Zum Inhalt springen
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger

Demokratie beginnt vor der Haustür

Margret Klausner

Mehr als hundert Menschen versammelten sich im Wald am Hopfgartner Penningberg, um gegen das geplante Zwischenlager zu protestieren. Unabhängig davon, wie das laufende Verfahren ausgeht, zeigt diese Aktion eines: Demokratie lebt vom Mitreden und Mitgestalten.

Wie gelebte Demokratie funktioniert, haben in den vergangenen Jahren mehrere Bürgerinitiativen im Bezirk bewiesen. So wurden etwa das geplante Gewerbegebiet Unterbürg in St. Johann oder ein Hotelprojekt in Going nach massiven Vorbehalten aus der Bevölkerung letztlich gestoppt.

Bei einem vergleichsweise kleinen Projekt wie jenem am Penningberg wäre eine Volksbefragung wohl überzogen. Dennoch zeigt die große Beteiligung, dass die Menschen bereit sind, sich einzubringen, wenn es um ihre unmittelbare Lebensumgebung geht. Direkte Demokratie bedeutet allerdings nicht, dass automatisch jene Seite gewinnt, die am lautesten auftritt. Sie bedeutet vielmehr, dass Bürger ihre Stimme erheben können und gehört werden.

Am Ende muss die Entscheidung jedoch auf Basis von Fakten getroffen werden. Die Sorgen der Anrainer über zusätzlichen Verkehr, Lärm und Staub müssen ernst genommen werden. Gleichzeitig muss aber auch der Projektwerber die Möglichkeit haben, seine Pläne darzulegen und seine Rechte als Grundeigentümer wahrzunehmen.

Vielleicht ist das wichtigste Signal des Protests gar nicht die Ablehnung des Projekts. Sondern die Tatsache, dass mehr als hundert Menschen bereit waren, für ihre Anliegen einzustehen. Eine Demokratie kann sich kaum etwas Besseres wünschen.

Das ist meine Meinung zu diesem Thema:

Ja, ich möchte künftig einen Newsletter vom Kitzbüheler Anzeiger erhalten.

Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen.