03.12.2018
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Wo Kitzbüheler ihr Geld ausgeben

Die Kitzbüheler Bevölkerung treibt es, mit Ausnahme  für Produkte des täglichen Bedarfs, zum Einkaufen ins Umland oder ins Internet – dabei hätten die Kitzbüheler im Vergleich eine sehr hohe Kaufkraft.

Kitzbühel | Bei insgesamt 3.880 Haushalten klingelte in den letzten Wochen das Telefon. Die CIMA Austria Beratung & Management GmbH führte im Auftrag des Regionalmanagements Regio3 eine umfangreiche Befragung zum Thema Kaufkraft durch. Die Fragen kreisten darum, welche Produkte von den Kitzbühelern wo eingekauft werden.

Kaufkraftindex liegt über dem Durchschnitt

Wobei die Bewohner der Gamsstadt bei der Kennzahl des Kaufkraftindex klar über dem Österreichischen und Tiroler Durchschnitt liegen. „Es gibt nur wenige Ortschaften in Österreich, wie einige Bezirke in Wien, wo der Kaufkraftindex noch höher ist“, veranschaulicht Regio3 Geschäftsführer Stefan Niedermoser, der die Erkenntnisse der Studie am Montagabend im Rahmen der Gemeindeversammlung präsentierte.

Insgesamt geben die Kitzbüheler jährlich 49,70 Millionen Euro im Handel aus. „Wobei nur 57 Prozent davon bei Handelsbetrieben im Ort ausgegeben werden“, zeigt Niedermoser auf.

Die Kitzbüheler kaufen ihre Dinge des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Drogeriewaren, Blumen etc.) zu über 80 Prozent im Ort. Jedoch z.B. Schuhe oder Bekleidung, die in die Kategorie „Produkte mittelfristiger Gebrauch“ fallen, werden überwiegend (53 Prozent) im Umland oder im Internet gekauft. Noch drastischer das Bild bei Produkten für den langfristigen Gebrauch, wie Möbel oder Elektrogeräte: Hier bleiben nur 26 Prozent der Kaufkraft im Ort.

Das meiste Geld fließt nach St. Johann

Nicht überraschend fließt das meiste Geld der Kitzbüheler in die Handelsbetriebe nach St. Johann (9,6 Mio. Euro). Vier Millionen Euro jährlich geben die Kitzbüheler im Internethandel aus. „Solange die Kaufkraft in der Region bleibt ist das nicht schlimm, aber der Internethandel tut uns weh“, betont Niedermoser.

Diese Erkenntnisse bedeuten jedoch nicht, dass der Einzelhandel in Kitzbühel nicht floriert. Ganz im Gegenteil: Die Gamsstadt überholt alle Gemeinden in der Region haushoch, wenn es um die Umsatzzahlen geht. 141 Millionen Euro erwirtschaftet der Handel pro Jahr in Kitzbühel (Vergleich St. Johann: 118 Millionen Euro). „Das liegt vor allem an den kaufkräftigen Gästen, die nach Kitzbühel kommen“, so Niedermoser. Somit fließe zwar viel Kaufkraft aus Kitzbühel weg, es komme aber auch von den Gästen viel zurück.

Wie attraktiv ist der Einkaufsort Kitzbühel?

Die Attraktivität von Kitzbühel als Einkaufsort bewerteten die Einheimischen übrigens mittelmäßig (Schulnoten 2,9 bis 3,3 in den verschiedenen Bereichen) – ganz im Gegensatz zum Studienersteller CIMA, dieser vergab an Kitzbühel als Einkaufsort eine beinahe glatte Eins (Abzüge gab es nur beim Parkplatzangebot). Einkaufslust oder -frust liegen in der Gamsstadt wohl auch im Auge des Betrachters.

Die gesamte Studie zur Kaufkraft ist auf der Homepage der Stadtgemeinde Kitzbühel nachzulesen. Johanna Monitzer

Bild: Die Kitzbühelerinnen und Kitzbüheler füllen ihre Einkaufssackerl auch gerne im Umland und im Internet. Symbolfoto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

 
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