Ein Angriff auf unsere Gemeinschaft
Eine Gemeinschaft funktioniert nur, wenn möglichst viele Verantwortung übernehmen. Wer Giftköder auslegt, stellt sich bewusst gegen dieses Miteinander. Das ist kein „Lausbubenstreich“, sondern eine gemeine Tat, die Leid verursacht und das Vertrauen innerhalb der Gesellschaft erschüttert.
Über Motive kann man im Moment nur mutmaßen. Und ja, auch Hundebesitzer tragen Verantwortung – für ihre Tiere und für das Zusammenleben im öffentlichen Raum. Wer einen Hund hält, übernimmt Pflichten: den Hund unter Kontrolle zu halten, Hinterlassenschaften zu entfernen und Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. Wenn Radfahrer, Spaziergänger oder Familien sich durch frei laufende Hunde oder liegen gelassene Hinterlassenschaften gestört fühlen, entsteht Frust. Und Frust ist ein schlechter Nährboden für ein gutes Miteinander.
Natürlich rechtfertigt das niemals eine so grausame Tat wie das Auslegen von Giftködern. Aber es zeigt, wie wichtig gegenseitige Rücksicht ist. Eine Gemeinde lebt davon, dass man nicht nur seine eigenen Rechte sieht, sondern auch die Verantwortung gegenüber den anderen. Die aktuelle Situation in St. Johann sollte deshalb nicht nur Empörung auslösen, sondern auch eine Erinnerung sein: Wir alle sind Teil derselben Gemeinschaft.