
1.000 Jugendliche engagiert
Dieser Tage stand der Kaisersaal in St. Johann ganz im Zeichen der Tiroler Gesundheitskonferenz – das Ziel der Veranstaltung des Landes ist die Förderung der Gesundheit junger Menschen, die ihre Ideen einbringen können und sie dann auf der Bühne präsentieren.
Die Spannung im Kaisersaal war unter den mehr als 1.000 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 20 Jahren greifbar, als sie ihre 14 Projekte präsentierten. Doch nicht nur auf der Bühne gab es viel zu sehen. Zahlreiche Info-Stände, u.a. auch einer der Feuerwehr, der Erwachsenenschule oder des Landesverbandes für Psychotherapie, weckten das Interesse der Teilnehmer.
„Im Zuge der Jugendstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, junge Menschen stärker einzubeziehen und ihre Perspektiven ernstzunehmen. Die Jugendgesundheitskonferenzen verdeutlichen, wie wichtig es ist, Jugendlichen echten Gestaltungsspielraum zu geben, um selbst aktiv zu werden. Wie man anhand der Projekte sieht, entstehen dabei Lösungen, die nah am Alltag der Jugendlichen sind und wirklich etwas bewirken. Dieses Mitgestalten macht unsere Jugendpolitik nicht nur wirksamer, sondern stärkt auch das Vertrauen der jungen Menschen in politische Prozesse – und das ist zentral für eine zukunftsorientierte Gesellschaft“, betont Jugendlandesrätin Astrid Mair, die unter anderem bei den Tannzeinlagen auch selber gerne mitmachte.
BORG-Schüler gestalteten Ruheraum
Die Palette der Projekte ist umfangreich– so haben etwa Schüler des BORG St. Johann in der Schule einen eigenen Ruheraum eingerichtet, der jetzt als gemütlicher Rückzugsort für entspannte Pausen und mehr Konzentration im Schulalltag dient. Im Brixental wurden die Jugendlichen auf eine „Gesundheits-Dorf-Rallye“ geschickt. Mit dem Rad oder dem Roller lösten sie Stationen zu Ernährung, Bewegung, Nachhaltigkeit und Umwelt – spielerisch wurde so die eigene Gesundheitskompetenz trainiert.
Beim Skateworkshop, gemeinsam mit dem Skateboard-Club „Bones“, zeigte sich einmal mehr: Skaten ist viel mehr als nur ein Sport. Es stärkt Körper und Kopf, fördert Kreativität und bringt die Community zusammen, haben die Teilnehmer festgestellt. Im JUZ St. Johann ging’s kürzlich richtig kreativ zu: Beim Workshop „HipHop & Breakdance“ konnten sich junge Leute austoben, Moves ausprobieren und ganz nebenbei Gemeinschaft und Selbstausdruck stärken.
Für die Planung erhielten die Projektgruppen übrigens eine finanzielle Unterstützung von bis zu 500 Euro pro Projekt. Unterstützt werden die Jugendlichen vom Dachverband der Offenen Jugendarbeit (POJAT).
Die Projekte wurden im Laufe des Jahres in Zusammenarbeit mit Jugendzentren, der Mobilen Jugendarbeit, Schulen und Vereinen entwickelt und umgesetzt. Wir durften die Jugendlichen durch Workshops und Coachings auf diesem Weg begleiten“, freut sich POJAT-Geschäftsführerin Martina Steiner. „In Tirol setzen wir bewusst auf die Umsetzung der Jugendgesundheitskonferenzen in den jeweiligen Bezirken. Damit schaffen wir Räume, in denen junge Menschen vertrauensvoll mitgestalten können und geben ihnen einen Überblick über vorhandene Angebote direkt in ihrer Nähe.“