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Kitzbüheler Anzeiger
Generali Open 2026

Quentin Halys steht bei seiner Kitzbühel-Premiere erstmals im Semifinale.

Die Halbfinalisten stehen fest

Die Halbfinalpartien des Generali Open stehen – und erstmals war der Center Court in diesem Turnierjahr restlos ausverkauft. Yannick Hanfmann setzt seine ganz persönliche Kitzbühel-Erfolgsgeschichte fort und kämpft am Freitag gegen Quentin Halys um den Finaleinzug. Im zweiten Halbfinale fordert Tomás Martín Etcheverry den topgesetzten Alexander Bublik. Lucas Miedler und Marc Polmans (AUS) brachten die Stimmung am späten Donnerstagabend mit ihrem Halbfinal-Einzug noch einmal zum Beben.

Ein Deutscher spielt sich in Kitzbühel zum Mann der Rekorde: Yannick Hanfmann ließ dem Kitzbühel-Sieger von 2023, Sebastián Báez, beim 6:3, 6:1 kaum eine Chance und zog bereits zum vierten Mal in das Halbfinale des traditionsreichen Sandplatzturniers ein. Mit 34 Jahren und acht Monaten ist Hanfmann der älteste Halbfinalist in der neuen Ära des Generali Open. Gegen Báez bestritt der Deutsche zudem bereits sein 22. Match in der Gamsstadt – bei keinem anderen ATP-Turnier stand er häufiger auf dem Platz: „Vom Anfang bis zum Ende war es eine solide Performance.

Ich bin sehr froh, dass ich derzeit so gut spiele. Ich liebe es“, freute sich Hanfmann nach seinem klaren Viertelfinalerfolg.

Generali Open 2026

Ein fast schon gewohntes Bild für Yannick Hanfmann. Er darf sich vor ausverkauftem Center Court zum vierten Semifinal-Einzug feiern lassen.

Warum es für ihn ausgerechnet in Kitzbühel immer wieder so gut läuft, kann sich der Deutsche selbst kaum erklären: „Ich habe keine Worte dafür. Es ist eine Kombination aus allem. Ich liebe Kitzbühel und diesen Court hier. Es ist wahrscheinlich einer der Plätze, auf denen ich die meisten Matches meiner Karriere bestritten habe. Die Stimmung ist wie immer super, und es sind viele Leute hier.“ Bereits 2020 hatte Hanfmann in Kitzbühel das Finale erreicht, 2022 und 2024 stand er jeweils im Halbfinale. Nun bietet sich ihm erneut die Chance auf den Einzug ins Endspiel.

Dafür muss er am Freitag an Quentin Halys vorbei. Der Franzose setzte sich gegen Mariano Navone mit 7:5, 6:3 durch und erreichte damit das vierte ATP-Halbfinale seiner Karriere.

Etcheverry erneut unter den besten Vier
Auch Tomás Martín Etcheverry fühlt sich in Kitzbühel wohl. Der an Nummer vier gesetzte Argentinier bezwang den Peruaner Ignacio Buse und zog zum zweiten Mal in das Halbfinale des Generali Open ein.

„Ich habe wieder auf einem guten Niveau gespielt und bin froh, dass es heute so gut geklappt hat. Es ist mein zweites Halbfinale hier in Kitzbühel, ein Turnier, das ich sehr gerne spiele. Die Höhenlage passt gut zu meinem Spiel, und ich bin stolz, wieder im Halbfinale stehen zu dürfen“, erklärte Etcheverry.

Für den Argentinier, der im Mai erstmals zur Nummer eins seines Landes aufgestiegen war, hat das Turnier in der Gamsstadt auch im Saisonkalender eine besondere Bedeutung: „Es ist mein letztes Sandplatzturnier in diesem Jahr. Deshalb möchte ich noch einmal ein gutes Resultat holen – auch weil Sand mein Lieblingsbelag ist.“

Bublik komplettiert das Halbfinale
Im letzten Einzel des Tages setzte sich der topgesetzte Alexander Bublik gegen Alex Molcan durch. Der Slowake hatte in der ersten Runde Österreichs Nummer eins Sebastian Ofner aus dem Bewerb genommen. Auch diesmal bekamen die Zuschauer einen echten Bublik-Auftritt geboten – inklusive eines Schlägers, der den emotionalen Ausbruch des Kasachen nicht unbeschadet überstand. Sportlich behielt der Titelverteidiger jedoch klar die Kontrolle und fixierte das Halbfinalduell mit Etcheverry: „Er ist ein guter Spieler und hat vor Kurzem seinen ersten ATP-Titel auf Sand gefeiert.

Es wird ein sehr herausforderndes Match. Ich versuche, morgen bereit zu sein, mich gut zu fühlen und sehr gut zu servieren“, blickte Bublik auf die Begegnung mit dem Argentinier voraus.

Generali Open 2026

Lucas Miedler und Marc Polmans (AUS) brachten die Stimmung am späten Donnerstagabend mit ihrem Halbfinal-Einzug noch einmal zum Beben.

Miedler und Polmans ziehen ins Halbfinale ein
Begleitet von lautstarken „Oh, wie ist das schön“-Sprechchören brachten Lucas Miedler und sein australischer Partner Marc Polmans am späten Donnerstagabend den Center Court noch einmal zum Beben. Die beiden Gstaad-Champions setzten sich im Champions-Tiebreak gegen Jean-Julien Rojer (NED) und Reese Stalder (USA) durch und zogen ins Halbfinale des Doppelbewerbs ein.

„Oh Mann, das war ein unglaubliches Match. Die Unterstützung, die Atmosphäre und die Musik waren ein Wahnsinn. Ich habe es wirklich sehr genossen“, zeigte sich Polmans nach dem stimmungsvollen Erfolg begeistert.

Auch Miedler bedankte sich beim Kitzbüheler Publikum: „Es war im Endeffekt erst die zweite Runde, aber mit euch im Rücken hat es sich fast wie ein Finale angefühlt. Wir haben es leider ein bisschen spannender gemacht, als wir alle gehofft hatten. Dafür war die Stimmung umso besser und die Atmosphäre unglaublich. Danke an alle, dass ihr so lange geblieben seid.“

Für Lukas Neumayer und Joel Schwärzler war hingegen gegen die topgesetzten Pierre-Hugues Herbert und Kevin Krawietz Endstation. Das österreichische Duo musste sich dem französisch-deutschen Gespann mit 3:6, 4:6 geschlagen geben.

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