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14.10.2019
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„Wir wollen nachverhandeln“

Am Paß Thurn, angrenzend zum Wasenmoos, erfolgte kürzlich der Baustart des Six Senses Resort mit Hotel, Spa und privaten Residenzen. Das Projekt stößt auf Widerstand bei der Bevölkerung, die mit einer Mahnwache auf Probleme aufmerksam machte.

Mittersill, Kitzbühel | Auf der Mittersiller Seite des Paß Thurns, nahe der Mittelstation der Panoramabahn, wurde kürzlich mit dem Bau von 13 Privat-Chalets, 45 Eigentumswohnungen und einem Hotel mit ca. 80 Einheiten begonnen. Gebaut wird dieses alpine Dorf auf einer Fläche von vier Hektar, angrenzend an das Wasenmoos. Ein Teil dieses Areals wurde für Zweitwohnsitze gewidmet. Widmungen und Genehmigungen sind alle vorhanden, doch hofft man im Pinzgau nachverhandeln zu können. Aus diesem Grund rief der Naturschutzbund Salzburg, der aus dem Pinzgau stammende Allgemeinmediziner Willi Schwarzenbacher und andere Aktivisten vergangene Woche zur Mahnwache, bei der es vorrangig um die Themen Klimaschutz, Raumordnung, Natur und Umweltschutz ging.

Mahnwache für das Wasenmoos
„Es ist zwar alles bewilligt, doch hoffen wir, noch viel bewirken zu können“, sagt Willi Schwarzenbacher, der in der Gestalt des Ritters Martin Mux von Wasenmoos zur Mahnwache rief, und dessen Aufruf gut 150 Personen folgten. Es geht ihm vor allem um echte Nachhaltigkeit, denn diese ist seiner Ansicht nach nicht gegeben. „Das Projekt wird aggressiv mit Nachhaltigkeit beworben, es fehlen aber die Beweise“, kritisiert Schwarzenbacher. Er wünscht sich, dass ein Prozent der Bausumme für CO2-Kompensierung aufgewendet wird und zwar im In- und Ausland.  Mit diesem Geld könnte man den Heizkesseltausch in Mittersill fördern und so vor Ort etwas für den Klimaschutz beitragen. Damit wäre der unmittelbaren Umwelt geholfen. „Viele Materialien kommen aus dem Ausland und auch hier sollte ein Ausgleich erfolgen. Das Lithium für die Akkus der E-Porsches wird in Bolivien gewonnen. Mit Transferzahlungen könnten dort Schulbesuche ermöglicht werden“, sagt Schwarzenbacher gegenüber dem Kitzbüheler Anzeiger.

„Moos darf nicht Garten der Reichen werden“
Sorgen macht man sich im Pinzgau aber auch um das angrenzende Wasenmoos, das jahrhundertelang für die Viehzucht genutzt wurde und wo nun die Tiere ausgesperrt wurden, um es für den Tourismus zugänglich zu machen. „Das Wasenmoos darf nicht zum Garten der Reichen werden“, sagt Willi Schwarzenbacher, der am 24. Dezember eine weitere Mahnwache barfuß abhalten wird, um auf die gesellschaftliche Kälte aufmerksam zu machen.
Der Wunsch nach mehr demokratischen Maßnahmen bei Projekten, die sich auf Preissteigerungen und den Verkehr auswirken ist vorhanden. Zudem wirken sich derartige Projekte auch auf die Gesellschaft aus, denn durch den hohen Personalaufwand kommt es zu einem Zuzug.
In einem nächsten Schritt wird man sich mit einem Brief direkt an die Errichter wenden und das Gespräch suchen. „Nur gemeinsam können wir das Beste daraus machen“, sagt Willi Schwarzenbacher.

Taycan Shuttle-Service
Angepriesen wird auf der Homepage auch ein Shuttle-Service mit dem Taycan E-Porsche von Kitzbühel hinauf zum Six Senses Resort. Der Standort in Kitzbühel ist in der Gänsbachgasse.Elisabeth M. Pöll

Ca. 150 Personen kamen zur Mahnwache von Ritter Martin Mux von Wasenmoos zur Baustelle. Foto: Pöll

 
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