemeindeförderungen. Unser Ziel ist es, in den kommenden zwei Jahren bis zu sechs Unternehmensgründungen zu begleiten“, so Sieberer abschließend.

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