60 junge Bauern diskutieren über die Zukunft der Landwirtschaft

„Wir junge Bauern sind selbst die besten Imageträger“

60 junge Bauern diskutieren über die Zukunft der Landwirtschaft

Thesen zur Lage der Bauernhöfe in Tirol gibt es viele. Doch wie funktionieren erfolgreiche Betriebe wirklich? Was ist ihr Rezept? Drei junge Vertreter aus unterschiedlichen Sparten der Landwirtschaft präsentierten gemeinsam mit Agrarmarketing Tirol-Chef Wendelin Juen ihre Höfe und wagten einen Ausblick in die Zukunft. 60 junge Bäuerinnen und Bauern diskutierten im Rahmen der Veranstaltung „Bauer sein – Neu.Denken“ beim „Wilden Käser“ in Kirchdorf. Resümee: Weiterentwicklung und betrieblicher Erfolg sind wichtig. Die Wertschätzung der Produkte mindestens genauso.

„Die Landwirtschaft wandelt sich. Die Direktvermarktung entwickelt sich positiv. Der Handel steht gleichzeitig vor der Herausforderung des ständig wachsenden Onlinebooms. Wir müssen die Konsumenten zu uns holen und mit gesunder Ernährung punkten“, glaubt etwa AMT-Geschäftsführer Wendelin Juen. Nachfrage und Wertschätzung sind für ihn zwei Schlüsselthemen. „Unser Erfolgsrezept sind die Familienbetriebe. Die starke Verwurzelung ist wichtig. Dabei spielt es keine Rolle, ob man innovative Wege einschlägt oder traditionell wirtschaftet. Letztlich ist der wirtschaftliche Erfolg entscheidend“, so Wendelin Juen.

Die junge Bäuerin Julia Bramböck hat auf ihrem Kohlerhof in Kramsach ihren Weg gefunden. Der Betrieb steht auf mehreren Standbeinen. Milch- und Forstwirtschaft, Schule am Bauernhof und die Vermietung eines Seminarraums sind ein Teil. Die ausgebildete Kräuterpädagogin bietet auch Kräuterkurse und verschiedene Weiterbildungen an. „Ich sehe in den Kindern den Schlüssel. Sie müssen Landwirtschaft begreifen. Deswegen ist es wichtig, ihnen unsere wertvollen Produkte näher zu bringen. Wir müssen auch zeigen, wie wir unsere Lebensmittel herstellen“, ist Bramböck überzeugt.

Den Weg von mehreren Standbeinen zu einem Spezialzweig hat Romed Giner aus Thaur gewählt. „Wir haben uns auf den Gemüsebau spezialisiert und sind als Betrieb gewachsen. Dazu waren Innovation und Mut zu Entscheidungen notwendig. Für uns liegt in der Regionalität, aber auch im Biolandbau die Zukunft“, sagt der Gemüsebauer. Auch er merkt an, dass bei Konsumentinnen und Konsumenten vielfach das Verständnis für die bäuerliche Arbeit fehlt. „Es ist schwierig, unsere Anliegen, auf Augenhöhe zu diskutieren“, meint Giner.

Johannes Kuenz aus dem Osttiroler Dölsach schlägt in die gleiche Kerbe. „Wir müssen uns selbst um unser Image kümmern. Neben der Arbeit am Bauernhof ist das mindestens genauso wichtig. Dazu zählt auch Aufmachung und Qualität unserer Produkte“, so Kuenz. Der junge Obstbauer ist stark in der Direktvermarktung beheimatet und hat die Weiterentwicklungen am eigenen Betrieb miterlebt. „Wir sind der erste Werbeträger und sollen unsere Motivation und unsere Arbeit auch präsentieren“, unterstreicht der Osttiroler Jungbauer.

