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Seite 2 Kitzbüheler Auzeiger Samstag, 1 LuL19J Rori aIler erdLt ton'Oto! iiuuettuee wie auin ein wet- 1er. Zu seiner Jugendzeit war Kitzbühei eine Idylle ohne Leben, und auch ohne Geld nur beim Bau der Giselabahn in den Achtzigerjahren erfuhr der Ort ein überdurchschnittliches Geschäftsleben. das aber dann mit einem Schla.g'e zu 1ncle war, denn auch der Kupferbeig- bau am Schattberg und auf der Kelch- alpe wurde eingestellt, und es hätte einer nackt über die Hauptstraße laufen können, ohne daß er zum Gespött der Leute geworden Wi1It' denn die Stras- sen waren leer. Zu damaliger Zeit be- lebte den heutigen Hornweg über der Bahn nur ein Stadl und vom Sonnenhof, bis Schloß Kaps st.nd kein einziges \Vohnhaus Um das .Jalii 1890 herum machte sich der Fremdenverkehr - dank der Gisela.ba.hn - zum ersten Male be- merkbar, und von da an stieg die Fre- quenz stetig an. 1)er Verschönerungs- verein Kitzbühel kaufte den heutigen Stadtpark; Hotels wurden gebaut; Bür- ger und Bauern zeichneten Aktien für Frem denverkehrsbe.triehe und um die Jahrhundertwende legte Franz Reisch den Samen zum Wintersportort Kitz- hühel, und der erste Tiroler Trabrenn- verein kaufte das Rennfeld, worauf vie- le prächtige, mehrere Tage dauernde. Reunfeste gefeiert wurden. Am vergangenen Sonntag, als die Faschingslacken über das dicke Eis auch in das Geschäftshaus Stitz in der Vor- derstadt flossen, sahen die Kitzbüheler Vater Stitz Rinnsale auspickeln. Und so geht es ihm mit seinen 90 Jahren: stets tätig, freundlich und heiter; sich freuend an der Tätigkeit der Mitbürger, an dem Aufschwung der Stadt, sich freuend bei seinen Spaziergängen zum Lebenberg oder in die Kapsergegend und vor allem, wenn die morgendliche Stunde die Frage nach dem Befinden des Körpers trotz der Jahre wieder einen geruhsamen Tag verspricht.. Im Sommer freut er sich auf ein Bad im Schwarzsee, zu dessen ständigen Besu- chern Vater Stitz bei warmem Sommer- wetter zählt. Wenn er nun am 6. März. im Kreise seiner Enkel und Urenkel und seiner Freunde den Geburtstag feiert, werden mit den schönen Zeiten auch die Schick- salsschläge der Vergangenheit wach weiden. Im Jahre 1935 legte sich seine über alles geliebte Ehefrau Maria, geb. Viert.l, zur ewigen Ruhe, 1942 starb sein einziger Sohn. Doch die Menschen seiner Gegenwart, die seine fruchtbare Lebensarbeit zu schätzen wissen, in Lie- be, Achtung und Freundschaft ihm be- gegnen, werden ihm zu beweisen ver- mögen, daß jeder neue Tag lebenswert. ist. Alle Kitzbüheler wünschen Dir, Va- ter Stitz, zu Deinem 90. Geburtstag viel Glück und Gesundheit.. Der Dank für Deine Leistungen für die Stadt vereinigt. sich in diesem Glückwunsch. \iii 26. Februar kann unsere Olympia- teilnehmeriii unerwartet in Kitzbühe.l an-, da weder ihre Eltern. noch der Ski- Club über ihre Anicuin ft unterrichtet waren, konnte eine gemeinsame Be- grüßung nicht stattfinden. Diese wird bei der A.ukunit von Christian Pravda und Anthiä Molterci' nachgeholt. ‚‚Seit zwei Tagen sindwir Mädels unterwegs iriici noch voller Eindrücke. Christian Piavda. und Aliderl Molterei' sind nach Schweden hoffentlich haben sie dort mehr Schnee und können rich- tig ‚skifahren'. Die Trainingsmöglichkei- ten in Oslo waren sehr schlecht. Diese ‚Ration' Schnee reichte nicht aus, um einer Nation das Trainieren zu ermög- lichen. geschweige allen 28. Es wurden daher uni höchstens eine Stunde die Pisten zum Trainieren freigcgeben.Beim Spezialslalorn durften wril -- mit Aus- nahine von Mahiinger, welche mit neu- en Skiern fuhr, vor dem Rennen überhaupt nicht trainieren. leim selbst war anfangs für den Abfahrtslauf u mi cl Siczialslaloin aufgestellt; erst in letzter Minute zog man meine Nennung zum Abfahrtslauf zurück. Die Sportbegeisterung in Norwegen ist für