
LR René Zumtobel, Sven Sailer, Johann Seiwald, Bgm. Hans Schweigkofler, Stephanie Wagner sowie Florian Schipflinger beim 30 jährigen Jubiläum im Penzinghof.
Abfall: Jeder macht ihn, keiner will ihn
Vor 30 Jahren wurde der Abfallwirtschaftsverband Bezirk Kitzbühel gegründet, heute bestehend aus 17 Gemeinden. Die Anfangszeit war geprägt von ausgelassenen Deponien, Transporten quer durch Österreich und der neuen Verpackungsverordnung von 1993. Die Bezirkshauptmannschaft entschied schließlich, dass es einen gemeinsamen Verband brauche. Hans Oberkofler übernahm damals den Vorsitz und führt den Verband bis heute.
Beim Jubiläum wurde besonders der langjährige Geschäftsführer Gerd Wenk gewürdigt, der den Verband viele Jahre oft nur mit Laptop und ohne Büro leitete und sich mit 80 Jahren zurückzog. Ebenfalls hervorgehoben wurde Hans Hauser, der seit drei Jahrzehnten für die Finanzen verantwortlich ist. Heute führt Geschäftsführer Johann Seiwald erfolgreich den Verband gemeinsam mit einem engagierten Team mit Sven Sailer in der Buchhaltung sowie den Müllberatern Florian Schipflinger und Stephanie Wagner. Damit ist der Verband für die kommenden Jahre gut aufgestellt.
Die Wege des Restmülls haben sich im Laufe der Jahre mehrfach verändert. Nach dem Konkurs der Deponie Riederberg im Jahr 2007 wurde der Müll zunächst nach Kufstein gebracht. Danach führte der Weg in die Schweiz, weiter nach Deutschland und schließlich nach Wels. Seit 2012 erfolgt die Verbringung nach Zistersdorf in Niederösterreich vollständig auf der Schiene ab Brixen, gemeinsam mit dem Bezirk Kufstein ab Wörgl. Diese Lösung gilt bis heute als besonders effizient und umweltfreundlich. Große Bedeutung hat die Speiseaufbereitungsanlage, die der Verband seit 2014 gemeinsam mit dem Abwasserverband betreibt. Speisereste werden dort entsorgt und gleichzeitig Strom erzeugt.
Die Anlage gilt als erfolgreiches Beispiel moderner Kreislaufwirtschaft und läuft seit vielen Jahren stabil. LR René Zumtobel, der selbst frühe Erfahrungen am Müllauto gesammelt hat, betonte in seinen Grußworten: „Müll ist etwas, das oft unsichtbar bleibt, aber enorm wichtig ist. Wie hier im Bezirk gearbeitet wird, zeigt, dass man Verantwortung, Innovation und Zukunftsdenken sehr gut verbinden kann.“ Auch Bezirkshauptmann Michael Berger unterstrich die gute Zusammenarbeit im Bezirk.