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Kitzbüheler Anzeiger
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Ein Teil des Gebäudes, in dem das Hallenbad untergebracht war, wird bestehen bleiben, ein Teil wird neu gebaut. Der Spatenstich für das neue Gebäude ist für Frühjahr 2026 geplant.

Aus Alpensportbad wird eine Welt für Kinder

Es ist eines der größten Projekte, die die Gemeinde St. Ulrich in den letzten Jahren auf den Weg gebracht hat – die Errichtung eines neuen Bildungszentrums. Um einen Neubau kommen die St. Ulricher auch nicht mehr herum – die Gemeinde wächst und gedeiht. Der bestehende Kindergarten ist bereits zu klein geworden. Eine Kindergartengruppe musste in einem Container untergebracht werden.

Seit fast drei Jahren ist das St. Ulricher Hallenbad geschlossen, die Technik ist stillgelegt und die Tür zugesperrt. In diesem Bereich soll das neue Bildungszentrum mit Volksschule, Kindergarten sowie -krippe entstehen. Mit einer ersten Kostenschätzung von rund 7,5 Millionen Euro steht die Gemeinde vor einer riesigen Herausforderung.

„Wir sind inzwischen schon relativ weit mit unseren Vorbereitungen“, erklärt Bürgermeister Martin Mitterer. Unter Einbeziehung von Bildungsexperten, der Volksschuldirektion und der Kindergarten- bzw. Krippenleitung konnte als Basis für einen Architektenwettbewerb das notwendige Raumprogramm erarbeitet und der Bewerb ausgeschrieben werden.

„Wir hatten schon viel Glück, dass wir seitens des Landes doch noch einiges an Förderungen bekommen.“

Martin Mitterer, St. Ulricher Bürgermeister

Der Architektenwettbewerb ist ebenfalls bereits entschieden – 47 Firmen bewarben sich, schlussendlich gaben 14 Architektenbüros ihre Vorschläge ab. Das Rennen machte das Projekt der Unisono Architekten aus Innsbruck.

Ursprünglich wollten die Nuaracher heuer bereits mit dem Bau starten, ließen sich jetzt aber noch Zeit und nutzten das Jahr für die Vorbereitungen.

„Die Einreichplanungen sind fertig, derzeit laufen die Ausschreibungen“, klärt Mitterer auf. Die Firmen seien angeschrieben worden. Noch vor Weihnachten soll der erste Block an Aufträgen vergeben werden.

Bestandsgebäude wird nur zum Teil abgerissen
Die Volksschule bleibt wie sie ist, so Mitterer. Jener Gebäudeteil, in dem das Alpensportbad untergebracht war, wird abgerissen. Ein Teil des Bestandsgebäudes bleibt jedoch stehen. Darin ist u. a. der Dorfsaal untergebracht.

Derzeit sind die St. Ulricher dabei, das ehemalige Hallenbad zu entrümpeln. Die ausgebauten Holzbretter und Terrassenplatten werden gegen eigenständige Abholung angeboten.

Der St. Ulricher Dorfchef ist erleichtert, dass trotz Sparmaßnahmen doch Förderungen des Landes lukriert werden konnten, auch wenn, so Mitterer, vieles von der Gemeinde vorfinanziert werden muss. Rund 60 Prozent kommen aus Landestöpfen. Obwohl einige Rücklagen in der Gemeindekasse vorhanden sind, muss ein Teil fremdfinanziert werden. Ein Darlehen von rund drei Millionen Euro wird die Gemeinde aufnehmen müssen.

Nichtsdestotrotz ist Martin Mitterer zuversichtlich, dass im Frühjahr 2026 der Spatenstich erfolgen wird. Mit der Fertigstellung des Projektes rechnet der Bürgermeister im Herbst 2027.

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