
2024 wurde der Standort der Arbeitsassistenz im Start.N Kitzbühel feierlich eröffnet – u.a. mit Landesrätin Eva Pawlata (3.v.r.).
Arbas-Standort Kitzbühel gesichert
Es ist rund zwei Jahre her, dass die Arbeitsassistenz Tirol (arbas) eine Niederlassung im Start.N Kitzbühel eröffnet hat. Das Beratungs- und Unterstützungsangebot wird seither sehr gut angenommen und dennoch musste man um den Verbleib der Einrichtung vor Ort bangen: „Im Budget 2026 wurde die Subvention der Sachkosten um neun Prozent reduziert.
Es bestehen nur wenige Möglichkeiten für eine soziale Dienstleistungsorganisation, Kürzungen durchzuführen. Standorte aufzulassen, gehören dazu. Die arbas betreibt sieben Standorte in Tirol. Kitzbühel war der letzte. Es war deshalb logisch den Rückbau hier zu beginnen“, heißt es dazu auf Anfrage des Kitzbüheler Anzeigers von der Arbeitsassistenz.
Umso erfreulicher ist es, dass es dank großem Engagement in der Gamsstadt möglich gemacht wurde, eine Verlängerung zu erreichen. Start.N-Gründer Gregor Gebhardt: „Wir als Start.N übernehmen die Jahresmiete von derzeit 8.640 Euro, weil uns diese Arbeit einfach wichtig ist. Das Büro bleibt bestehen.“ Eine gute Nachricht für die Klienten aus der Region, denn dadurch gibt es die Angebote direkt im Bezirk.
Angebote vor Ort verstärkt genutzt
Das vom Land finanzierte Projekt „mittendrin“ richtet sich an Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten ab 14 Jahren mit hohem oder sehr hohem Unterstützungsbedarf. Die NEBA Berufsausbildungsassistenz begleitet Jugendliche in verlängerter Lehre oder Teilqualifizierung. Das NEBA Jugendcoaching unterstützt u.a. bei der Abklärung individueller Ausbildungswege. Die NEBA Arbeitsassistenz hilft beim Erlangen und Sichern von Ausbildungs- und Arbeitsverhältnissen. Insgesamt profitieren alle Bereiche durch kürzere Wege.
Besonders deutlich wird das z.B. beim Jugendcoaching: „Das NEBA Jugendcoaching hat seit Standorteröffnung eine Steigerung von 50 bis 60 Prozent, weil die Jugendlichen nicht mehr so weit fahren müssen“, so die arbas.
Schneider: „Keine Selbstverständlichkeit“
Geschäftsführer Harald Schneider bedankt sich: „Dass wir den Standort Kitzbühel trotz massiver Kürzungen ein weiteres Jahr aufrechterhalten können, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Unterstützung von Gregor Gebhardt ist für uns von unschätzbarem Wert – vor allem für alle Klienten im Bezirk, die dadurch weiterhin Begleitung und kurze Anfahrtszeiten erhalten.“