08.02.2018
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Ziel: zweitstärkste Partei in Tirol

Weg vom Massentourismus, hin zum wertschöpfenden Tourismus will die Tiroler FPÖ. Die Partei mit den Spitzenkandidaten Markus Abwerzger und Alexander Gamper will auch den illegalen Freizeitwohnsitzen den Kampf ansagen.

Kitzbühel | Vergangene Woche präsentierten Markus Abwerzger (Spitzenkandidat der FPÖ auf der Landesliste) und Alexander Gamper (Landesliste Nr. drei und Spitzenkandidat im Bezirk Kitzbühel) das Wahlprogramm ihrer Partei für die Landtagswahlen am 25. Februar.

„Es braucht einen starken politischen Willen und einen gesetzlichen Rahmen ohne Schlupflöcher“, sagt Alexander Gamper, der als Nummer drei der FPÖ auf der Landesliste zur Wahl antreten wird, und spricht damit die Umwidmungen an, die zwar gerne kritisiert werden, jedoch immer wieder genehmigt werden. Für den FPÖ-Stadtparteiobmann ist eine gewisse Anzahl an Freizeitwohnsitzen in Ordnung, aber mit einem Anteil von 17 Prozent wie in Kitzbühel, ist dies laut Gamper für den Tourismus nicht förderlich, denn die werden laut Gamper gerne über Airbnb weitervermietet. Aber auch die Nebenwohnsitze will Gamper überprüfen lassen, denn seiner Meinung nach bedarf es für Skilehrer und Tourismusmitarbeiter keine 4.600 Nebenwohnsitze.

Klares Wahlziel

Markus Abwerzger, FPÖ-Landesparteiobmann und Nummer eins der Landesliste, hat ein klares Ziel für die bevorstehende Wahl. „Wir wollen die zweitstärkste Partei in Tirol werden und an Stimmen zulegen“, sagt Abwerzger, der an eine „blaue“ Bezirksvertretung im Tiroler Landtag glaubt.

„Es gab in Tirol zwar eine positive Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit, jedoch ist Tirol immer noch jenes Bundesland mit den niedrigsten Löhnen und den höchsten Lebenskosten. Zudem ist die Arbeitslosigkeit im Alter 50+ sehr wohl noch ein großes Thema“, spricht Abwerzger das Wahlprogramm der FPÖ an. Gegen die „soziale Kälte“ spricht sich Markus Abwerzger aus: „Der Bezieherkreis für den Heizkostenzuschuss gehört erweitert.“ Zudem gibt Abwerzger zu bedenken, dass in Tirol 18.000 Personen an der Armutsgrenze leben.

Wertschöpfender Tourismus

Klare Vorstellungen hat die FPÖ auch in Sachen Tourismus. Die Entwicklung soll weggehen vom Massentourismus hin zum wertschöpfenden Tourismus. Mit Qualitätstourismus kann auch die Wertschöpfung gesteigert werden. „Ich habe nichts gegen Massentourismus, wenn es die Region aushält. Aber in vielen Bereichen wird man an Kapazitätsgrenzen bei den Betten und Verkehrskapazitäten stoßen“, sagt Abwerzger. „Wir hier in Kitzbühel sind von der Qualität her schon sehr gut“, sagt Alexander Gamper, gibt aber zu Bedenken, dass im Tourismus mehr Ganzjahresstellen wünschenswert wären.

Zudem gibt es seitens der FPÖ ein Bekenntnis zum Breiten- und Spitzensport: „Es ist vorgesehen, dass für 2019 die finanziellen Mittel freigegeben werden, das Tennisstadion zu renovieren, um Kitzbühel wettbewerbsfähig zu machen“, informiert Markus Abwerzger.
Elisabeth M. Pöll

 
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