Zum Inhalt springen
Job AnzeigerImpulsTrendig MagazinServus
Kitzbüheler Anzeiger
a_Schwimmbad_51_2025_chatGpt

Symbolfoto

Bädertopf: Fieberbrunner haben Aufgaben gemacht

Mit dem Ziel, dass jedes Kind schwimmen lernen kann, hat das Land Tirol ein eigenes Bäderprogramm gestartet. Dieses unterstützt sowohl den Erhalt von Hallen- und Freibädern als auch Schwimmkurse gezielt. Grundlage bildet die Tiroler Bäderstudie, auf deren Basis ein österreichweit einzigartiger Bädertopf mit einem Volumen von 75 Millionen Euro geschaffen wurde. Bis 2030 stehen damit Mittel für Neubauten, Sanierungen, Schwimmkurse sowie für den laufenden Betrieb von Bädern zur Verfügung.

Im Jahr 2025 fließen laut Zahlungsplan 6,5 Millionen Euro in den Bau des Regionalbads Mittelgebirge in Axams sowie weitere fünf Millionen Euro als Betriebsunterstützung an Gemeinden und Tourismusverbände. Auch die Marktgemeinde Fieberbrunn möchte Mittel aus diesem Fördertopf lukrieren. Das Aubad, das vor wenigen Jahren noch vor dem Aus stand, konnte dank mehrerer Initiativen erhalten werden. Eine umfassende Sanierung ist jedoch mittel- bis langfristig unumgänglich – der Bädertopf des Landes kommt für die Pillerseetaler daher wie gerufen. Erste Fördergelder sind bereits geflossen: Neben einem Sockelbetrag von 100.000 Euro wurde ein zusätzlicher Beitrag zugesagt, der sich aus der Schwimmfläche des Hallenbades sowie den Gratiseintritten für Kinder ergibt. Ein weiterer Zuschuss wurde im Herbst ausbezahlt.
Tirol verfügt laut Studie über 19 Hallenbäder und vier Thermen. Neben dem Neubau in Axams wurden bereits mehrere Sanierungs- und Erweiterungsprojekte in verschiedenen Bezirken gestartet oder als förderwürdig eingestuft, weitere befinden sich in Beratung. Auch Fieberbrunn hofft naturgemäß, für die notwendige Sanierung des Aubades Fördermittel aus dem Bädertopf zu erhalten.

Detaillierter Sanierungsplan

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, betont Aubad-Ausschussobmann Alexander Jurescha. Ein detaillierter Sanierungsplan liege bereits vor, die Gesamtkosten würden sich auf rund 8,4 Millionen Euro belaufen. „Wir stehen regelmäßig in Kontakt mit der Förderstelle“, so Jurescha, dem bewusst ist, dass nicht alle Maßnahmen förderfähig sind – etwa ein Neubau des Restaurants. Dass es bereits Förderzusagen für Schwimmbad-Neubauten im Raum Innsbruck gibt, überrascht ihn nicht: Diese Gemeinden seien in der Planung deutlich weiter. „Wir müssen zuerst wissen, welche Mittel wir bekommen, dann können wir den Gemeinderat damit befassen“, erklärt Jurescha.
Diese Woche steht erneut ein Termin bei der Förderstelle in Innsbruck an. Jurescha zeigt sich zuversichtlich: „Wir können sehr gute Eintrittszahlen vorweisen, auch die Schulen in der Region nutzen unser Angebot gerne.“ Gleichzeitig appelliert er an die Bevölkerung: „Bitte geht schwimmen und zeigt, wie wichtig das Schwimmbad für uns ist.“
Klar sei für Alexander Jurescha jedoch auch: „So wie jetzt, kann es nicht ewig weitergehen – die Sanierung des Bades ist unausweichlich.“