01.03.2018
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Zwischen Leichtigkeit und Illusion

Objekte verschwimmen beinahe mit ausdrucksstarken Bildnern. Natascha Schmitten und Henrik Eiben spielen mit Illusionen und Leichtigkeit.

Kitzbühel | Es sei fast wie „eine Ode an die Malerei“, beschreibt Henrik Eiben die aktuelle Ausstellung in der Zeitkunstgalerie. Wobei der Objektkünstler sein Licht ein wenig unter den Scheffel stellt, aber in der Tat fließen seine reduzierten Objektarbeiten beinahe nahtlos in die ausdrucksstarken Bilder von Natascha Schmitten über. Eine Kunstsymbiose, die in Kitzbühel  ihre Premiere feierte. Ein Premiere in der Zeitkunst Galerie gibt es auch bezüglich der Räumlichkeiten – das erste Mal werden die Galerie und der nahe gelegene „Projektraum“ synchron bespielt.

„Arbeiten haben mich sofort fasziniert“

Durch die engen Kontakte zum Kölner Galeristen Christian Lethert ist es Bernd Maier gelungen, Natascha Schmitten und Henrik Eiben in die Gamsstadt zu holen.  „Mir sind sofort die Glasarbeiten von Henrik aufgefallen und bei Natascha fasziniert diese Leichtigkeit in ihren Werken“, veranschaulicht Maier. Die beiden Künstler stellen das erste Mal in Tirol aus.

Spiel aus Licht und Schatten

Als Bildträger für ihre Malerei verwendet Natascha Schmitten Nylon, ein seidenartiges, halbtransparentes Material. Aus transparenten Schichten aus Tusche und Ölfarbe entstehen subtile Figuren und Formen. Die Künstlerin versteht es, perfekte Illusionen zu schaffen. Ein Spiel aus Licht und Schatten umspielt ihre Bilder. Schmitten wurde 1986 in Bonn geboren und studierte bei Prof. Siegfried Anzinger an der Kunstakademie Düsseldorf.  Vor kurzem erhielt die Künstlerin den Anerkennungspreis des Strabag-Kunstforums.

Objekte, die an der Wand schweben

Reduziert sind die Arbeiten von Objektkünstler Henrik Eiben. Glasarbeiten reihen sich an abstrakte Wandbilder und Objekte, die sein Gespür für Formen, Farben und Materialien  unter Beweis stellen. Beinahe schwerelos schweben die Objekte an der Wand. Eiben wurde 1975 in Tokio geboren und absolvierte sein Studium an der Academy of Visual Arts and Design in Enschede, am Maryland Institute College of Art in Baltimore sowie an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Silvia Bächli.

„Wir haben sozusagen eine Card Blanche bekommen, was die Ausstellung in Kitzbühel betrifft. Wir hätten beide nicht gedacht, dass unsere Kunst so gut ineinandergreift“, erklären Eiben und Schmitten. Die Kunstsymbiose von Natascha Schmitten und Henrik Eiben ist noch bis Ende März in der Zeitkunst Galerie sowie im Projektraum zu sehen. Eindrucksvoll und sehenswert!
Johanna Monitzer

Bild: Die Künstler Natascha Schmitten und Henrik Eiben sowie die Galeristen Bernd Maier (rechts) und Christian Lethert (links)  führten den Kitzbüheler Anzeiger kurz vor der Eröffnung am Freitagabend durch die Ausstellung. 

 
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