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V.b.b. rn amtaq, 20. MtLir3 1954 13reid 30 cßrofdjien, Znrebe311qgebür 15.— 45 5. 30brgang. 2tr. 12 ca., 20. Zrmgar, ftlaubict so., 21. Zeneblft Mo., 22. £eQ Zi., 23. Otto Mi., 24. Oabriel . o., 25. Marid Zerr. er., 26. 6imanuel rof3er empfang für Öle cItrneifterfcfjnfttsteitnebmer ion 2lre init3büIjel Die internen ‚.Siegesfeiern'' der Kitz- hühe]er Ski-Enthusiasten aus Anlaß der raßen Erfolge unserer Rennläufer hei (id We1tmeiserschaften in Are. Schwe- den, und beirn 19. Arlberg-Kandahar in Garmisch-part,enkircheiu dauerten mit unverminderter Vehemenz die ganze Wache. Christian P r a v cl a Weltmei- ster 1954 im Abfahrtsiaiif. Anderl M o 1- t er e r Kandaharsieger 19541 nachdem er bereits 1953 diesen Sieg errungen hatte, Ernst II i 1 t e r s e e r der schnell- ste Vorläufer der Welt und Rosi S ai - 1 e r. der einzige weibliche Skistern in Kitzbühel, ihnen galt so manches ‚Prost' und ‚Ski Heil' der St.amrntisciirunden. Am Montag. 15. März, sah Kitz-b-ühie-1 einen Empfang. der einmalig war. In reIchem FI aggensel imuck prangte es seht den frühen M-oigenst unden, auf dem Konzertplatz. irr der Vorderstadt uviircle nachArt (1er olympischen Sie- gesfeiern eir Podium aufgestellt und jung und alt versammelte sich zur ne-unten Abendstunde, um im Verein mit der Stadmusik die Sieger im alpi- nen Skilauf als Repräsentanten Kitz- 1(ühe]s im weißen Sport willkommen zu heißen. Ueber 3000 Personen hatten sich eingefunden, als Bürgermeister Dr. Canuilio v. Buschrnan die Begrüßungs- rele hielt und tosender Beifall begleite- te seine anerkennenden Worte. Der Ein- zug vorn Bahnhof, wo die immer noch humpelnde- Rennläuferin Ria Schwar- zerrbache-r ihrer Rennkollegin 'Rosi S-ai- 1er einen Nelkenst-rauß übergab, in die Stadt glich einem wahren Triumphzug. Voran die Stadtmusik in ihrer schönen Tracht, mit blitzenden Instrumenten und ihrer vielbejubelten Marschmusik, an- schließend die Prominenz Kitzbühels mit den „5 chweenfahrern", flankiert von der Mannschaft der Skischule Kitzbü- hels ' in deren Reihen sich ebenfalls b-e- kannte Skimeister und Olympiateilneh- mer aus früheren Jahren befinden, mit Fackeln, und dann der große Zug der Kit-zbüheler -Skifreunde. Einen derarti- gen Empfa.ng hatten sich auch unsere - IRen nkiufer incld erwartet: er y' für 1(itztIhel einmalig. im So ole des 1-lote]. Tiefel1l)FlIflner fand anschließend ein Ehrenabend statt und lider mußten viele Kitzbüheler vor deni Tore Abschied nehmen, denn wo gibe es einen Saal, der allen Per- soiien Platz geboten hütte. Gerade bei dieser Gelegenheit, wird neuerlich so manchein. verantwortlichen Kitzbüheler der Wunsch nach einem großen Ver- a1t3ungssaal laut geworden sein und -o konnten auch die Darbietungen, der Stadtmusik ivijhre-ncl des Festabends nur von ener verhültiiismäßig kleinen An- zahl Personen gehört, werden. Auffal- lend.' wie frisch und sung Vater Kraus wieder dirigierte An der Festtafel sah man auch die Eltern Christian Pravclas und die Mut- ter unseres Anderl. M-olter-er. Bezirks- hauptmann Oberregierungsrat Dr. Hans Am späten Abend des ii. März 1954 vcisclzicu plötzlich und für alle, die ihn Ia.nnten, völlig unfaßbar, der Be- triebsleiter der Hahnenkammbahn, Dipl. Ing. Wido Messerklinger. Zwei Tage vor seinem Tode überprüfte -er noch die Skilifte auf der Ehre-nbachhöhe so- wie. Am Steinb-ergkog-el und fuhr am Nacirnit-tag gut-ei' Dinge- über die- Fleck-! almen ab. Niemand, und am wenigsten er selbst, dachte bis zur letzten Minute an -das Schlimmste. So rasch, wie er, die ?r-obieme des Lebens anfafite, er- eilte ihn der Tod. In Kirchberg in Tirol wurde- am 13. Mai 1901 dem k. k. -Staatsbahnbeanuten Karl Messerkhinger und seiner "rau Berta geb. Eisenmann -ein Sohn Wide geboten, der ihr einziges Kind bleiben sollte. 'Wid-o wuchs -wier alle Kinder IICI' Zeit- heran, ging irr die Volksschule- und später in die Oberreafsehule; in Inns:ruck, wo er 1919 matunierte. An-; sch1i-:encl besuchte er die Technische v. Trentina4glja. Landesrat Dr. Alois Lug-; ger und Landtagsabgeordneter Josef 0- heihauser waren ebenfalls anwesend. Der Obmann des Ski Clubs. Karl Koller, hielt in seiner Ansprache fest., daß mit Christian Pravda- erstmals ein Kitzbüheier ein-an Weltmeistertitel er- rang; der Club ist stolz auf Christian, stolz auf den zweifachen Ka.ndaiiarsie- gen Anclerl Molterer und stolz auf den ersten Kandaharsieger Fritz, Huber (1952). Kitzbühel hat derzeit eine Ski- mannschaft, wie es sie bisher noch nie besessen und wie sie auch 'kein Ski Club- der Welt in gleicher Großar- tigkeit aufzuweisen hat. Er dankte auch derStadt,eineinde für das große Ver- ständnis, das diese der Arbeit- des Cluhs entgegenbringt und schloß mit dem Wiunscha der Bewahrung der Einigkeit in Kitzbühei. Den Dank im Namen der Schwedenfahrer -an alle Kitzbüheler für den herzlichen Empfang sprach er be- reits auf (1cm olympischen Podium aus. Ski Heil! Hochschule in Wien, an der er 1920 zum Diplomingenieur graduiert wurde. Von 1924 bis 1927, also bereits; whhrenct seiner Hochschulzeit, arbeitete er in Wien iiii Projektionsbüro der Brown Boverj-Werke. Am 1. April 1927, vor beinahe- 27 Jahren. trat er als - Betriebsleiter der noch im Bau befindlichen Hahnen-- ka-mmba-hn in den Dienst der Bergbahn A. Cr. Kitzbüh-el. Nachdem die Seilbahn 1928 mit großen Schwierigkeiten ein-, spurig dem Verkehr übergeben wurde, beförderte sie gerade 30 Personen, im: Jahre 1929, bei vollem Betrieb, 70 Per- sonen in der Stunde. Der Austaluseh der alten Holzkabinen gegen moderne Leichtmetallgondeln ' er Zeppe-linwerke, der 1932 durch ihn durchgeführt wur- de, brachte eine weitere Leist:ingser höhung auf 90 Personen pro Stunde. Inzwischen beschlossen die Gründer der Bergbahn A. G., Altbürgermeister Josef Tlerold, und der große Freund 1i,L-Zng. BiÖo lflefjerflinger 1
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