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Kitzbüheler Anzeiger
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Obmann Sebastian Wimmer, Milchprinzessin Nadja Hörbinger (aus NÖ), LH-Stv. Josef Geisler, Clemens Mair (Prokurist Agrarmarketing Tirol) und NR Josef Hechenberger mit den stolzen Gewinnern des ersten „Qualität Tirol“ Preises, der Sennerei Danzl.

17. Käsiade: Sennerei Danzl holte Qualität-Tirol-Preis

Die 17. Auflage der Käsiade ging vergangene Woche in Hopfgarten über die Bühne der Salvena. 42 Prüfer untersuchten die insgesamt 463 eingereichten Köstlichkeiten an Käse und Butter – eine Herkulesaufgabe für die bestens geschulte Sensorik der Jurymitglieder.

Immerhin gibt es dieses Mal technische Erleichterungen, was die Datenerfassung betrifft: „Heuer haben wir erstmals eine digitale Datenbank. Die Juroren geben die Punkte und die Begründungen jetzt direkt am Tablet ein“, sagt Juryleiter Klaus Dillinger von der HBLFA Tirol. Die Käsiade trägt nicht von ungefähr den Zusatz „International“: Sie dient als Gradmesser der Qualität der heimischen Käse, genauso wie für den europäischen Vergleich. Insgesamt nahmen 97 Betriebe aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien, Kroatien, Tschechien und der Slowakei teil.

Wie berichtet ist der Verband der Käserei- und Molkereifachleute Ausrichter der Käsiade, die im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen wird. Verbandspräsident Sebastian Wimmer unterstreicht, dass bei allem Wettstreit ein Gedanke im Vordergrund steht: „Käse ist Genuss“. Sehr beliebt ist z.B. der publikumsoffene Teil, bei dem die „Konkurrenz“ verkostet werden kann.

Peak of Quality ging in die Schweiz
Wie die einzelnen Wertungen vergeben werden, umreißt Klaus Dillinger so: „Die Schwerpunkte der Käsebeurteilung liegen auf Geschmack, Geruch und Textur. In den unterschiedlichen Käseklassen werden Gold-, Silber- und Bronzemedaille vergeben. Alle Gruppensieger in Gold werden einer zweiten Prüfung unterzogen und so wird ein ‚Sieger aller Klassen‘ gekürt, der den ‚Peak of Quality‘ erhält.“

Dillinger ergänzt: „Für eine Medaille muss das Produkt nicht nur fehlerfrei und gut sein, sondern darüber hinaus noch einen besonderen Charakter und Geschmack aufweisen.“ In diesem Jahr wanderte der „Peak of Quality“ wieder in die Schweiz – an den „Appenzeller von Roman Engeli“ aus der Käserei Jonschwil.

Aber auch ein Hersteller aus dem Bezirk Kitzbühel darf über eine besondere Auszeichnung jubeln: Der heuer erstmals vergebene Preis „Qualität Tirol“ ging an den Bio vom Berg Schnittlauchkäse mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“ von der Sennerei Danzl. Der Betrieb in Schwendt erhielt insgesamt gleich acht Auszeichnungen: Gold für den Bio Bierkäse, den Bio Heumilchkaiser Pfeffer, den Bio Schnittlauchkäse „Qualität Tirol“ sowie den Bio Bocksberger und den Bio Tilsiter. Silber für den Bio Kümmelkäse sowie Bronze für seinen Bio Heumilchkaiser Chili und den Bio Almschnittlauchkas.

Die Schaukäserei Wilder Käser in Kirchdorf wurde für ihren „Kleinen Stinker“ mit Silber prämiert. Auch der Fasslbauer (Familie Kammerlander) aus Westendorf überzeugte die Jury: Gold gab es für den Brixentaler Graukäse, den Schaffrischkäse eingelegt „Qualität Tirol“, den Schaflkas „Qualität Tirol“ und den Bockshornkleekäse, Silber für den Kräuterkäse.

„Die Käsiade hat sich seit 1992 zu einem Großereignis der österreichischen Milchwirtschaft entwickelt. Mit heimischen Produkten zeigt Tirol, dass Regionalität und Herkunft weltweit punkten können“, betont Matthias Pöschl, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol.