08.05.2020
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Zusammenhalten

Na so was! So einen Zustand hatten wir noch nie erlebt. Alles zugesperrt, daheim bleiben, überall still und leise. Nur in den Lebensmittelgeschäften waren Lebenszeichen zu spüren, aber immer mit einer sensiblen Furcht vor der Ansteckung: die mundmaskierten Leute gingen skeptisch mit ihrem Einkaufswagen und schauten den nächsten verdächtig an. „Wird er einer von denen sein?“, war wohl der häufigste Gedanke. Ein Szenario wie aus der Apokalypse! Und Hände waschen, und desinfizieren, und Abstand halten, und aufpassen, BITTE.

Nur die Natur hatte sich nicht geändert. Die gleiche Sonne, Wolken, Regen, warme Luft, frischer Wind, die Vögel zwitscherten und flogen wie immer, die Eidechsen wärmten sich in der Sonne, aber das nur bis die Nachbar-Katzen kamen, dann war das Spiel vorbei ... unserem Kater Pino war diese Krise egal. Er fraß wie immer, ging jagen und faulenzte auf der Couch. Na gut, die Krise war ja eigentlich für die Menschen gedacht, die Tiere spürten sie nicht so sehr oder zumindest auf eine andere Art. Und das ist auch richtig so. Der ganze Mist kommt von den Menschen, anscheinend aus einem chinesischen Labor. Und das wäre möglicherweise gut: Alles, was aus China kommt, hält ja bekanntlich nicht so lange. In meinem Heimatland Italien ging es noch schlimmer zu und ich konnte über die Ostertage nicht zu meinen Eltern nach Rom reisen. Meine „Mamma“ war natürlich sehr traurig, und ich auch (außerdem kocht sie die beste Lasagne am Ortstrand von Rom - stellt euch vor, was ich verpasst habe!).

Mir fehlen auch die Fußballspiele des FC Kitz in der Langau, welche ich gerne mit meinen Freunden verfolge, und meine Kolleginnen und Kollegen von der Heimatbühne Kitzbühel. Ich wünsche allen Fußballvereinen des Bezirkes einen baldigen Neustart! Und das gilt natürlich auch für alle Theatervereine. Sport und Kultur - ohne geht es nicht.
Auch in der Arbeit hat sich viel geändert: Einige Kollegen arbeiten von Zuhause (Homeoffice, ach, du liebe englische Sprache), und ich saß oft alleine im Büro – na ja, zum Glück nicht ganz allein, ein Bild von der Himmlischen Mutter Maria, neben dem Rechner, ist immer vor mir und schaut mich liebevoll an. Die meisten Kontakte kommen sonst durch E-Mail und Telefon zustande. Keine Besuche von unseren lieben Kundinnen und Kunden. Ein Notzustand, auch bei uns: viele Unternehmen sind geschlossen, Die ganze Gastronomie im Stillstand, die ganze Wirtschaft leidet unter der Sperre (ach so, man sagt Lockdown, sorry boys and girls, fast vergessen) und das reflektiert selbstverständlich auch auf uns.  Aber wir hielten durch. Wir bedanken uns dafür bei unseren treuen Kunden: DANKE - ganz herzlich, ich möchte euch wirklich das Beste für die Gegenwart und die Zukunft wünschen. Und last but not least (schon wieder?)  natürlich die grandiose Arbeit meiner Kollegen, die im Verkauf und in der Redaktion zuständig sind. Ohne ihr Engagement hätte ich kein Inserat zu gestalten und keine Fotos nachzubearbeiten.

Und jetzt kehren wir langsam ins normale Leben zurück. Die meisten Geschäfte sind wieder offen, die Gastronomie wird bald ihren Betrieb aufnehmen, danach die Hotellerie und (fast) alle, die die Arbeit verloren haben, werden wieder zum Einsatz kommen. Noch ist die ganze Sache nicht vorbei, und noch werden wir für lange Zeit unsere Mundschutzmaske tragen, aber anscheinend ist das Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut, nicht wahr? Einfach durchhalten, ein bisschen noch, und dann haben wir es geschafft. Apropos: Muttis, alles Gute!!! Gianni Ferrandes - Grafik

 
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