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seibe 2 Kitzbühe1er Anzeiger Samstag, 19. Mai 1956 so erlebe er sie nicht mehr, denn diese Anschuldigungen könne er nicht mehr ertragen. So mußte 'ein Mann, dem Kitzbühel alles bedeutete, VOfl uns scheiden, ohne von den schweren Vorwürfen befreit zu sein. Wer Unterberger wirklich kannte, weiß, daß dieser saube e und aufrechte Charakter gar nicht fähig gewesen wä- re, etwas Unrechtes zu tun, und wird ihn in bester und teuer Erinnerung be- halten. Die Stadtgemeinde Kitzbühel jedoch hat die Pflicht, dIe Bereingung der Vor- würfe raschestens vorzunehmen, damit S e p p Unterberger wenigstens im Grabe seine w'oh1vediente Ruhe finden kann. Peter S i e b e r e r. Das Begräbnis fand am Donnerstag statt. Die Aufbahrungshalle war mit zahllosen Kränzen und Blumensträußen geschmückt, de dem V'ersto b'enen von seinen Verwandten und von seinen Le- freundeten Familien gewidmet wurden. Den Trauerzug führten seine Betr e iis- angehörigen an; den Sarg trugen seine Zimmerleute. Im Kondukt befanden sich der alte und der neue Gerne nderat von Kitzbühel, Vertreter von Behörden und Ämtern, in g.oßer Zahl seine Freunde inci Geschäfskoll'egen aus 5 adt und Be- zirk und fast der gesaipte Gemeinderat von Reith, wo seit 20 Jahren jeder Bau- er und Gewerbetr'eIbencle nur mit Un- terberger baute. Die Teilnahn .e einer so großen Zahl von Männern glich einer Sympathiekundgebung von einmaligem Ausmaße und he'zeugie, welch hohes Ansehen der Verstorbene bei der Be- völkerung genoß. Am offenen Grabe widmeten Bürgermeister Dr. Camillo v. B u s c h m a n, Vizebürgermeister Her- mann R e i s c h und Polier Josef II ö c k dem Versto nbenen ehrendie Grabreden. Dr. Buschman erwähnte d.e beruflichen Leistungen und die VerdIenste Ces Ver- storbenen um die Verschönerung des Siadtbildes. Hermann Reisch brachte Unterberger die letzten FiundesgrüI3e dar: „Wenig Dank hast Du erfahren, lieber Sepp für alle Deine Lestungen und Dienste und Dein Ende war getrübt durch Verleumdungen. Wir, Deine Freunde aber werden dafür sorgen, Filmtheater Kitzbühel 19. Mai 14 Uhr, 20. Mai 13,30 Uhr: Schneeweißchen und Rs'enrot 19.u.20-Mai abends: Bonj'our, Kathrin 21. (Feiertag) u. 22.: ihr Leibregiment Mai: Endstation Mord Mai: Rosenmontag Filmtheater St. Johann 1 T. 19. u. 20. Mai und 21. 13,33 Uhr: Die Försterbuben 21. u. 22. Mai: Reiter ohne Gnade Mai: Gefährliche Schänheit Mai: Die Brücken von Toko-Ri Mai: Emil und die Dedektive daß Deine Ehre wiederherge3tellt wird und Du im Grabe zur Ruhe findest!" Josef H ö c k, seIt 26 Jahren im DIenste des Verstorbenen, sprach im Namen der Handwerker, Arbeiter und Angestell- Zu Beginn der Sitzung fand die An- gelobung der Ersatzmänner: Elektro - meister Ludwig Pfurtscheller (für Gemeinderat Josef Reiter), Angestellter Josef Fo i d 1 (für Stadtrat Hans He - chenberger) und Ziviling'enieur Robert Stampfer (für Vizebürgerm. Anton Kahlbacher) statt. Der Obmann des Straßenausschusses Stadtrat Petei 5 i e Ei e r e t schlug vor, die Asphaltierung des Platzes vor dem Feuerwehrzeughaus nach dem Projekt von 1954 zu beschließen. Das Angebot der Firma Radebeule, Kitzbühel, mit 5 130.0002 bleibt, bei Gewährung eines 100/0 igen Aufschlages für Lohnerhöhun- gen, aufrecht. Da die seinerzeitigeu „Mitbieter" einen um 20 °/o höheren Preis verlangten, erübrige sich eire Ausschreibung. Von der Postdirektion wurde für diese Arbeit ein Betrag von 20.000 Schilling beigesteuert. In der De- batte wurde erwogen, ob es nicht zweckmäßiger wä e, andere, vurdriiigli- c here Str aflenprojekte auszuführen, Z. B. den Bichlachweg (II irnsberger, Tschohl), oder das Geld für Wohnbau iu verwenden (Eben). Da 1957 der Eic hlachweg ausgebaut und für dieses Vorhaben der größte Teil des Straßen- budgets