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5amt2, Lreid 50 Oroldien, ohre e3uqgebür 25.— . 3rrn, tr. 40 ca., 8. Q3rigitta 6o., 9. Zilgrib 9110., 10. rui, Di., :1. 23m110 Mi., 12. Toimihian Za., 13. Roloman lt., 14. 5DilbEgunb inmantene v06J3eit Öe3 oDe#Gnred ronbicfjIer! Am Mittwoch, 5. Oktober 1955, fei- erten das Ehepaar Leonhard und Bar- bara K r o n b i c 11 1 e r, Besitzer zu Un- terzephirau in Kitzbühel, im engsten Familienkreise und nach dem Besuche der Klosterkirche das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Das Jubelpaar heiratete am 5. Okto- ber 1896 in Kirchbichl. Vater Kron- bichler ist 1869 in Niederau geboren. Als Weichensteller der Bundesbahn wur- de er im ersten Weltkriege mit dem sil- bernen Verdienstkreuz 1. Klasse am Lande der Tapfeikeitsmedailie aus- gezeichnet. Damals waren auf der halb- aisgeb auten zweigleisigen G-iselabahn, bai Kriegseintritt. Italiens, täglich oft über 100 Güterzüge abzufertigen. Weit über die Grenzen des Biezirkes hinaus war Kronbichler als erfolgrei- ceer Bienenzüchter bekannt und noch ire Alter von 83 Jahren betreute er al- lein seinen ansehnlichen Bienenstand. Nicht minder bekannt ist der Jubilar im Kitzbüheler Sportgebiet durch seine z atreffenden Wettervorhersagen und sei- na astronomischen Kenntnissei wurden vielfach von Fachleuten bestaunt. Auch hutc noch beschäftigt sich Vater Kron- bichler in voller geistiger Frische mit dem Studium der Astronomie und den oft so verblüffenden Bauernregeln. In den Straßen von Kitzbühel ist der sonst so rüstige Greis nicht mehr 'oft zu sehen. Sein Gehör ist nicht mehr das beste und so ist ihm der Verkehr auf den Sraßen nicht mehr ganz geheuer. Sei- ne Gattin W a b i geb. Brunner, 1878 in Kirchberg geboren, bekannt als stets 1rIfreichei Nachbarin und Kiderfreun- din, fireutei sich ebenso, den 60. Hoch- zeitstag mit. ihrem Gatten noch so rü- stig erleben zu können, im Kreise der Kinder, ihrer einzigen Tochter Maria, der Gattin des bekannten Kaufmannes und Alrnationalrates. Max Werner. des Schwiegersohnes, der Enkel und Ur- enkel - wenn es auch zu einem „flot- ten Walzer", wie weiland zur „Golde- nen" nichti mehr kam. Durch die letzte Schönwetterp er jede gingen die Arbeiten sowohl bei den Hochbauten wie auch bei der Montage im großen und ganzen planmäßig vor- wärts. Es herrschte an allen Baustellen durch die glinstigen äußeren Vorausset- zungen 'eine noch nie gekannte Ensatz- freudc und Arbeitsmoral. Zwei von der Bergbahn nicht u be- einflussende Ereignisse zwangen jedoch zu einer bedeutenden Aenderung der Gesamtorganisation und zum Improvi- siere. Durch schlechte Straßenverhält- nisse verunglückte in Niederösterreich ein mit Seiheahnbcstandteilen beladener Lastwagenzug der Autounternehmun g Rupert Rieder, Kitzbühel, sadaß längst erwartete wichtige Stützen- und $chut- gerüstbestandteile beschädigt wurden, die für die Förtgstellung dringend ge- braucht worden wären. Die Zeit für de Rücklieferung und Reparatur muß nun durch Improvisationen und Umsrellun- gen hereingebracht werden. Eine wei- tere Verzögerung trat durch einen nun bereits eine Wochei dauernden Streik bei der Firma Wagner-Biro, Wien, ein, von der ebenfalls noch wichtige Teile für de Gondelbahn ausständig sind. Leider hat- die die Streikleitung kein Verstindnts für die Stuition der H'ornbahnen und genehmigte keine A:usnahmen, sodiß ge- wartet weiden muß, bis der Streik wie- der abgebrochen wird. Durch diese Zwi- schenfälle urd die damit verbundee ge- änderte Arheitseinteilung mußte der Umbau der Hilfsbahn, der für später geplant war um einige Wochen vor- verlegt werden. Die unglückselige Kreuzung der Horn- bahn:rasse durch drei Hochspannungs- leitungen stellt die Bergbahn noch vcr sehr schwierige Aufgaben, da w hrend der Arbeiten Stromabschaltungen nötig sind, die aber von der Bundesbahn, €- bensc wie von der Ti\vag, nur für ganz kurze Zeiträume bewilligt werden. Gegen Enne Oktober werden mehrere Arbeitspartien unter Einsatz der besten Fachkräfte zwei Tage und eine Nacht ununterbrochen naca einem auf die Mi- nute festgelegten Arbeitsprogramm die Abschaltung der Leitungen, das Fertig- stellen der Schutzgerüste sowie das Ab- und Auflegen der Seile und deren Vor- spannen durchführen. Ans diesem An- laß und bereits früher für dIe Vorberei- tungsarbeiten sind Stromabschaltungen in Kit.zbühel und Eeith notwendig, für die die Bergbahn A. G. die Bevölkerung um entsprechendes Verständnis bittet. Die genauen •A.bschaltezeiten werden im Kitzbüheler •Anzeiger rechtzeitig ver- lautbart. Sobald diese Arbeiten durch- geführt sein werden, sind die Haupt- schwierigkeiten für den unteren Teil, die Gondelumlau{bahn, voraussichtlich behoben. Bei der Pendelbahn stehen noch die schwierigsten Transporte für die An- triebsteile, die bis auf den Horngipfel gebracht werden müssen, bevor. Es wä- re nur zu wünschen, daß bis zum Ein- treffen dieser sehr schweren und um- fangreichen Teile das Schönwetter an- hält. Die Vorbereitungen für das Auf- ziehen der zwei 26 Tonnen schweren Tragseile der Pend.elbahn bis zur Gip- felstation sind bereirs abgeschlossen, SO- daß mit dem Ziehec zunächst über die Pletzeralm und darn über den großen Durehhang zu der auf dem Gemäuer stehenden Stütze 1 in den nächsten Ta- gen begonnen werden kann. Diese zeit- raubenden Arbeiten stellen zweifellos die schwierigste und heikelste Aufgabe dar, die von den Ingenieuren, den Montage- leitern und den Monteuren noch zu lei- sten ist. Ein Problem, das allerdings theore- tisch in mehreren Varianten bereits ge- löst ist, stellt der Transport der zwei Seilbahnkabin für die Pendelbahn dar, da diese ja bis zur Fletzeraim befördert werden müssen. Auch der Unbeteiligte kann sich vorstellen, daß es nicht ein- Subfchroubereinfatj 3um 23au Öer it%büeIer 5ornbanen! 3eifieUofe &beitmoraI auf affen 2)aufteflen. eireif in Wien efortcrt flmftc[tungen unb Zmro%.ifationen im hbeitgang!
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