02.05.2020
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Zusammenhalten

Seit März ist alles anders. Nach knapp vier Jahren daheim und zwei Kindern (fast 4 und 1,5 Jahren), ist es wieder Zeit für eine Veränderung. Zeit, etwas zu tun. Zeit zum Arbeiten. Mein Dienstort in Kitzbühel bleibt gleich, das Medium änderte sich.

Wenn sich Pläne in Luft auflösen
Geplant war alles genau: Kinder sind an einem Tag bei Oma und Opa. Papa nimmt sich ebenso einen Tag Zeit. Und dann – sie ahnen es schon – kam Corona. Seit Wochen wird mit Oma und Opa (Video-)telefoniert, Papa ist daheim bei den Kids und Mama geht arbeiten. Ich hätte mir keinen besseren Start wünschen können. Genug Zeit zum Arbeiten, daheim wird alles erledigt und den Kids fällt die Umstellung überhaupt nicht schwer.
Sechs Wochen später. Nun aber genug vom Ausnahmezustand, langsam beginnt der Alltag. Zumindest fast. Kindergarten ist im Notbetrieb, Papa in der Arbeit und Oma und Opa haben wir mit Sicherheitsabstand schon mal im Garten getroffen. Homeoffice steht am Programm. Die beste Arbeitszeit ist mittags und abends, wenn die Kinder schlafen. Falls es nicht funktioniert, dann werden unvorhergesehene Telefonate zum Spießrutenlauf. Wo finde ich die nötige Ruhe? Die Kinder lieben nämlich das Verstecken spielen und noch mehr Spaß machts, Mama lauthals zu suchen. Wenn nötig schreiend, an der Tür klopfend.

Schweißperlen der Dankbarkeit
Erinnerungen an einen Hahnenkampf werden wach, wenn mir beide Kinder beim Tippen zuschauen wollen. Ich ergebe mich nach kurzer Zeit freiwillig und fahre den Computer herunter. Denn am tollsten ist noch immer die Tastatur- da können sich die Zwerge richtig gut drum streiten. Und doch bin ich in dieser Zeit dankbar. Denn ich gehöre zu jenen, die arbeiten können und dürfen! Obwohl sich mein Aufgabengebiet stark verändert hat, bin ich zurück in der Arbeitswelt. Ich freue mich schon auf viele zugesendete Artikel, die ich bearbeiten darf. Derweil übe ich mich selbst noch im Schreiben.

Lockerungen herbeigesehnt
Zeit wird’s, dass Normalität einkehrt. Trotz Radtouren, großem Sandkasten und vielen Spielen. Es fehlt etwas. Familie und Freude werden vermisst, ganz besonders von den Kindern. Deren Leben hat sich komplett verändert: Beim Einkaufen heißt es draußen bleiben, treffen darf man sich mit niemandem und außerdem haben Spielplätze, Bibliotheken und Schwimmbäder geschlossen. Und ganz nebenbei tragen Mama und Papa immer öfter eine Maske, wenn sie kurz im Auto warten müssen. „Das ist langweilig“, höre ich immer wieder als Antwort vom Großen: „So ein blödes Virus.“ Recht hat er, Zeit wirds nun für Lockerungen!
Packen wir es gemeinsam an, damit die derzeitige Situation für alle besser wird: Hände waschen, einen Meter Abstand wahren und aufpassen. Denn eins zeigt uns dieses Virus ganz klar: Gesundheit und soziale Kontakte sind wichtig.

Liebe Freunde und Familie, liebe Anzeiger-Leser:
Schön, dass es euch gibt!
Eure Verena Mühlbacher, Redaktion -  bezirk@kitzanzeiger.at

 
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