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Bädertopf: Gerechte Aufteilung notwendig

Das Ringen um das Aubad in Fieberbrunn zeigt einmal mehr, wie schwierig es für die lokalen Politiker ist, eine für alle tragbare Lösung zu finden. Die Sanierung abzulehnen, wäre politischer Selbstmord. Die Zustimmung mag zwar populär sein, bedeutet aber auch, dass die Fieberbrunner in den kommenden Jahren den Gürtel deutlich enger schnallen müssen. Investitionen etwa in Kinderbetreuung oder Bildung könnten darunter leiden.
Im gesamten Bezirk gibt es nur noch zwei weitere öffentliche Hallenbäder. Alle kämpfen mit denselben Herausforderungen: steigende Energiekosten, hoher Sanierungsbedarf und knappe Gemeindebudgets. Wirtschaftlich sind diese Einrichtungen selten.
Doch Hallenbäder sind weit mehr als Freizeiteinrichtungen – sie sind Orte der Schwimmausbildung, der Gesundheitsvorsorge und der sozialen Begegnung. Wenn Kinder nicht mehr schwimmen lernen, wird das früher oder später zum Sicherheitsproblem. Natürlich kosten Hallenbäder Geld. Viel Geld. Aber ihr Verschwinden hätte ebenfalls einen Preis – einen, der sich nicht so leicht in Zahlen fassen lässt.
Wenn Hallenbäder gewollt sind, braucht es langfristige, überregionale Lösungen und klare Unterstützung durch das Land. Der Bädertopf ist ein Schritt in die richtige Richtung. Entscheidend wird aber die Verteilung sein: Die Millionen dürfen nicht wieder vor allem im Tiroler Zentralraum landen, sondern müssen auch im Bezirk Kitzbühel ankommen. Hier kommen die regionalen Landtagsabgeordneten ins Spiel – sie müssen sich jetzt massiv für die Fieberbrunner einsetzen.