24.08.2017
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Würdiges Fest für Maria Hofer

Ja, es wurde ein regelrechtes Fest, was niemand erwartete – vielmehr befürchtete der Veranstalter, das Kulturreferat der Stadt Kitzbühel, eher mäßigen Besuch des Gedenkkonzerts, und es sind dann so viele gewesen, die gekommen waren, wie man bei einem Orgelkonzert in Kitzbühel selten erlebt hatte.

Kitzbühel | War es das attraktive Plakat, das zum Besuch animierte, war es die Tatsache, dass es sich um ein Jubiläum handelte – der 40. Todestag von Prof. Maria  Hofer, war‘s etwas Anderes (die bekannte Unbekannte)? Das attraktive Programm kann‘s nur bedingt gewesen sein. Dazu das Ganze bei prächtigster Abendstimmung und ungewöhnlichem Beginn: 18.30 Uhr. Oder reizte vielleicht die Einladung  deshalb, weil sich das Konzert, Ort: die Stadtpfarrkirche,  gewissermaßen in Kitzbühels Vorderstadt fortsetzte – durch Glockenspiel- und Trompetenklänge?

Das eigentliche Konzert wich insofern von üblichen Orgelabenden ab, als die musikalischen Darbietungen von erklärenden, ganz auf die Komponistin bezogenen Kommentaren durchbrochen waren und selbst ein biographischer Abriss geboten wurde, was beides dem Abend ein besonderes Profil gab. Solches im Einzelnen gab der Veranstaltung freilich primär das Können der Organistin, Katharina Königsfeld, wobei der musikalische Bogen von Bachs wunderbarer Fantasie g-moll, BWV 542 über Teile von Hofers sogen. Volkssingmesse, ihrer großartigen „Toccata“, dem Tonmonogramm „Eduard Widmoser“ und ihrer „Friedenshymne“, geschrieben für die seinerzeitige Internationale Liga für Frieden und Freiheit, reichte; dazwischengesetzt Mozarts für Orgel bearbeitetes „Andante“ für Flöte und Orchester‘ KV 315 und Ch. M. Widors Allegro aus der 6. Orgelsymphonie.

Wenn oben von „Fest“ die Rede ist: Nicht nur das musikalisch-literarische Geschehen in der Stadtpfarrkirche war damit gemeint, sondern auch die Ansammlung von Interessierten beim Katharinenkirchturm, von wo die Glockenspielklänge kamen (am Werk Rosemarie Gasteiger-Sathrum), das Ganze gewürzt durch sogen. „Posthornsignale“ – eine Hofer-Bearbeitung alter diesbzgl. Melodien. Die Trompeter: Hermann Mitterer und Florian Simair.

Dazu war auch noch ein Buffet bereitgestellt, was den Festcharakter vervollständigte, und die Zuhörer blieben lange! Alles in allem: Die gelungene Würdigung einer begnadeten Künstlerin, die in der Vergangenheit Kitzbühels Kulturleben wesentlich mitgeprägt hatte. Foto: Privat

 
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