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6amtct, 1. 2juguft 1,953 Prei 30 1frofhcn, Zo!v be3ugqebür 15.— 4. Ztbeane. 31 a., 1. ietri StetterfeiCT 60., 2. llfon 3. £yia )i., 4. 00afinitUe )Ri-, 5. 9rariii (6)nee Oo., 6. Zerfl. Zefu, 25eIta gt., 7. Rajetün MI !tI!T1 1 iIf 127) T I- Mill) Als vor niehe als 10 Jahren unsere Glocken für den unseligen Krieg vom Turme mußten, dachte so manches Kitz- bühe1ee Menschenherz, warum diesei erst vor, 27 Jahren mit soviel Hcffnung auf gute Zeiten und unter Opfern der gan- zen Bevölkerung angeschafft, geweiht und von alt und jung aufgeseilt wur- den? Seitdenil fehlte uns der Mehaklang in unserem Geläute. Wenn auch unsere „Große" fast e:- «-'n Geläute für sich ist, wie man es fast nicht festlicher und feierlicher wünschen kann. Aber die Differenzierung zwischen kleiner und großer Feier fehlte. Nun ist es 8 Jahre, nach Kriegsende wieder soweit, daß durch die Opferwil- ligkeit aller Kitzbüheier unsere Türme mit vier neuen Glocken besetzt werden. Wir wollen hoffen und zu gott beten: „Herr, schenke der Welt dauernden Frieden, lasse die Glocken von unseren Türmen nimmer scheiden!" Damit rech- nen wir, daß die Glocken uns jetzt Lebenden und vielen Kitzbüiaelern, die nach uns kommen, läut--ii werden. Fro- he Stunden und erhabene Feste künden und tröstend klingen den Hinterbliebe- nen, wenn ein lieber Angehöriger das letztemal durch unsere trauten Straßen getragen wird. Es ist nicht nur Brauch, es ist pin Herzensbedürfnis, diese Glocken, die nun so ein Stück Heimat werden, die für jeden ertönen, feierlich zu begrüßen und deren kirchliche Weihe mitzuerle- ben. Deshalb hat das Glockenkomitee folgende Festfolge aufgestellt: Am Samstag, 1. August, ge'en 9 Uhr vormittags, dürften die Glocken vom Transpurtunternehmen R. R i e d e r auf dem Platz der Firma Kohlenwerner ein- treffen. Sofort efo1gt das Umladen der Glocken auf die geschmückten Wägen. Um zirka 5 Uhr abends versammeln sich S:adtpfarrer, Bürgermeister, die Patinnen in Rutschen fahrend, die Stadtiniusik, die Behördenvertreter, die Kitzhüheler Vereine, die Schulkinder, howie alle Kitzbüheler in der St. Johan- neistrafle, zwischen Kohlenwerner und der Kundlec Bierniederlage, von wo aus der }finzuc durcii die Stadt erfolgt. Wenn (1er Zug da Hoti T'yrol erLeicht, begrüßt die, „Große” - hre Schwestern. Am Stadiplatz, vor dem Bürohaus des Verkehrsvereines, übeigibt der Bürger- meister (liE Glocken dem Pfarrherrn. Ein Kinderoaar, angelernt von unserer allbewährten Frau Oberlehrer L a ne r, spricht ein Gedicht, urd unser Stadt- pfar:er übe 1 nimmt die Glocken. Vom Turin der Kathrinenkrche ertönt das Glockenspiel „Der gute Kamerad" und .‚Grotier Gott wir loben Dich". Hie-auf Weitermarsch zum Patz des Feuer- und Auflösung. Die Glocken werden nun vcn der FirmaUh- terhcrger &; i{uten auf ein Gerüst auf- gehängt. Bei Einb:ucli dci IDuekeiheit B e r g - f e u er rings uni Kitihühel, entzündet V011 ..fl)inisIefl, Bauern und Alppersonal. Am Sonntag. 2. August, 7,30 Uhr, versammeln sich alle im Schulhof; die Kutschen vor dem' Sporthotel. Gemein- Marsch mit der Stadtmusik zum Weihcplatz. Dort Begrüßung Seiner Ex- zeI1'e'rmz, des Herrn Weihbischofs Dr. Je- liani:es der nun zum' dritten Male :n seiner Heimatstadt die Glocken lit. 830 Uhr Beginn des Fest(-,Otte-,z- wei beim Feuorwehrzeughaus, zu dem die Stadtmusik- die Deutsche Messe spielt. Weihe der Glocken, Ansprache unsecos Herrn Bschofs und Gedichte von einem Ki'nderpaar mit, eiern Dank an alle,die zur Beschaffung der Giok- ken beigetragen haben. Anschließend fiiudet an Stelle i n-es Festuiehles im Garten des Grund Hotels ein Frühsch'opperkonzert der Stadt- unter der Leitung des Stadt- kapellmeisters Andreas K r a u s statt. Inzwischen werden die Glocken auf Autos verladen und auf en Friedhof gestellt. Die Einholung der Glocken in die Türme wird von den Zimmerleuten und Arbeitern der Bauunternehmen Un- terberger & 11uter und Peter Egger durchgeführt:. Am Sonntag Abend sollen bereits die neuen Glocken von den Türmen läuten, vereint mit dein tiefen Ton unserer Großen: und jubeln kann die' Glocke man hört's am hellen Schlag, wie herzlich sie sich freuet, am hohen Feiertag. Das ist kein weltlich Klingen, kein Ton von totem Erz, (las klingt, wie Engel singen und schwingt sich himn'me'lwärts. Und schließt ein müder Wan'Jrer im Tod die Augen zu: dann fleht die Glocke klagend. Herr, gib ilinm ewige Ruh. M. W. t3cont ben ciebof! WTen n am Sonntag diev n Kir- cliengl'ocken auf die; Türme aufgezogen werden, ist zu befürchten, daß aus die- sem: Anlaß 'eine große Anzahl von Neu- auf den Friedhof drängt: und die' Anlagen und Gräber hierbei zu Schaden kommen. Der Kitzbüh'eler Friedhof, von der Stadtgemeinde sorgsam betreut und von der Bürgerschaft liebevoll gepflegt, bil- det eine Zierde unserer Stadt und wird auch von. der Fremden stets bewundert. Es ergeht daher an die Bevölkerung die' Bitte, anläßlich des Aufziehens der Kirchenglocken die Friedhofsanlagen zu schonen und nür die Hauntwege zu be- treten. Der Bürgermeister. Frübschoppenkonzert der Stadtmusik im Grandhotel-Garten am Sonntag, 2. August, 10.30 bis 12 Uhr
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