22.06.2020
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Zuversicht statt Pessimismus

Die Geschäfte im Kaiserwinkl haben wieder geöffnet. Manche halbtags, andere stundenweise – irgendwie hat jeder seinen Weg gefunden, wie er am besten mit der Krise umgeht. Auch wenn noch vieles im Argen liegt, so ist Hans Knoll, Obmann des Vereins „Griaß Di“, zuversichtlich, dass die Betriebe über die Runden kommen werden.

Kössen | „Es ist für mich nach wie vor beeindruckend, wie die Bevölkerung in unserer Region zusammensteht“, resümiert Hans Knoll, Obmann von Verein „Griaß Di“. Vom ersten Tag an haben die Kunden angerufen, ob man dieses oder jenes habe, ob man es zustellen könne oder vor die Tür stellen, erzählt er: „Bei etlichen Betrieben konnten neue Kunden verzeichnet werden. Sogar im Kleiderhandel half man sich so über die Hürden.“ Durch diesen Zusammenhalt wurde etliches abgefedert und das tut den Unternehmern in der Seele gut, sagt Knoll.
Der 2014 gegründete Verein „Griaß Di“ ist eine Initiative der Betriebe im Kaiserwinkl, um die Wertschöpfung in der Region zu halten.

Verzögerte Baustarts
Für die Handwerksbetriebe war die Situation nicht so schlecht, weil man in Ruhe die offenen Baustellen abarbeiten konnte und auch private Dinge in Angriff nehmen, die immer wieder aufgeschoben wurden. Für sie kommt jetzt wohl die schwierige Phase, sagt Knoll. Nachdem die Ämter großteils geschlossen hatten, blieben auch Bauverhandlungen und dergleichen liegen. Projekte, die eigentlich schon realisiert werden sollten, warten auf den Schreibtischen noch auf Erledigung und den Handwerkern gehen langsam die Aufträge aus.

Die Kunden aus Bayern fehlen noch
Was den Kaiserwinkler Unternehmern auch noch fehlt sind die Kunden aus dem angrenzenden bayerischen Raum. Zwar gibt es seit 4. Juni praktisch keine Kontrollen mehr, doch es herrscht noch Unklarheit, ob man nun zum Einkaufen über die Grenze fahren darf oder nicht. Ein Magnet ist dabei die Tankstelle in Kössen, doch die Nachbarn haben in den vergangenen Jahren offensichtlich registriert, dass sie mit einer Fahrt nach Kössen gleich mehrere Dinge erledigen können und auch die Gastronomie profitierte davon.

„Regionale Lebensmittel haben höheren Wert“
Seit dem vergangenen Jahr zählen auch einige Direktvermarkter zum Griaß Di-Verein und deren Rückmeldung ist durchwegs positiv. Regionale Lebensmittel haben einen höheren Stellenwert erlangt und es bleibt zu hoffen, dass dies auch künftig so sein wird, so Knoll: „In der Bevölkerung ist der Gedanke da, bei den Unternehmern in der Region zu kaufen, die auch Steuern zahlen im Lande und der Bevölkerung Arbeitsplätze bieten.“ Brigitte Eberharter

Foto: Die Hauptakteure des Griaß Di Vereins: Hans Knoll, Maria Mühlberger und Andreas Schermer. Foto: Eberharter

 
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