25.06.2017
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Wohnen in Kitz: der Preis ist heiß

Auf die Lage kommt es an: Das ist das kleine Einmaleins für Immobilienmakler und trifft vor allem auf die Wohnpreise in Österreich zu. Die Statistik Austria veröffentlichte kürzlich die aktuellen Daten für Häuser, Wohnungen und Grundstücke.

Bezirk  | Wenig überraschend konstatierten die Statistiker ein starkes West-Ostgefälle, was die Durchschnittspreise pro Quadratmeter Grund betrifft. Kann man z.B. im Burgenland über 20 Quadratmeter Baugrund für 1.000 Euro erstehen, sind es in Vorarlberg gerade mal etwas mehr als drei Quadratmeter. Rund um die alpinen Tourismusgebiete spitzt sich die Lage noch mehr zu: In der Stadt Kitzbühel lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für einen Baugrund bei stolzen 1.521 Euro. Der Bezirksschnitt bewegt sich bei 287,6 Euro pro Quadratmeter.  Ebenfalls hochpreisige Pflaster im Bezirk sind Going mit 918 Euro Durchschnittspreis, Kirchberg mit mehr als 600 Euro sowie Reith, für das ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis von 582 Euro erhoben wurde. In Oberndorf und St. Johann musste man durchschnittlich 504 Euro pro Quadratmeter Grund berappen. Brixen (325,5 Euro/m2 ) und Westendorf (296,5 Euro/m2) gehören ebenfalls  zu den teuersten Gegenden des Bezirks. Ein Quadratmeter Grund in Aurach bzw. Jochberg schlägt mit 272,9 Euro zu Buche, in Fieberbrunn muss man dafür 210 Euro hinblättern.  Grundstücke im Kreis von Kössen, Schwendt und Kirchdorf erzielten einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 198,9 Euro. Die Pillerseetalgemeinden Waidring, St. Ulrich und St. Jakob kommen auf einen Preis von 167,2 Euro je Quadratmeter.  In Hopfgarten und Itter liegt er bei 161,8 Euro. In Hochfilzen sind es immerhin noch 113,3 Euro,  die für den Quadratmeter Land hinzublättern sind.

Häuserpreise gegenüber 2015 gestiegen

Die Statistik Austria erhob zudem die durchschnittlichen Häuserpreise in den Bezirken. Die Quadratmeterpreise variieren naturgemäß je nach Grundstücksgröße, Wohnfläche und Alter der Bausubstanz. Die erhobenen Preise wurden daher in verschiedene Kategorien eingeteilt, insgesamt lässt sich aber für den Bezirk Kitzbühel ein recht hochpreisiges Bild ablesen: Im „günstigsten Fall“ muss der Käufer immer noch 2.762 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bezahlen. Aber es gibt auch Varianten, wo der Durchschnittspreis über 5.000 Euro, im teuersten Fall sogar weit über 6.000 Euro – genauer gesagt insgesamt 6.474 Euro – je Quadratmeter hinausschießt. Der durchschnittliche Häuserpreis ist von 2015 (4020 Euro je Quadratmeter Wohnfläche) auf 2016 (4.472 Euro) empfindlich gestiegen, wie eine Sonderauswertung der Statistik Austria aufzeigt.

Bis zu 4.158 Euro je Quadratmeter Wohnung

Beim Wohnungseigentum verfuhren die Statistiker ähnlich wie bei den Einfamilienhäusern: Auch hier wurden verschiedene Kategorien definiert – nach Wohnfläche, Baujahr und ob Außenflächen vorhanden sind. Entsprechend muss man im Bezirk Kitzbühel je nach Variante bis zu 4.158 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bezahlen. Im „Bestfall“ sind es 2.820 Euro. Auch bei den Wohnungen kam es von 2015 zu 2016 zu Steigerungen: von durchschnittlich 2.948 Euro je Quadratmeter zu 3.270 Euro.

Kitzbühel rangiert noch vor Lech und St. Anton

Selbst unter den Wintersportdestinationen sticht die Stadt Kitzbühel mit ihren Grundstückspreisen noch hervor, wie aus den Daten der Statistik Austria hervorgeht. Mit dem Durchschnittspreis von 1.521 Euro je Quadratmeter Baugrund überholte die Gamsstadt die Skiorte Lech (1.494 Euro) und St. Anton (929 Euro). Auch die Stadt Innsbruck liegt mit 1057 Euro pro Quadratmeter im Fünfjahresschnitt unter den Kitzbüheler Preisen. In anderen österreichischen Bundesländern waren die Seen die großen Anziehungspunkte für Immobilienkäufer, wie ein Fünfjahresdurchschnitt zeigt.  Ohne an die Summen, die in den alpinen Hotspots erzielt werden, heranzureichen, nehmen sich Orte mit Seeblick im Vergleich zum Umland deutlich teurer aus.  Der Preis von Pörtschach am Wörthersee war mit 159 Euro je Quadratmeter doppelt so hoch wie der Bezirksdurchschnitt von Klagenfurt-Land mit 64,60 Euro. Die Gemeinde Mondsee erzielte einen Schnitt von 391 Euro, der restliche Bezirk Vöcklabruck lediglich 81 Euro. Elisabeth Galehr

Bild: Die Statistik Austria erhob die durchschnittlichen Wohnpreise in Österreich. Der Bezirk Kitzbühel zählt zu den Brennpunkten. Generell stellten die Statistiker ein starkes West-Ost-Gefälle fest. Grafik: Statistik Austria

 
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