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06.11.2017
News  
 

Zukunft für Tshumbe – Massiver Kindergartenbau

Der gemeinnützige Tiroler Verein „Zukunft für Tshumbe“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den Menschen vor Ort, in der Demokratischen Republik Kongo, an der Weiterentwicklung der Region zu arbeiten.

Kongo, St. Johann | Das Projekt mit dem alles begann in Tshumbe ist der Kindergarten „Waale Waana“, der seit fünf Jahren für viele Kinder der Region ein Ort der Geborgenheit, der Kindheit und der Rundum-Versorgung ist.

Der Kindergarten war das erste Projekt des Vereins und startete im September 2012 mit 32 Kindern, inzwischen besuchen und haben insgesamt schon knappe 200 Kinder des Dorfes inmitten des Herzen Afrikas den Kindergarten besucht. Da dieser bisher in der lokalen Lehmbauweise gebaut war und ständige Reparaturarbeiten und Sanierungsarbeiten aufweist, wird dieser jetzt nachhaltig neu gebaut.

Vision: Kindergarten

Großer Dank geht hier an die Familie Hilla aus Aurach, die die Projekte von „Zukunft für Tshumbe“ schon jahrelang sehr großzügig unterstützt und jetzt das gesamte Projekt Kindergartenbau sponsert.

Der Kindergarten wird auf dem 4,5 ha großen Grundstück des Vereins errichtet, auf dem auch schon das erste Schulgebäude (finanziert von der Firma TROP) steht.

Der Verein bedankt sich in diesem Sinne  ganz herzlich bei Günther Mimm, der auch für diesen Gebäudebau die Planung  und den technischen Bericht übernommen hat! Die Räumlichkeiten des Gebäudes weisen insgesamt 258 m² Fläche auf und beinhalten drei Gruppenräume, einen offenen Gruppenraum und eine Direktion.

Jede Kindergartengruppe besteht aus 30 Kindern und zwei  Kindergärtnerinnen, was für die Norm im Kongo extrem gut ist. Normalerweise, wenn man einen Kindergarten findet, befinden sich dort in einer Gruppe bis zu 80 Kinder und ein/e Pädagoge/in.

Jedes Jahr erfahren die Pädagoginnen des Vereins in Tshumbe Fortbildungen in ihrem Gebiet und geben dieses Wissen auch mit Freude weiter. Jedes Kind im Kindergarten und in der Grundschule „Waale Waana“ hat eine/n Paten/in  Österreich, der Schweiz oder in Deutschland. „Mit der monatlichen Unterstützung von 10 Euro bekommen die Kinder die Möglichkeit auf Bildung, indem sie in unseren Kindergarten, unserer Grundschule und später auch unsere Sekundarschule besuchen. Sie erhalten jeden Tag eine abwechslungsreiche warme Mahlzeit, an der sie sich satt essen können. Und sie werden in unserer kleinen Krankenstation medizinisch versorgt“, erklärt Manuela. Das ist in dieser Gegend extrem wichtig, denn die Kindersterblichkeitsrate ist vor allem durch Malaria sehr hoch.

Anfangs, wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, sind die meisten sehr schwach und unterernährt und gerade da heißt es,  noch achtsamer zu sein, um auch alle Kinder gut durchzubringen.

Verzögerungen beim Kindergartenbau

Bereits Mitte März wurden die Baumaterialien, (Zement, Wellblech, Baustahl, Wasserzysternen, Plafondplatten usw.) die zuvor von Manuela in Kinshasa eingekauft wurden, verschifft. Da geht es ca. 2.000 km über die Seitenarme des Kongoflusses bis zum nächst gelegenen Kleinhafen, der aber immer noch 300 km von Tshumbe entfernt liegt. Verzögerungen sind hier immer angesagt.

„Im Kongo habe ich gelernt, geduldig zu sein, hier muss man jeden Tag das Beste aus der jeweiligen Situation machen. Vor allem in Tshumbe ist vieles schwierig: Es gibt hier fast nichts und ich muss Großeinkäufe in Kinshasa machen. Wenn die Materialien dann endlich den nächstgelegenen Hafen erreichen, dauert es noch Wochen oder Monate bis sie nach Tshumbe kommen. Denn LKW’s gibt es hier fast keine und die Straßen sind nur schwer passierbar“, so die Projektinitiatorin Manuela Erber-Telemaque.

Das Schiff blieb dieses Mal im Sand stecken, zu schwer geladen und die Trockenzeit setzte früher als normal ein (Klimawandel macht sich auch hier bemerkbar). Statt einem Monat dauerte es diesmal drei Monate, bis die Fracht im Hafen ankam.

Außerdem sind hier Behördenwege nicht einfach. Für ein Land, das 28 Mal so groß ist wie Österreich, besitzt es sogar in den Ministerien so gut wie überhaupt keine Struktur und Regelungen. Die Menschen sind sozusagen auf sich allein gestellt und Genehmigungen oder Bescheide bekommt man nur durch Kontakte und ausgefinkelte Methoden. „Eine Behörde in Tshumbe oder in einem zuständigen größeren Ort besteht aus einer Lehmhütte oder auch nur einem Raum von ca. 8 m² in einer Lehmhütte, der einen wackeligen Schreibtisch, einen kaputten Stuhl, ein Blatt Papier und einen Kugelschreiber beinhaltet. Wenn man hier alles nach den Regeln macht, dann hat man noch lange nicht die Erwartungen erfüllt!“, so Manuela. Doch ihr positives Denken hilft ihr, nie aufzugeben.

Baubeginn

Der Bau konnte dann so richtig im Juni starten und hat sich seither sehr gut entwickelt. Die Ziegel werden per Hand mit Zement hergestellt und auch das Fundament wird per Hand ausgegraben. Es gibt für diesen Bau keine einzige Maschine, sondern nur fleißige Bauarbeiter aus Tshumbe. Ein lokaler Ingenieur ist für die Bauaufsicht zuständig und der Regionalkoordinator ist gemeinsam mit Manuela für die Organisation zuständig. Beim Bau allein sind 30 bis 40 Personen eingestellt: Maurer, Hilfsmaurer, Fundamentgräber, Tischler, Zimmerer, Ingenieur, Ziegelhersteller, Baustahlarbeiter, Köchinnen, Wassertransporteure, etc. Allein schon durch den Bau gibt es wieder einen großen Aufschwung in Tshumbe und viele Menschen erhalten die Möglichkeit, ihre Familien zu ernähren.

Inzwischen sind die Bauarbeiter beim Aufstellen des Dachstuhls und Legen des Wellblechdaches angelangt. Über weitere Entwicklungen des Baus und aller Projekte des Vereins können Sie auf der Website oder auf Facebook nachlesen: www.zukunft-fuer-tshumbe.or.at / Facebook: Zukunft fuer Tshumbe.

Spendenkonto
Der Verein freut sich über jede Unterstützung auf ihrem Spendenkonto bei der Sparkasse der Stadt Kitzbühel.
Kontowortlaut: Zukunft für Tshumbe, IBAN: AT72 20505 00100013986, BIC: SPKIAT2KXXX, ZVR-Zahl: 937562762.

 
Kontakt
Tel.: +43 (0) 5356 6976
Fax: +43 (0) 5356 6976 22
E-Mail: info@kitzanzeiger.at
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