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Aktuell 2 Ausgabe 23 Rund neun Millionen Euro investiert die „Neue Heimat Tirol“ (NHT) heuer im Bezirk Kitzbühel in den sozialen Wohnbau. Die Teuerungswelle am Bau und die gute Auftragslage bremst auch die sozialen Wohnbauträger ein. Kitzbühel | 137 Wohnungen, neun Millionen Euro Investition – die „Neue Heimat Tirol“ (NHT) setzt auch heuer ihre Offensive für leistbares W ohnen im Bezirk Kitzbühel unvermindert f ort. „Der Bezirk Kitzbühel g e- hört zu den begehrtesten und damit auch teuersten Regionen in Tirol und Österreich. Die G e- meinden sind daher besonders gefordert, gemeinsam mit den gemeinnützigen W ohnbauträ- gern auch in Zukunft leistba- ren Wohnraum bereitzustel- len. Sonst wohnt dort bald nur mehr Reich und Schön“, b etont NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner, der mit seinem Kollegen Markus Pollo vergan- gene Woche in Going die an- stehenden Projekte im Bezirk vorstellte. Trotz der massiv an- steigenden Baukosten hält der Soziale Wohnbauträger a n den geplanten Wohnanlagen fest. Einerseits kämpfe man na- türlich mit den hohen B aukos- ten, andererseits sorgt auch der derzeitige Bauboom für einen Mangel an Handwerkern. Die Coronahilfen, die u.a. Gewer- bebetriebe und Hotellerie er- halten haben, werden derzeit von den Unternehmern oft in Um- und Ausbauten investiert. Hier können höhere Auftrags- summen bezahlt werden. Der soziale Wohnbauträger – das Land Tirol hat die Wohnbauför- derungen gedeckelt – hat das Nachsehen, so Gschwentner. Er und Pollo können a uch mit einem aktuellen Beispiel auf- warten: So habe man für ein Projekt insgesamt 42 Handwer- ker um die Abgabe eines An- gebots eingeladen - nicht einer habe hier abgegeben. Und das sei kein Einzelfall. Trotzdem zählt die NHT nach wie vor mit einem jährlichen B auvolumen von über 100 M illionen Euro zu den größten Wohnbauträ- gern. In 117 Tiroler Gemein- den ist die NHT aktuell tätig. NHT verwaltet im Bezirk 1.157 Wohneinheiten In Kitzbühel w erden derzeit 1.157 Wohneinheiten – davon 753 Miet- und 404 Eigentums- wohnungen – verwaltet. „Der Bezirk Kitzbühel ist t raditio- nell ein schwieriges Pflaster für uns. Die horrenden G rund- stückspreise machen es zuneh- mend schwierig, Projekte im Kostenrahmen zu realisieren“, räumt Gschwentner ein. Trotzdem wird fest gebaut: In Erpfendorf wird demnächst für eine neue W ohnanlage mit 42 Mietwohnungen der Spaten geschwungen. Für die NHT ist es das erste Projekt in Kirchdorf und damit ein wichtiges Signal. In Jochberg gehen die Arbei- ten zur Neugestaltung der al- ten Südtiroler S iedlung in die nächste Phase: I m Zuge des zweiten Bauabschnittes werden 23 Mietwohnungen errichtet. Eine weitere Wohnanlage mit zwölf Eigentumswohnungen am Guxerbichl wird im Okto- ber 2022 übergeben. Zügig v oran gehen auch die Bauarbeiten für eine neue Ei- gentumswohnanlage am Ober- hofenweg in St. Johann. Ende 2023 werden dort die Schlüs- sel übergeben. Das Projekt sorgte allerdings nicht nur bei den Experten der NHT für K opfzerbrechen – die Eigentümer der b enachbarten Wohnungen befürchteten eine zunehmende Hochwassergefahr durch die Fieberbrunner Ache. Am Bauareal wurden alte Häu- ser abgerissen, nun wird eine Anlage mit 32 Wohnungen er- richtet. Der soziale Wohnbau- träger nahm die S orgen ernst: „Es wurde alles neu geplant und überarbeitet“, b eruhigt Gschwentner. Unbefristete Verträge und hohe Ablöse Mit den neu errichteten Häusern in der alten Südtiroler S iedlung wurden in der Marktgemeinde in den letzten fünf J ahren in Summe 109 neue und leistbare Wohneinheiten realisiert. Doch gerade in den Südtiroler Siedlungen - es gibt mit Joch- berg, St. Johann und Kitzbühel drei im Bezirk - spießt es sich. So mancher langjährige B ewoh- ner, verweigert trotz großzü- gigster Angebote (u.a. Ablöse, Übersiedlungsgeld s owie un- befristete Mietverträge in den neuen Wohnungen) den Aus- zug. Und verzögert s o die drin- gend notwendigen Sanierungen der Häuser a us den 1940er-Jah- ren bzw. Neubauten. Besonders stolz ist NHT-Ge- schäftsführer Markus Pollo auf ein Projekt, das gemeinsam mit der Stadt Kitzbühel umgesetzt wird: „In zentrumsnaher Lage entstehen 28 barrierefreie Miet- wohnungen, ausschließlich f ür Einheimische. Die Mieten werden höchs- tens 6,80 Euro pro Quadrat- meter betragen - das bedeutet für eine Z wei-Zimmerwohnung einen Mietpreis unter 400 Euro und das ist eine echte Ansage.“ Und das obwohl mit massiven Erhöhungen der B aukosten zu rechnen ist. Margret Klausner Südtiroler S iedlungen in Kitzbühel und St. Johann besondere Herausforderung für d ie NHT Neue Heimat baut 137 Wohnungen Die Geschäftsführer der „NEUEN HEIMAT TIROL“ Markus Pollo (links) und Hannes Gschwentner stellten vergangene Woche das Bauprogramm für das heurige Jahr v or. Foto: Klausner
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