unsere Art unwahrscheinlich. Die Begeisterungsrufe der Zuschauer kön - 3om Ritbübefer of6)ing1rummet Mit Unterstützung dci' Stadtgemeinde und der Stadtwerke veranstalteten dc - ren Beamte und Angestellte am Fa- schingsdienstag, nachmittags, einen recht gelungenen Maskenumzug durch die Hinter- und Vorderstadt. Einige m askierte Schülerklassen reihten sich in den Umzug ein und eine riesige Men- schennienge wartete als Zuschauer. Die Masken waren sehr originell zusammen- gestellt, auch die Kindermasken gefie- len. Ein Teil der Stadtmusik ebenfalls maskiert., führte den Zug an. Die Gemeindeleute hatten in ihrem Programm einen 50-km-Langlauf. Start war beim ehemaligen Traunsteinerhaus in der Vorderstadt, an der Ecke, wo heute die Konditorei Reisch prunkt, früher Sepp Traunsteiner sine Meer- fackin ziegelte. Das Ziel: Seerestaurant Tiefenbrunner. Jene, die sich nicht un- ter die Langläufer reihten, wurden mit einem Jeep, welcher zwei Schlitten an- hängen hatte, in fröhlicher Fahrt zum Ziel befördert. Am Ziel gab es für alle Teilnehmer eine kleine Jause. Als Ehrengäste fan- den sich Bürgermeister Di' .v. Busch- man mit Frau, Vizebürgermeister Peter Sieberer mit Frau, Stadtrat Klaus Ga- steigen und die GR. Christian Egger und Hans Gasteiger ein. Vizebg'm. Oskar E- beil, GR. Hans Hechenhe 1gev. Rosa neu für einen ,Sportler anfeuernd, aber auch hemmend wirken. Stein Eniksen wurde mit einem derartigen Stimmen- aufwand begrüßt.. derart umjubelt und angefeuert, daß ihn der Orkan der öf- feritlichen Meinung fönnilich aus deti Toren drängte. Wir konnten auch bei seinem zweiten Sialomlauf beobachten, daß ei die Tore weit ausfuhr --- also sich nicht mehr getraute, rasant zu fah- reni, und die Golchinedaillc dadurch ver- lor. Stein und Colo sind im alpinen Ski- lauf großartig. Unsere i3uani waren et- was vom Pech verfolgt, genau wie wir Mädels. Christian hatte während des Trainings den gefährlichen Steilhang immer SO schön und zweckmäßig gefah- ren --- in der Konkurrenz sprang er so hoch über den Steilhang, daß er mit. flatternden Skiern in die nachfolgende Senke aufsprang wir zitterten förni - hich ihn ihn. Die Begeisterung dem Nordländer für den Lang- und Sprunglauf ist sehr groß. Die 50-kin-Loipe war über die ganze Strecke mit Zuschauern belegt. In Fün- ferreihen saßen oder standen sie im Wald und jubelten den Läufern zu. Wir haben viel gesehen und gehört. aber jetzt freue ich mich aufs Skifahren daheim, wir sehnten i.ins alle sein nach Schnee," Pirchil und Hans Winderl befanden sich unter den Mitwirkenden. Die Rennläu- fer und Masken wurden prämiiert. Er- ster Rennläufer Sepp K 1 n g 1 e r; zwei- ter: Hans Feiersinger; dritter Stoff E i 1 e n b e r g e r. Die Zeiten wurden verschwiegen! Den ersten Preis der Masken erhielt das Paar Josefine M ö ß- nie r und Achrain K 1 a u s als perfekte Indianer. Den zweiten Preis erhielt die stattliche Rosa P i r c h 1 in Phanta~sie- uniform und den dritten Fritz G r ü n - w a 1 d als „alte Bäuerin" - was muß sie (oder er) gelitten haben nach den allzu freundlichen Attacken der Zu- schauer? Ing. W u r z e r, welcher gegenwärtig wegen des Kanahisierungsprojektes in Kitzbühel weilt, schrieb ein humorvol- les Faschingsgedicht, das zur Begrüs- sung derTeilnehmer vorgetragen wurde. Die Attraktion des Tages war der Vortrag von Schnitzelbankreimen, die von Fritz Grünwald und Schorsch Gei- ger abwechselnd - und sturem - vor- getragen wurden. Eine Kostprobe konn- ten wir gerade noch erwischen und möchten diese der Öffentlichkeit nicht vorenthalten: „Und eröffnet honibs dös Bahnhofplatzl, voi Freid und gst.iert honrs a a Gsatzl: Und Tlntahosna visitiascht, Ja unten da beim Klausnawiascht Die Versreimer erzielten rauschenden Beifall. Kein Wunder hei diesen schwe-
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