Aktuelles
10. September 2026
Abgabe mit angezogener Bremse

Bauland ist in Tirol knapp und teuer, vor allem im Bezirk Kitzbühel. Gleichzeitig gibt es gewidmete Grundstücke, die seit Jahren unbebaut bleiben. Dass das Land hier gegensteuern und den Gemeinden ein zusätzliches Instrument zur Baulandmobilisierung geben will, ist grundsätzlich nachvollziehbar. Doch bei genauerem Hinsehen bleiben einige Fragezeichen. Denn die neue Baulandmobilisierungsabgabe ist vor allem eines: freiwillig.
Aber welchen Sinn macht eine Abgabe, wenn gerade jene Gemeinden, in denen sie besonders notwendig wäre, darauf verzichten? Vor allem kleinere Gemeinden könnten davor zurückschrecken, sich mit diesem Verwaltungsaufwand zu belasten. Damit droht ein Flickenteppich: Hier wird kassiert, dort nicht.
Und selbst dort, wo die Abgabe kommt, stellt sich die Frage nach ihrer Treffsicherheit. Das Gesetz sieht zahlreiche Ausnahmen vor, denn nicht jeder Eigentümer eines unbebauten Grundstücks kann oder will von heute auf morgen bauen. Erbschaften, familiäre Situationen und landwirtschaftliche Zusammenhänge können eine Rolle spielen. Damit aber stellt sich die entscheidende Frage: Wie viele Grundstücke bleiben am Ende überhaupt übrig?
Eines darf bei der ganzen Debatte nicht vergessen werden: Bauland zu mobilisieren ist das Ziel. Menschen zum Bauen zu zwingen, kann jedoch nicht die Lösung sein. Will man leistbaren Wohnraum schaffen, braucht es mehr als eine Abgabe. Es braucht vernünftige Raumordnung und funktionierende Genehmigungsverfahren. Die Baulandabgabe kann ein Werkzeug sein. Aber sie ist kein Wundermittel.
Und selbst dort, wo die Abgabe kommt, stellt sich die Frage nach ihrer Treffsicherheit. Das Gesetz sieht zahlreiche Ausnahmen vor, denn nicht jeder Eigentümer eines unbebauten Grundstücks kann oder will von heute auf morgen bauen. Erbschaften, familiäre Situationen und landwirtschaftliche Zusammenhänge können eine Rolle spielen. Damit aber stellt sich die entscheidende Frage: Wie viele Grundstücke bleiben am Ende überhaupt übrig?
Eines darf bei der ganzen Debatte nicht vergessen werden: Bauland zu mobilisieren ist das Ziel. Menschen zum Bauen zu zwingen, kann jedoch nicht die Lösung sein. Will man leistbaren Wohnraum schaffen, braucht es mehr als eine Abgabe. Es braucht vernünftige Raumordnung und funktionierende Genehmigungsverfahren. Die Baulandabgabe kann ein Werkzeug sein. Aber sie ist kein Wundermittel.