Für die Landesleiterin der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend, LAbg. Kathrin Kaltenhauser und Landesobmann Andreas Embacher war der Abend in Kirchdorf ein voller Erfolg. „Unsere jungen Bauern stehen der Zukunft an sich positiv gegenüber. Sie wollen unabhängig sein und von ihren Produkten leben können. Sie arbeiten und denken als Unternehmer“, so die Jungbauernvertreter. Dabei verschließen sie die Augen nicht vor aktuellen Entwicklungen. Diskutiert wurden etwa die Problematik des Flächenverbrauchs, der Druck seitens des Handels, Ernteausfälle und auch die Produktqualität. „Jeder muss seine eigene Überzeugung leben und auf seinem Hof umsetzen. Das kann er dann auch an die nächste Generation weitergeben“, sagen Kaltenhauser und Embacher.


Bild: Bauer sein – neu.denken (von links) mit Jungbauernobmann Andreas Embacher, dem wilden Käser Bermhard Widauer, Romed Giner, Julia Bramböck, Wendelin Juen, Johannes Kuenz und Landesleiterin LAbg. Kathrin Kaltenhauser. Foto: Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend

Zweifach vergoldet

Die Triathleten hatten ein erfolgreiches Wochenende. Bei den österreichischen Meisterschaften gab es Gold für Katharina Erber und das Team.

Wallsee | Zum dritten Mal in Folge wurde in Wallsee die Österreichische Meisterschaft im Triathlon (Supersprint) ausgetragen und erstmals war der Wallsee auch Station des „Tri Kids Cup for Centrope Region“ - eine Wettkampfserie, bei der zwölf Veranstaltungen zwischen Budapest und Wallsee in die Wertung kommen. Entsprechend setzte sich das Teilnehmerfeld aus den besten Triathleten aus ganz Österreich und den östlichen Nachbarländern zusammen.

Eine besonders selektive, sehr bike-lastige Strecke trennte die Spreu vom Weizen. Katharina Erber finishte in ihrer Klasse als Erste und holte sich somit den Österreichischen Meistertitel im Triathlon. Lara Wagner schrammte knapp am Podest vorbei und landete mit einer tollen Zeit am vierten Platz. Marilena Swidrak rief in allen drei Disziplinen eine bravouröse Leistung ab und landete auf Platz sieben. In der Klasse Jugend zeigte Simona Erber als „Triathlon-Debütantin“ stark auf und sicherte sich souverän den sechsten Platz, gleich dahinter Team-Kollegin Mona Ritter auf Platz sieben. Lisa Krimbacher ging mit einer tollen Leistung als Elfte durch das Ziel.

Im Teambewerb wurden Katharina Erber und Lara Wagner für das Team Tirol aufgestellt und gemeinsam mit ihren männlichen Kollegen Mathias Freisinger (Kufstein) und Samuel Feuersinger (Wörgl) siegten sie mit einem beachtlichen Vorsprung von über 2 Minuten vor dem Team Wien und Niederösterreich und holten damit die Goldmedaille nach Tirol.

70ies Day zum ehrenvollen Auftakt

Das Kitzbüheler Tennisturnier feiert heuer das 70. Jahr seines Bestehens.  Der bet-at-home Cup 2014 wird am Sonntag, 27. Juli, mit Frühschoppen, Tennis-Weißwurst-Party und Weltrekordversuch  eingeläutet.

Kitzbühel | Der Eröffnungs-Sonntag der Turnierwoche wartet im Jubiläumsjahr mit zahlreichen Attraktionen auf.  Bei freiem Eintritt (solange der Vorrat reicht) lassen sich nämlich nicht nur die Qualifikationsspiele und die erste Runde des Hauptfeldes verfolgen, auch abseits der Tenniscourts wird jede Menge geboten sein. Auf alle  Zuschauer wartet im Rahmen der Hubers Tennis-Weißwurst-Party von 10 Uhr bis 13 Uhr eine Gratis- Huber Metzger Weißwurst inklusive Breze, zur Verfügung gestellt von der Bäckerei Hirzinger. Umrahmt wird der Frühschoppen natürlich von zünftiger Livemusik. „Der 70ies Day ist eine Art Tag der offenen Tür und unser Geschenk an die Tennisfans anlässlich unseres 70jährigen Jubiläums“, erklärt KTC Präsident Herbert Günther.

