
Bitter! Adler verpassen Meister-Play-off
Für die Adler Kitzbühel ist es nun Gewissheit: Der Traum vom Meistertitel ist vorerst ausgeträumt. Nach dem Abschluss des Grunddurchgangs beenden die Kitzbüheler die Alps Hockey League auf Rang sechs und verpassen damit die direkte Qualifikation für die Playoffs und müssen den Umweg über die Qualification Round A nehmen.
Ausgangspunkt der enttäuschenden Entwicklung war die 2:5-Heimniederlage am vergangenen Donnerstag gegen KHL Sisak. Zwar gingen die Adler durch Lukas Waschnig früh in Führung, konnten das Tempo der Kroaten in weiterer Folge aber nicht mitgehen. Sisak nutzte seine Chancen effizient und zog im zweiten und dritten Drittel davon. Niklas Wetzl setzte mit dem Treffer zum 2:5 nur noch Ergebniskosmetik. „Wir waren heute im gesamten Spiel immer einen Schritt zu langsam. Die Gäste haben einfaches Eishockey gespielt und ihre Chancen genutzt. Das ist eine bittere Pille, die wir schlucken müssen“, meinte Kapitän Henrik Hochfilzer nach dem Match.
Aufholjagd ohne Happy End
Auch zwei Tage später in Jesenice gelang die erhoffte Trendwende nicht. Die Adler lieferten sich ein turbulentes Auswärtsspiel und kämpften sich nach zwischenzeitlichem 1:4-Rückstand eindrucksvoll zurück. Vor allem Mai Crnkic sorgte mit einem Hattrick für Spannung bis in die Schlussminuten. Doch die Aufholjagd blieb unbelohnt, am Ende stand eine knappe 4:5-Niederlage ohne Punktgewinn.
„Wir müssen in allen Bereichen unseres Spiels besser werden und uns bestmöglich auf die Qualification Round vorbereiten.“
Headcoach Rob Daum
Saisonfinale nicht nach Wunsch
Das Ende des Grunddurchgangs entwickelte sich zu einem seltenen Szenario. Gleich vier Teams hatten am Samstag noch Chancen auf Platz fünf und damit auf die Master Round. Während sich der EC Bregenzerwald, die Rittner Buam und die Adler Niederlagen einhandelten, waren die Wipptal Broncos in einer besonderen Position: Als einziges Team bestritten sie ihr letztes Spiel erst am Sonntag – und hatten damit die Möglichkeit, noch an Kitzbühel vorbeizuziehen.
Genau das trat ein. Nachdem Sisak im ersten Duell des Wochenendes noch in der Overtime gewonnen hatte, verloren die Kroaten das zweite Aufeinandertreffen am Sonntag klar mit 0:4. Damit verpasste Sisak selbst Rang zwei, während die Broncos auf Platz fünf sprangen und sich das Master-Round-Ticket sicherten.
Für die Adler bedeutete das ein bitteres Ende: Rang sechs, keine direkte Playoff-Qualifikation und der Umweg über die Qualification Round A.
„Natürlich wollten wir die Saison gerne auf Platz fünf abschließen und uns direkt für die Playoffs qualifizieren. Wir müssen weiterhin in allen Bereichen unseres Spiels besser werden und uns bestmöglich auf eine erfolgreiche Qualification Round vorbereiten“, so Headcoach Rob Daum.
Chance über Umwege lebt noch
Ganz vorbei ist die Saison dennoch nicht. Als Sechstplatzierte nehmen die Adler drei Zusatzpunkte in die Qualification Round A mit. Dort treffen sie in Hin- und Rückspielen auf gleich drei italienische Teams: SG Cortina Hafro, HC Meran und die Hockey Unterland Cavaliers.
Die Top drei jeder Gruppe erreichen die Pre-Playoffs. In Best-of-Three-Serien werden dort die letzten drei Viertelfinal-Tickets vergeben, sodass am Ende acht Teams im Kampf um den Titel stehen.
Die ersten beiden Spiele der Qualifikationsrunde steigen noch vor der Olympiapause am Donnerstag, 5. Februar, und Samstag, 7. Februar. Die endgültigen Spielzeiten und -orte sind unter www.dieadler.at nachzulesen.
