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Seite 2 Kitzbüheler Anzeiger Samstag, 23. August 1952 Hotels Einzug hielt, folgten ihr beinahe tausend Menschen und die Darbietun- gen der Kapelle fanden hegeistertenWi- Die Sportstadt Kitzbühej war vergan- genen Sonntag Schauplatz eines beson- deren Ereignisses: Seine Exzellenz Weihbischof Dr. Johannes F ii z e r, Eh- renbürger der Stadt, nahm in feierlicher Weise die Weihe des ersten Segelflug- zeuges des neu erstandenen Segeiflie- gerklubs Kitzbühel vor. Die Segelflugpi oniere Hugo Krause, Karl Grißmann, Toni Egger und Julius Thoma gründeten im Jahre 1937 die Se- gelfluggruppe 704 Kitzbühel. Im Jahre 1948 erhob sich, zwar nur kurzlebig, eine neue Segelfluggruppe1 die, nach fleißigem Wirken der Mitglieder Toni f ahlbacher, Emanuel Hartmann. Karl rißmann und Max iiid rp0j Werner ihre Krönung fand. Als Taufpatin fungierte die selbst sportbegeisterte Gattin des Bürgermei- sters von Kitzbühel, Frau E m y v o n B u s e h m a n. Als Vertreter 'der Be- zirksbehörde: nahm auch Bezirksha.upt- nann Landesoberregierungsrat i)r.Hans von Trentinaglia, welcher sieh selbst seine Sporen als Segelflugpassagier ver- dient hatte, am festlichen Weiheakt teil. Unter den Ehrengästen befandensich Bürgermeister Dr. C. v. Busdhman Geistl. Rat Stadtpfirrer Josef Schmid, die Gattin des Bezirkshauptmannes Dr. med. Irmgard von Trenti nagi ia, der Chef der franz. Mission Ernilien Provost mit Gattin, Stadt- und Gemeinderäte, und Vertreter von Behörden. Ganz Kitzhühel, Gäste und Einhei- mische, säumten den Festplatz zu Füs- sen der Kathrinenkirche, auf welchem der schlanke, weiße Körper des Täuf- lings aufgestellt war. Obmann Karl Grißmann über brachte in der Eröffnungsansprache die Grüße des Bundeskanzlers Dr. li. c. Ing. Figi, des Natio nalrates Graf S trachwitz, des Landesrates Dr. Lugger und des Präsi- denten des österr. Aero-Club Polear. Gemeinderat Toni Kahlbacher hielt als Vertreter des Landesverbandes Tirol des österr. Aero-Clubs die F e s t r e d e. Er bat die Anwesenden, in einer Ge- Filmtheater Kitzbühel 22-24. 8.: Skandal in der Botschaft 25. u. 26. 8.: Alles über Eva 27. u. 28.: Die Abenteuer des Pinocchio 29.-31. 8.: Palace Hotel Filmtheater St. Johann 1. T. 22.-24. Aug.: Günstling einer Königin 25. u. 26. Aug.: Ladung für Kapstadt 27. u. 28. Aug.: Serum 703 29. u. 30. Aug.: Das Geheimnis dci scharlachroten Blume derhail. Der Bierpreis zum Frühschop- pen mit S 2,50 pro Halbe fand ebenfalls lobende Anerkennung. denkminute die Gefallenen zu ehren und gedachte des kürzlich verstorbenen Eh- renpräsidenten Major Ferdinand Ritter von Cavallar, der ein Bruder der Tauf- patin, Frau Emy von Buschman, war. Die Stadtmusik spielte ‚.Ich hatt' einen Kameraden". Den aufmerksamen Zuhö- rern umriß sodann Kahlbacher die ;- D e sehichtliche Entwicklung des Flugwe- sens in Österreich. Gerade die öster- reichische Segelfliegerei habe der Welt gezeigt, wie man mit wenigen Mitteln, aber mit Begeisterung, Opfergabe und Freude Höchstleistungen und Weltre- korde in der Aerodynamik schaffen könne. Mit dem Segelflugsport werden die Grundlagen zum Ausbau eitiesSport- flugplatzes in Kitzbühel und auch der Anschluß an die weltumspannenden Luftverkehrswege geschaffen. Der Ein- satz von Hubschraubern für die Be- förderung von Gästen im Sommer und Winter, zum Transport von Proviant und als Rettungseinrichtung würde dem Fremdenverkehr zum Nutzen gereichen. Weihbischof Dr. Johannes Filzer hielt anschließend an die Weihe eine kurze, allen zu JIerzen gehende Ansprache. Wenn die Menschen mit den Plugzeu- geil in die Höhe streben, sind sie dem Himmel näher. Der Segelflugsport ver- langt Idealismus, Begeisterung