Nachfolgend steigt mit dem Weltrekordversuch im Tennisball-Peppeln ein weiteres Highlight. Gemeinsam mit dem Tiroler Tennisverband (TTV) möchte es der bet-at-home Cup nämlich  in das Guinness Buch der Rekorde schaffen.  Ziel ist es, an diesem Sonntag um 15 Uhr, 800 bis 1.000 Personen vor dem Kitzbüheler Center Court zu versammeln, die zeitgleich einen Tennisball 10 Sekunden lang am Schläger peppeln können, ohne dass der Ball still liegen bleibt oder vom Racket fällt. Der aktuelle Weltrekord liegt bei 675 Personen, diese Anzahl muss in Kitzbühel also mindestens überboten werden. Im Anschluss an den Weltrekordversuch lassen sich die Erstrunden-Duelle der Hauptrunde verfolgen und das ein oder andere Autogramm von ehemaligen Spielern ergattern: „Wir freuen uns auf die Zeitzeugen und  Spieler der Vergangenheit, die unserer Einladung nach Kitzbühel gefolgt sind und u.a. beim traditionellen ProAM auf den Stanglwirt-Tenniscourts mitspielen werden, z.B. Chris Lewis, Kitzbühel-Sieger von 1978, um nur einen Namen zu nennen“, erklärt KTC-Präsident Günther.

Für den 70ies Sonntag gibt es ein limitiertes Kartenkontingent, wer sich aber zeitgerecht seine Freikarte sichern möchte, kann dies bequem online unter www.bet-at-home-cup.com tun. 
KA/ali, Foto: smpr

Medaillen beim Aquathlon
Wildcard für Gerald Melzer
Das Land Tirol sagt Danke

Das Land Tirol bedankte sich vorigen Samstag bei den Helfern von der Hochwasserkatastrophe mit der Erinnerungsmedaille.

Kössen| Sie waren da, als man sie am nötigsten brauchte. Am 2. Juni 2013, als Kössen unter Wasser stand, waren die Betroffenen dankbar um jede helfende Hand. „Damals hat es Kössen in unvorstellbarer Weise getroffen, unvorstellbar war aber auch die Hilfe und Solidarität“, sagt Bürgermeis-ter Stefan Mühlberger beim Landesempfang vergangenen Samstagnachmittag.

Geehrt wurden rund 80 Helfer, die mindestens 48 Stunden im Katatastrophen-Einsatz waren. Landeshauptmann Günther Platter dankte jedem Einzelnen persönlich und überreichte die Erinnerungsmedaille des Landes Tirol. „Als ich damals nach Kössen kam, hat der Bürgermeister geweint, ich blickte in viele verzweifelte Gesichter - und dann ist plötzlich etwas passiert: eine Welle der Hilfsbereitschaft brach über das Dorf herein“, erzählt der Landeshauptmann.

„Kössen hat viel zurückzugeben“
Sehr emotional und ruhig wurde es auch im Saal, als die Bilder von damals noch einmal gezeigt wurden. LH Günther Platter, Bezirkshauptmann Michael Berger, LA Josef Edenhauser und BM Stefan Mühlberger übergaben dann die Erinnerungsmedaillen samt Urkunde an die zahlreichen Helfer. Geehrt wurden Privatpersonen, Blaulichtorganisationen sowie Männer und Frauen vom Bundesheer.
„Ich hoffe, dass wir in Zukunft von Katastrophen verschont bleiben und wenn es jemand anderen trifft, hat Kössen viel zurückzugeben. Danke!“, so der Bürgermeister. Mehr Fotos auf www.kitzanzeiger.at!

Johanna Monitzer

 
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