
Einen besonderen Konzertabend mit abwechslungsreicher Musik erlebten die Besucher in Kirchberg.
Kultur
Ein Klangfest „Im Wandel der Zeit“
Mit einem festlichen Konzert in der arena365 feierte der Blasmusikverband Brixental sein 75-jähriges Jubiläum. Über 60 Musikanten aus mehreren Kapellen des Bezirks, insgesamt gehören elf Kapellen zum Verband, bildeten ein beeindruckendes gemeinsames Orchester. Bezirksobmann Andreas Krepper begrüßte das Publikum und griff später selbst zum Schlagwerk. Durch den Abend führte Helmut Opperer, der wie immer humorvoll und kenntnisreich als Stimme des Bezirks auftrat.
Ein Blick in die Geschichte
Bevor die ersten Töne erklangen, spannte er einen historischen Bogen von den kleinen Musikgruppen des frühen 19. Jahrhunderts über die Zeit der Musikbünde bis zu den Neugründungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Brixental prägte besonders Adolf Schennach die Entwicklung des Verbandes, den er von 1950 bis 1988 leitete.
Dass heuer auch der Tiroler Blasmusikverband sein 100-jähriges Bestehen feiert, unterstrich zusätzlich die Bedeutung dieses Jubiläums.
Musikalisch eröffnete das Orchester mit dem Parademarsch Nr. 1 von Richard Strauss. Es folgten Werke wie die kraftvolle Egmont-Ouvertüre von Beethoven und eine Suite von Gustav Holst, einem der frühen Wegbereiter der symphonischen Blasmusik. Die arena365 bot dafür den idealen Rahmen: warm, voll und klangreich, ein Raum, in dem spürbar wurde, wie sehr sich Qualität, Ausdruck und Zusammenspiel der Blasmusik im Bezirk weiterentwickelt haben.
Nach der Pause zeigte das Orchester seine moderne Seite. Die Filmmusik zu Robin Hood erfüllte den Saal mit dynamischen Klangfarben, gefolgt von der Suite Hymn of the Highlands, die ursprünglich für Brassband komponiert und vom Bezirksorchester beeindruckend umgesetzt wurde. Ein besonderes Highlight bildete das Werk „Die Kraft der Musik“, komponiert vom Ehrenkapellmeister Stefan Reiter.
Kapellmeister René Schweiger dankte seinen Musikanten für die intensive Probenarbeit und betonte, wie sehr ein solcher Konzertabend motiviere, auch künftig gemeinsame Projekte mutig anzugehen.
Finale mit Gänsehaut
Mit den Zugaben „Kraft der Musik“ und „Oh du mein Österreich“ verabschiedete sich das Orchester und hinterließ einen Saal voller strahlender Gesichter.