05.12.2016
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Wohnen, Verkehr und Sicherheit

Drei Themen bestimmten die heurige Gemeindeversammlung der Stadt Kitzbühel. Bürgermeister Klaus Winkler berichtete über die Fortschritte bei der Schaffung von Wohnraum und der Verbesserung im Sicherheitssegment. Die anwesenden Bürger interessierten sich für Verkehrslösungen.

Kitzbühel | Vergangene Woche fand im Saal der Landesmusikschule die öffentliche Gemeindeversammlung der Stadt Kitzbühel statt. In seinem Vortrag ging Bürgermeister Klaus Winkler auf zwei Themen besonders ein. Zum einen informierte Winkler über die Fortschritte in der Schaffung von Wohnraum und zum anderen wurde die Sicherheit thematisiert.

Wohnraumoffensive seit 2009

Mit der Schaffung von Wohnraum beschäftigt sich der Kitzbüheler Gemeinderat bereits seit langem. Seit dem Jahr 2009 wurden insgesamt 374 Einheiten an Wohnungen, Häusern und Reihenhäusern realisiert. Doch auf dem Erreichten ruht sich der Kitzbüheler Gemeinderat nicht aus. In den nächsten zwei Jahren werden 100 weitere neue Wohnungen realisiert. Bereits im kommenden Jahr steht die Fertigstellung von 17 Wohnungen in der Siedlung Badhaus auf der Agenda, für das Jahr 2018 werden in Burgstall 18 weitere Wohnungen geschaffen. Die Projektierung von 32 Wohnungen im Bereich Einfang wird im kommenden Jahr in Angriff genommen.

Großprojekte für die Sicherheit

Fast im Verborgenen wird an der Sicherheit für alle Kitzbühelerinnen und Kitzbüheler gearbeitet. Die Gefahr von Hochwasser und Vermurungen wird durch zwei Projekte dezimiert, so wurde beispielweise der Ehrenbach und auch der Walsenbach verbaut. Für das letztere Bauvorhaben gibt die Stadt jährlich 320.000 Euro aus, damit solche Hochwasser, wie jenes im Jahr 1991, nicht mehr stattfinden.

Investiert wurde auch kräftig in die Feuerwehr der Stadt Kitzbühel. Neben einer neuen Schutzbekleidung erhielten die Florianijünger auch ein neues Rüstlöschfahrzeug.

Dauerbrenner Verkehr

Ein Dauerbrenner in Kitzbühel ist das Thema Verkehr. Mit der Anbringung von Bremsstreifen  konnte im Bereich Fußballplatz bis Kreisverkehr Zephirau eine Gefahrenstelle entschärft werden. Zudem wurde im Bereich der Franz-Reisch-Straße der Geh- und Radweg verbessert. Zusätzliche weitere städtische Straßenprojekte, wie in der Malinggasse, Ehrenbachgasse, am Pulverturmweg und Ölbergweg sowie am Schwendterweg wurden realisiert.

Das Interesse des Publikums galt aber dem Großprojekt Umfahrung. Angesprochen wurde von Elmar Mayr die künftige Parkplatz-Situation: „Wenn alle Autos künftig beim Hahnenkamm für die Stadt von der Umfahrung ausfahren, wo können die alle parken?“ Diese Bedenken konnte Straßenreferent Hermann Huber beschwichtigen. „Wir brauchen ein Parkhaus mit Ausfahrt Hahnenkamm. Derzeit erfolgt die parzellengleiche Planung, dabei wird sich der sinnvollste Standort herausstellen. Das Parkhaus wird auch zeitgleich zur Umfahrung realisiert“, erklärt Huber. „Derzeit ist es noch zu früh über konkrete Standorte zu sprechen“, ergänzte Winkler.

Variante Horntunnel wieder thematisiert

Von Peter Obernauer wurde der Horntunnel als mögliche Umfahrungsvariante ins Gespräch gebracht. Die Verkehrszählungen bestätigen jedoch, dass der Verkehr in Kitzbühel zu 80 Prozent hausgemacht ist und der Durchzugsverkehr das Fass nur noch zum Überlaufen bringt. Zudem führte Bürgermeister Winkler an, dass mit einem Horntunnel eine Einbindung des Verkehrs aus dem Brixental nicht möglich wäre. Bestätigung erhielt Obernauer hingegen von Gemeinderat Alexander Gamper, der ebenfalls den Horntunnel als Lösung sieht.

Einigkeit wünscht sich Bürgermeister Klaus Winkler. Mit dem Beispiel der Osttiroler Gemeinde Silian, die sich weder auf die südliche noch nördliche Umfahrungsvariante einigen kann, nannte er ein Negativbeispiel.

Bichlachtunnel als Generationenprojekt

Die momentane „Spangenvariante“ ist die beste Lösung für Kitzbühel. Zudem wird bereits jetzt an die Zukunft gedacht und ein weiterer Ausbau der Umfahrung ins Auge gefasst. Der Bichlachtunnel in weiterer Folge brächte eine zusätzliche Entlastung zwischen dem „Kreisverkehr West“ beim Lebenbergtunnel und der Schwarzen Brücke. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Hermann Huber spricht hier von einem Generationenprojekt.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Das Interesse der Kitzbüheler für die Gemeindeversammlung hielt sich in Grenzen. An die 40 Bürgerinnen und Bürger fanden den Weg in den Veranstaltungssaal der Musikschule. Foto: Obermoser

 
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