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Die Post bringt allen was – oder eben nicht!

Verspätete Sendungen, nicht zugestellte Briefe oder Pakete – das sorgt nicht nur für Ärger, sondern kann auch ernsthafte Probleme verursachen. Wer auf wichtige Dokumente wartet oder Fristen einhalten muss, ist auf eine funktionierende Postzustellung angewiesen.
In St. Johann geht es derzeit drunter und drüber: Pakete werden falsch oder gar nicht zugestellt. Bewohner einiger Ortsteile müssen ihre Post sogar selbst in der Zustellbasis suchen – Stichwort Datenschutz –, um ihre Briefe überhaupt zu erhalten. Gerade ältere Menschen, die nicht über ID Austria mit Behörden kommunizieren, sind von diesen chaotischen Zuständen besonders betroffen.
Die Post ist Teil der öffentlichen Grundversorgung. Deshalb sollte Zuverlässigkeit nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein. Krankenstände und Urlaube gehören zum Arbeitsleben dazu. Das weiß jeder. Umso mehr sollten die Verantwortlichen bei der Post AG wissen, dass der Sommer Urlaubszeit ist und Zusteller auch einmal krank werden können. In jedem privat geführten Unternehmen wird mit solchen Engpässen gerechnet und entsprechend geplant – bei der Post scheint das nicht zu funktionieren.
Die Post erfüllt einen Versorgungsauftrag und muss auch bei personellen Engpässen für eine verlässliche Zustellung sorgen. Die zahlenden Kunden erwarten zu Recht, dass eine Dienstleistung, für die bezahlt wird, auch funktioniert. Dazu gehört auch die pünktliche Zustellung von Zeitungsabonnements.
Oder anders gesagt: Die Post bringt allen etwas – vorausgesetzt, sie bringt es überhaupt.