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mtma. 13. ecmber 1952 43reiti 30 oreicnen, 3abre6be3up6gebübr 15.— 3. 3u4rqartn. umnicr 20 60., 13. 2uia 3o., 14. 3. itL, 23ertf)olb Mo. 15. Zgtic13 01., 16. 21belfjei TtL, 17. £a3aruS o., 18. ora31anu53 19. £ir'an iute rfoqe ber fQornbabn TO5 Rli#bieler 6tobttuiurnnt on Or. Mattbiao 1totjer lJntcr obigem Titel nimmt in der letz- -en Nummer dieses Blattes Bürgermei- sier Dr. C. v. Buschman bezug auf mei- nen Vortrag am 20. November in der Volkshochschule, in dem ich u. a, auch dasKitzbichler Stadtbild besprach. Es sei gestattet ein paar Worte darauf zu e-'widern. Daß der Magistrat Kitzbichis auf Äu- ßerungen, de in der Öffentlichkeit zum Stadtbild und dessen Erhal:ung gemacht werden, so rasch und waem reagiert, kann man nur mit Freude vermerken. Noch erfreulicher ist, clai3 der Bau- ausschuß „in 32 Monaten weit über 1(X) Bauaiisnchen wegen Stilwidrigkei- t abgelehnt oder bemängelt hat''. Nun wurden und werden aber doch all diese Bauansucheo von gewerblich und hoch- schulmäßig vorgebildeten Bauineistern und Architekten eingebracht. Und trotz- dem, so viele notwendige Korrekturen? Diese Tatsache zeigt allein schon zur Genüge, wie wichtig die Unterstützung der Allgemeinheit für dic Handlungs- weise der Stadtgemeinde ist. Es war mir auch bekannt, daß keine gesetzliche Handhabe besteht, Z. B. „schon vor- liandene luilzerrie Balkone, auch wenn sie dem Gelanken des städtischen Bür- gerhauses widersprechen, herunterzurei. den oder gewisse Häuser in die Luft zu sprengen". Im Vortrage ist dies von der gegenwärtigen Stadtverwaltung auch keinesfalls gefordert und die Nichtdurchführung dessen dem, jetzigen Bauamte auch gar nicht zum Vorwurfe gemacht worden. Fest steht aber und im einzelnen dar- gelegt wurde, wie viele Bausünden seit zirka 60 und selbst 20 Jahren in Kitz- bichl begangen wurden und heute noch ZUT1I; Himmel schreien. Wer erinnert sieh nicht z. B. an die Fensterlaibung uni!; dem Eselsrücken, die man anläß- lich biner Restaurierung beim Hause der Sparkasse vor etwa zwei Jahr- zehnten sich noch leistete " Waren denn damals Stadtbauamt und Landesdenk- Die Hcrnbahin K. G. hielt am Diens- tag, 2. Dezember, im Gasthof Straß- hofei' Generalvcrsammlung ab. Geschäftsführer und Komplementär Walter R e i s c h eröffnete dieVersanem- lung und dankte allen G-csellschaftcrir für ihr Erscheinen. Betriebsleiter Dipl.- Ing. Wide Messerklinger gab einen kur- zen Überblick über die Verkehrsdaten der Bahn für das ahgela.ufeneG-esehäfts- jahr. Das Ergebnis mit 25.848 beför- derten Personen ist durchaus als günstig zu bezeichnen. Ing. Messerklinger nob hervor, laß die Hornbahn im August 1951 eine durchschnittliche Vollbeset- zung von täglich 6 Stunden erreidete, was hei einer Seilhahn als sehr erfolg- reich anerkannt werden muß. Die Gon- deln aus Holzkonstruktion haben sich voll bewährt. In technischer Hinsicht kann festgestellt werden, daß sich die Bahn in gutem Zustande beßnde und alle Betriebseinrichtungen laufend üoee- prüft werden. Das Gedeihen der Bahn hänge eng mit der Verläßlichkeit des guten Personales zusammen. Walter Reisch dankte Ing. Messer- klingcr für seinen Bericht. Das Ver- trauen des Personales zum Betriebs- leiter und die außerordentliche Genauig- keit der Überwachung geben der Horn- bahn de große Sicherheit. Der Ge- malarnt noch nicht vorhanden oder schliefen sie? Mit Recht lehnt der heu- tige Bauausschuß, an dessen Spitze ver- dienterweise der Bürgermeister seeht, für derlei frühere - denn alte Fehler kann man nicht einmal sagen! - die Verantwortung ab. Leider ist durch sol- ches Vorgehen sogar der alte Stadtlern Kitzhichls 'weniger unberührt geblieben wie der Kufsteins, vom' einzigartigen Rattenherg gar nicht zu reden. Der im Vortrage zum Ausdruck ge- brachte Wunsch, dci' heutigen Stadaver- wallung möge etwas Ähnliches gelingen wie einst bei Gründung der Stadt. ein ‚herzogliches Bauamt' durchführen konn- te, ist daher angesichts solcher Sach- seit Liftsführer wies auch darauf hin, daß die Kritik der Fahrgästewegen der I-iolzgondeln und der tiefen zu überf ah- relidlefl Gräben beinahe verstummt ist und das allgemeine Zutrauen zur Horn- hahn stark gestiegen ist. In der allgemeinen Debatte forderte der Geschäftsführer die Gesellschafter auf, sich über die Gebarung zu äußern und eventuelle Vorschläge zu stellen. Dipl-Kfm. Fritz T s ehe h 1 wies in die- „ein Zusammenhang auf den bilanz- mäßig großen Verlust des Kraftfahr- zeugzubringerdienstes hin. In dci' nun folgenden Aussprache gab Komplemen- tär Walter Reisch zu bedenken, daß dieser Verlust in. Kauf genommen wer- den muß, da, eine Fahrpreiserhöhung des Autoverkehrs, welche allein eine Minderung des Verlustes herbeiführen könnte, ohne Schädigung des allgemei- nen Verkehres nicht möglich ist. Gegen eine Fahrpreisermäßigung in den fre- quenzschwachen Zeiten stellte sieh der Betriebsleiter, da der gegenwärtige Fahrpreis schon ein Minimum darstelle und jede weitere Reduktion einen Ver- lust bringen würde. Von Hotelier Ernst Reisch wurde empfohlen, zur Frequcnzsteigerung in der Zwischenzeit dine großzügige Pro- paganda einzuleiten. lage durchaus berechtigt.. Es dürften sich auch außerhalb des Kreises der eigentlichen Baufachleute und Behör- deiivertreter Leute finden, die neben dcii Archiven des 16. Jahrhunderts auch städtische Akten der Gegenwart und moderne Paragraphen kennen, sowie über einigen guten Geschmack und ein gewisses Baugefühl verfügen. In dieser Weise kann eine ZusamI- menarbeit nur zum Wohle der Stadt werden. Richtig verstandener Heimat- schutz wird dauernden und allgemein gesehenen wirtschaftlichen Interessen stets begegnen. Fehler der Vergangen- heit aber aufzuzeigen und daraus zi ler- nen, wird auch heute noch gut sein.
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