
Bernhard Aichner las aus „John“
Wer die Krimis von Bernhard Aichner kennt, der weiß, mit wie viel Freude am Makaberen der Tiroler Kultautor schreibt. Bei seiner jüngsten Lesung in Hopfgarten sinnierte der Schriftsteller über die Feinheiten des Metzgerhandwerks genauso wie über die Tauglichkeit von Hopfgartener Christbäumen als Mordwaffe oder warum er in der beschaulichen Marktgemeinde lesungstechnisch durchaus als Serientäter gelten darf.
Der schwarze Humor tut seiner Fangemeinde keinen Abbruch, im Gegenteil. Das Sportresort Hohe Salve war voll gefüllt, als Aichner zur Lesung seines neuesten Werks „John“ schritt. „John“ ist die Fortsetzung des Bestsellers „Yoko“ und das macht ja nach genauerem Überlegen auch Sinn. Yoko ist nach den Geschehnissen, die man eingefleischten Fans nicht erst zu erklären braucht, auf der Flucht und versteckt sich als „John“ auf einer griechischen Insel. Man ahnt jedoch schon, dass die Idylle nur der Ausgangspunkt sein wird. Denn während sich John um den Garten der mysteriösen Ingrid kümmert, geht in Deutschland die Jagd nach ihm bzw. Yoko unbeirrt weiter. Schließlich wird er enttarnt und damit nimmt der Thriller erst so richtig seinen Lauf ...
Musikalischer Ausklang
Die Lesung in Hopfgarten machte auf die unnachahmliche Aichner-Art richtig Gusto auf den neuesten Krimi, auch eine viel erwartete „Vorschau“ am Rande verzückte die Fans des Kultautors. Der Abend klang nicht nur mit einem gemeinsamen Ständchen von Schriftsteller und Publikum aus, es gab auch noch wunderbare Live-Klänge von Sara de Blue. Unter den Anwesenden war übrigens auch Landeshauptmann Anton Mattle.