
Andreas Aschaber (l.) am Gipfel des Roraima mit Andres Rodriguez vom Stamm der Pémon.
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Andreas Aschaber besteigt höchsten Berg Guyanas
Der Tiroler Bergsteiger Andreas Aschaber ist seit Jahren weltweit unterwegs, um die höchsten Gipfel aller 197 Länder zu besteigen. Ein besonderer Meilenstein gelang ihm nun mit der Besteigung des erst kürzlich als höchster Berg Guyanas identifizierten Monte Roraima – ein Erfolg, der in nächster Zeit wohl nur wenige Nachahmer finden wird.
Aschaber hat sich für seine Freizeit ein außergewöhnliches Ziel gesetzt: Als erster Mensch möchte er die höchsten Erhebungen aller 197 Länder der Welt erklimmen. Ende des Jahres machte er sich dafür auf den Weg nach Guyana. Lange Zeit galt der sogenannte Triple Point im Dreiländereck Guyana–Brasilien–Venezuela als höchste Erhebung des Landes. Neuere Erkundungen zeigten jedoch, dass der Monte Roraima mit 2.839 Metern diese Position einnimmt.
Mehr als Gipfeljagd
Im Dezember erreichte Andreas Aschaber gemeinsam mit einer Bergkameradin den Gipfel und verbuchte damit bereits Gipfel Nummer 140 seines weltumspannenden Projekts. Nach nur wenigen internationalen Bergsteigern ist er der erste Österreicher, dem diese Besteigung gelang. Eine Wiederholung durch andere Alpinisten dürfte vorerst ausbleiben: Der Aufstieg führt über Venezuela – ein Land, das aufgrund der prekären Sicherheitslage derzeit faktisch nicht bereist werden kann.
Besonders hervorzuheben ist Aschabers ganzheitlicher Ansatz. Der gebürtige Kirchberger springt nicht von Gipfel zu Gipfel, sondern legt großen Wert darauf, Länder, Kulturen und Menschen intensiv kennenzulernen. Zudem verfolgt er eine nachhaltige Herangehensweise und finanziert sämtliche Expeditionen aus eigener Tasche.
Noch 57 Gipfel trennen ihn von seinem Ziel. Darunter befinden sich einige der anspruchsvollsten Berge der Welt – etwa der Mount Everest, der Aconcagua sowie vier der fünf sogenannten Schneeleoparden-Gipfel, deren Besteigung mit einem eigenen Alpinorden ausgezeichnet wird. „Durch diese Reise habe ich erkannt, wie sehr kleine, direkte Hilfe Leben verändern kann – wenn sie genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Deshalb sammle ich Spenden nicht nur, um dieses globale Kletterprojekt abzuschließen, sondern auch, um sorgfältig ausgewählte lokale Initiativen zu unterstützen, denen ich unterwegs begegne“.
Wer den Tiroler dabei unterstützen möchte, kann dies auf www.gofundme.com („Andreas Aschaber – 197 Summits for Good“) tun.KA