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Kitzbüheler Anzeiger
Die Hahnenkamm-Sieger 2025

Die Top3 der Abfahrt 2025: James Crawford (CAN), Alexis Monney (CH) und Cameron Alexander (CAN).

Die Favoriten in Super-G, Slalom und Abfahrt im Check

Wenn diese Woche wieder die gesamte Skiwelt nach Kitzbühel blickt, ist eines sicher: Auf der Streif und am Ganslern bestehen nur jene, die neben Technik und Speed auch Nervenstärke, Mut und Erfahrung mitbringen. Die Ergebnisse der laufenden Weltcupsaison, aber auch ein Blick in die Geschichtsbücher der Hahnenkamm-Rennen zeichnen ein recht klares Bild von den Favoriten. Ob es am Ende tatsächlich einen „logischen“ Sieger gibt oder – wie im Vorjahr – wieder ein Überraschungs-Champion jubeln darf, bleibt aber offen. Denn der Hahnenkamm ist alles andere als „normal“, der Druck für die Favoriten ist enorm.

Nach dem Sensationst-Triumph von James Crawford im vergangenen Jahr scheint die Favoritenrolle in den Speed-Disziplinen heuer klar vergeben – kein Weg führt an der Schweiz vorbei. Allen voran natürlich Marco Odermatt.

An Odermatt führt kein Weg vorbei
Der 28-Jährige präsentierte sich in dieser Saison bislang in beeindruckender Form und konnte heuer bereits einen Super-G für sich entscheiden. Bei vier Abfahrten stand er dreimal ganz oben am Podest und musste sich nur in Gröden mit Rang zwei begnügen. In Kitzbühel war er im vergangenen Jahr im Super-G nicht zu schlagen, in der Abfahrt wurde es dagegen nur der für ihn enttäuschende sechste Rang. Dreimal beendete der Schweizer die Streif bisher bereits am Podium. Ganz klar: Er gilt als DER Favorit auf den Sieg.

Hahnenkamm Super-G-Sieger 2025 Marco Odermatt

In den Speed-Disziplinen ist Marco Odermatt seit Jahren eine Klasse für sich – ein Sieg in der schwersten Abfahrt der Welt fehlt dem Schweizer allerdings noch.

Die stärkste Konkurrenz kommt aus den eigenen Reihen. Franjo von Allmen setzte sich in Gröden bereits gegen Odermatt durch, Alexis Monney war im Vorjahr als Zweiter der bestplatzierte Schweizer auf der Streif. Beide konnten auch heuer im Super-G bereits Podestplätze einfahren.

Mit Vincent Kriechmayr hat aber auch Österreich rechtzeitig vor Kitzbühel wieder ein heißes Eisen im Feuer. Der Oberösterreicher beendete zuletzt in Wengen mit Rang zwei eine 700 Tage andauernde ÖSV-Durststrecke ohne Podestplatz und feierte in dieser Saison bereits einen Super-G-Sieg. Vor allem aber bringt Kriechmayr jede Menge Erfahrung für die Streif mit.

Auch Marco Schwarz konnte heuer bereits einen Super-G gewinnen, der Vorjahres-Zweite Raphael Haaser stand einmal am Podest. Mit Giovanni Franzoni und Jan Zabystran gab es zudem zwei weitere Super-G-Saisonsieger, die in Kitzbühel alles in die Waagschale werfen werden.

Nicht vergessen darf man in Kitzbühel die Routiniers. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre zeigen deutlich: Erfahrung ist auf der Streif Gold wert. Auch wenn sich Dominik Paris, Otmar Striedinger, Adrien Théaux, Romed Baumann oder Christof Innerhofer heuer bislang nicht in Topform präsentierten, ist mit ihnen auf der schwersten Abfahrt der Welt jederzeit zu rechnen.

Hahnenkamm Slalomsieger 2025 Clement Noel

Der Franzose Clement Noel war 2025 am Ganslernhang nicht zu schlagen. Auch heuer zählt er zu den Favoriten im Slalom.

Slalom mit zahlreichen Favoriten
Schwieriger wird die Suche nach Favoriten im Slalom. In sieben Rennen gab es fünf verschiedene Sieger: Während Paco Rassat (FRA) und Atle Lie McGrath (NOR) zweimal gewinnen konnten, feierten Lucas Pinheiro Braathen (BAR), Timon Haugan (NOR) und Vorjahres-Champion Clement Noel (FRA) jeweils einen Triumph. Loic Meillard (FRA), Henrik Kristoffersen (NOR), Eduard Hallberg (FIN) und Armand Marchant (BEL) standen zumindest einmal auf dem Podest und präsentieren sich aktuell in Top-Form.

Noch nicht so ganz nach Wunsch lief es bei den Österreichern. Lokalmatador Manuel Feller konnte in Adelboden mit Rang fünf aufzeigen und musste sich nach einem schweren Fehler in Wengen zuletzt mit Rang elf begnügen – die Formkurve des Fieberbrunners zeigt aber rechtzeitig für Kitzbühel und die großen Slalom-Highlights der Saison deutlich nach oben.

Auch Michael Matt, Marco Schwarz, Fabio Gstrein und Dominik Raschner kommen immer besser in Schwung. Ob es für einen Podestplatz am Ganslernhang reicht, wird sich zeigen. Aber auch hier gilt wie in den Speed-Disziplinen: Erfahrung zahlt sich aus, und davon haben Österreichs Ski-Asse mehr als genug.

Der letzte österreichische Podestplatz am Ganslern liegt übrigens bereits sechs Jahre zurück. 2020 durfte Marco Schwarz über Platz zwei jubeln. Den letzten rot-weiß-roten Sieg gab es 2017 durch Marcel Hirscher.

Das waren die Sieger 2025

  • Super-G: 1. Marco Odermatt, 2. Raphael Haaser, 3. Stefan Rogentin.
  • Abfahrt: 1. James Crawford, 2. Alexis Monney, 3. Cameron Alexander.
  • Slalom: 1. Clement Noel, 2. Alex Vinatzer, 3. Lucas Pinheiro Braathen.