Zum Inhalt springen
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger
Going_Kirche1_Jubiläum_Ehrung_43_2025_Klausner.webp

PGR Anton Reicheis, Pfarrer Robert Shako, Greti Grottenthaler, Erna Keuschnigg, Irmingard Stärker, Bischof Hansjörg Hofer, Rudolf Berger-Wiegele und Anton Langer (v.l.) bei der Ehrung.

Bischof feierte mit Goingern ihre Kirche

Eine ganz besondere Messe wurde am vergangenen Sonntag in Going zelebriert – das Gotteshaus „Zum Heiligen Kreuz“ feiert heuer sein 250-jähriges Bestehen. Der Obmann des Pfarrgemeinderates, Anton Recheis, und sein Team sowie Pfarrer Robert Shako luden aus Anlass des Jubiläums zu einer feierlichen Festmesse, in deren Mittelpunkt auch die Ehrung besonders engagierter Goinger stand.

Anlässlich der Feier konnten die Goinger auch Weihbischof Hansjörg Hofer willkommen heißen, der gemeinsam mit mehreren Priestern, die über die Jahre in Going gewirkt haben, den Gottesdienst zelebrierte.

Berechnungsfehler machte Neubau nötig
Domkapitular Josef Pletzer – er ist gebürtiger Goinger – gab einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Gotteshauses. Urkundlich wurde bereits im Jahr 1390 eine Kirche in Going erwähnt. Diese war im Laufe der Zeit zu klein und zu wenig modern geworden, weshalb von 1723 bis 1724 eine Barockisierung der gotischen Kirche stattfand. Aufgrund eines Berechnungsfehlers in der Planung traten danach jedoch statische Probleme auf.
Nach mehrjähriger Vorbereitung wurde im Jahr 1774 mit dem Abriss und anschließendem Neubau der heutigen Pfarrkirche begonnen. Im Oktober 1775 wurde das Gotteshaus nach kurzer Bauzeit feierlich vom Chiemseer Bischof Ferdinand Christoph eingeweiht. Wie Pletzer ausführte, kostete der Bau damals 11.000 Gulden – heute wären das zwischen drei und vier Millionen Euro. Bezahlt habe die Kirche aber nicht ein Fürst oder Bischof, sondern die Goinger selbst. Jeder Hof habe damals beigetragen – mit Geld, Holz und Arbeitskraft.

Neben den Vereinsabordnungen waren selbstverständlich auch Vertreter der Gemeinde in der Kirche.

„Ein Platz, an dem man sich austauscht“
Stellvertretend hielt Bürgermeister Alexander Hochfilzer eine Ansprache: „Eine Pfarrkirche ist nicht nur das geistliche und spirituelle Zentrum, sondern markiert auch meistens die Mitte eines Ortes – den Platz, an dem man sich trifft, sich austauscht, lacht und weint. Ein Ort, der sehr viel Kraft schenken kann. Es ist für uns ein großes Zeichen der Wertschätzung, dass Bischof Hansjörg Hofer mit uns Goinger dieses Jubiläum feiert“, erklärte Hochfilzer.

Im Mittelpunkt der Feier standen auch fünf besonders verdiente Goinger, die sich über Jahrzehnte hinweg engagiert haben. Ihnen wurde der Rupert- und Virgilorden verliehen, da sie sich in besonderer Weise um die Pfarre und das Pfarrleben in Going verdient gemacht haben.

Höchste Auszeichnung für kirchliche Laien
Der Orden ist die höchste Auszeichnung für Laien in der katholischen Kirche. Die Vorschläge zur Verleihung werden von den kirchlichen Gremien, den Gliederungen der Katholischen Aktion bzw. den kirchlichen Behörden und Institutionen eingebracht. Pfarrgemeinderatsobmann Anton Recheis hielt die Laudatio, Bischof Hofer überreichte die Orden. Über den Rupert- und Virgilorden freuen sich Irmingard Stärker, Erna Keuschnigg, Rudolf Berger-Wiegele und Anton Langer. In memoriam wurde der Orden an Horst Grottenthaler verliehen; seine Witwe Greti nahm die Auszeichnung entgegen.