des ganzen Jahres verbraucht wird und daher die Gefahr besteht, daß die •Asphaltierung des Feuerwehrzesg - hausplatzes auf mindestens zwei Jahre hinausgeschoben werden mühte, geneh- m igte der Gemeinderat den Vorschlag des Straßenausschusses. DIe Arbeit ist von der Firma .Radebeule durchzufüh- ren und sofort zu hegnnen. Der I3ich- lachweg wird heuer mit einfachen Mit- teln ausgebessert (gewalzt, gei'-,t und hekiest). Dazu stellt auch der Verkehrs- verein einen Betrag von 10.000 5 bei. Die Neuanlage dieser Straße wurde vom Gemeinderat g.undsätzlich genehmigt und Sadtrat Peter Sieberer beauftragt, mit Oherbau:at Grub:er, Kufstein, zwecks Erstellung des Projektes Verbindung aufzunehmen. In dIe Strafbenanlage ist die bestehende Allee einzubezIehen; ebenso ein Gehsteig. Die Firma Radebeule, Kitzbühel, er- hielt zwei weitere SLaßenaufträge, und zwar Auffüllung und Einwalzen des A- chenpromenadeweges bis zum Hotel Klausner und Verlegen eines Kanal - stranges von der Talstation der Horn- bahn bis zum Birkenhof. DIe Achen- prome.nade erhält eIne Steinbucherihecke und eine Ahorn-Allee- Vom Gartenhotel ‚ ‚Tennerhof" wurde eine Beschwerde über den Zustand der ten: „Du warst uns der beste Chef und wir werden auch Deinen Hinterbliebe- nen und Deiner Firma dIe Treue bewah- ren und daran arbeiten, Dein Werk fortzusetzen." Zufahrtsstraße zum Tennerhof verlesen. Diese hätte vor allem durch die Ver- legung von Kabeln durch de Bundes- post sehr gelitten. Der Gemeinderat b0- schloß, dafür zu soi gen, daß d,ese Sira- ßensc h ä.den unverzüglich behoben wer- den. Das Gesuch des Cafö- und Barbetrie- bes „Alt W'en" in der Vorderstadt um Genehmigung eines ‚ ‚Vorgartens' (Auf- stellung von Tischen und Sesseln) wur- de abgelehnt mIt der T3eg. ündung. daß an dieser Stelle eine Jielastung des Geh- steiges nicht mehr zu verantworten ist. Der Gemeinnützigen Wohnungs- und Sie'dlungsgenossensehait Schaltbeng wur- de zum Zwecke der Verschönerung ih- rer Gartenanlagen der Pes für Steine vom Schattbergsteinbruch von 60 auf 40 Schilling ermäßigt und zwar für eine Menge von 200 Kubikmetern. Die Kon- trolle über die widinungsrniißiga Ver- wendung wurde dein Sladtbauineister ü- bertragen. Das Referat des Obmannes des Stra- ßenausschusses beinhaltete auch den ge- genwärtig im Bau befIndlichen 4. Bau- abschnitt der Kanalisic. ung. Unverzüg- lich muß nun darauf gedrängt werden, daß dIe Hausanschlüsse von der Wehr bis zum Haus Fischlechner in Angriff genommen werden, da L üher der Mühl- kanal nicht zugeschüttet werden kann. Die Bedenken des Bauausschusses, daß nach dem gegenwärt1gen Stand des Bau-. fortschrittes der Endtermin (15. Juni) von der Baufirma Baumeister Lutz Ger- zabek nicht eingehalten werden kann, nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. Dici Bauleitung über den 4. Bauabs:chnitt liegt in den Händen des Bezirksbauam- tes Kufstein. Um die FertIgstellung der Hausan sch. üsse entlang des Mühikana- les zu fördern, beschloß der Gemeinöe- rat) die Kanalisierung der. Gänsbach- gasse, der Zufahrtsstraße zur Pension Zima und des Sückes der Malinggasse vom Haus Gerzabek bis zur Einfahrt zum Grandhotel auf eInen späteren Zeit- punkt zu verscheben. Für die Bauver- träge zum 5. Bauabschnitt wird dem Bezirksbauamt Kufstein empfohlen, ein Pönale festzusetzen. Der 5 .Bauabschnitt, welcher im Herbst zur Vergebung ge- langt, sieht den Regenauslauf unterhalb des Hotels KLausner in die Ache vor sowie die Kanalisierung der Bahn- hofzufahrtsst aße und der Josef-Pirchl- Straße entlang des Mühlkanales und der Wegscheidgasse. Am Schluß seines Referates berich e- te Stadtrat Siebeier noch über die Maß itbüe1 baut aucf) 1956 29onungen on ber 4. it3büeIer @emeinÖernteitjunq
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