und Aus- dauer; diese Merkmale sind nur mög- lich, wenn ein festgefügter Glaube sie untermauert. Lauter Beifall rauschte auf, als die Taufpatin mit Champagner den Segler mit den Worten: „Ich taufe dich auf den Namen Emy, bringe den Flugzeug- führern, die dich fliegen, viel Erfolg", taufte. Ein kleiner Junge sprach das nette Gedicht: „In Bergesluft sollst du dich lieben, in deinem Elemente schweben. flieg, Emy, flieg-,der Sonn' entgegen", und überreichte der Tauf- patin einen Strauß roter Rosen. Die Stadtmusik mit Kapellmeister Andreas Kraus gab dem Fest den nöti- gen klanglichen Rahmen. Am Abend verbanden sich alle Mit- glieder des Segelflugclubs Kitzbühel mit Gästen und Einheimischen zu einem gemütlichen Ball im Casino Guido Reisch, an dessen Saaldecke der blitz- blanke Vogel ‚‚Emy" schw ebte. utcjeine für einen elug im neuen Doppelfiter Der Segelflugclub Kitzbühel dankt uf diesem Wege nochmals allen Spen- dern für die Glückstopfbeste. Die Gebe- freudigkeit der Kitzbüheler war sehr groß. Weiters dankt der Club der Be- zirkshauptmannschaft, der Stadtgemein- de und dem Verkehrsverein für ihr ge- zeigtes Entgegenkommen und der Stadt- musik für die großartige Mitwirkung: anläßlich der Weihe des ersten Se- geiflugzeuges. Zur weiteren Finanzierung eines neu- en Doppelsitzers gibt der Club 0- u t - s c h e i n e auf einen Flug im Doppel- sitzer aus. Sobald der Doppelsitzer flug- bereit ist, werden diese Gutscheine ein- gelöst. Die Bevölkerung wird gebeten, von der Erwerbung solcher Gutscheine reichlich Gebrauch zu machen. Der An- schaffungspreis des Doppelsitzers be- trügt 56000 Schilling und die notwen- dige Seilwinde kostet 16.000 Schilling. Der Club ist jederzeit bereit neueMit- glieder, gleichgültig ob bemittelt oder u ii bein i tte 1 t, aufzunehmen. 6eqetftuqeug „mg" fliegt nmtag uuö Onnutag Der Segeiflugelub Kitzbühel teilt mit, (laß am Samstag und Sonntag. 23, und 24. d.. von der Startbahn am Hahnen- kamin aus mit dm am vergangenen Sonntag geweihten Segelflugzeug.,Emy" Schauflüge durchgeführt werden. Die Landung erfolgt jeweils in der Nähe der I-Iahnerikammbalmn. l)ie Flügel werden jeweils von Mit- gliedern des Clubs vorgenommen und verfolgen den besonderen Zweck, den in der Stadt weilenden Gästen Kitz- bühel s neuesten Sportzweig vor Augen zu führen und gleichzeitig allen Gön- nern und Spendern für die bisherige Beihilfe zu danken und um neue Gön- ner und Mitglieder zu begeistern. onbetjcfou tiftorider TtufifInftru- rnenle Öer nnenrtnöt Stitbiibef Man hat über die Erforschung der al- ten Tonwerkzeuge Tirols noch sehr we- nig ausführlich berichten können. Die Geschichte über die wichtigsten histori- schen Instrumente wie H a c k b r e t t, Barfe, Radl'eier, Zink, Flöte, Schalmei, Trommel etc. ist mei- stens miur in Fachschriften niedergelegt. Nun ist gerade die Form so einesKlang- körpers und das durch die Form be- dingte Klangkolorit das Wesentliche. Man bemerkt das bei den Tonwerkzeu- gen, welche jetzt in einer S o n d e r - schau im Museumskeller (Skischule) zur—Schau gestellt sind. Die langjährige Sammeltätigkeit Prof. Maria H 0 f er für dieWechselbeziehung zwischen Klang und Klangkörper wird nun dahingehend verwerfet, daß Ori- ginalinstrumente aus vier Jahrhunder- ten im Tonstil ihrer Zeit dem Betrach- ter vorgeführt werden. Es handelt sich dabei um tirolisbhe Tonwerkzeuge, dar- unter einige sehr seltene Instrumente wie: das Portativ, eine Radleier, Hackbrett, Dudelsack u. s. w. Die zahlreichen zum Teil sehr reiz- vollen Beziehungen aufzuzeigen, die zwischen den erwähnten Musikiri-stru- menten und der Kultur-, Sitten- oder eegelfuq3eugtveic in Sif3bü1eL
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