27.08.2020
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„Wir werden oft noch unterschätzt“

Mit der Komödie „Faking Bullshit“ möchte Erkan Acar das Publikum in Kitzbühel unterhalten. Der Schauspieler und Produzent freut sich über die Einladung zum Filmfestival Kitzbühel und sagt: „Der deutsche Film wirf oft noch unterschätzt.“

Die Komödie „Faking Bull_shit“ läuft außer Konkurrenz beim Filmfestival. In drei Sätzen – um was geht es im Film?
Das geht sogar in drei Worten. Es geht um: Freundschaft, Zusammenhalt und Gleichberechtigung. „Faking Bullshit“ erzählt die Geschichte rund um die Polizisten der „Wache 23“, der angesichts mangelnder Kriminalität die Schließung droht. Empört darüber für entbehrlich erachtet zu werden und um ihre Arbeitsplätze zu retten, beschließen die Beamten, die Seiten zu wechseln und selbst für das nötige Maß an Straftaten zu sorgen.

Die Komödie „Faking Bullshit“ wird heute, 27. August beim Autokino im Rahmen des Filmfestivals Kitzbühel gezeigt.

Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?
Da meine Produktionsfirma MAVIE Films auch an diesem Projekt beteiligt war und mein langjähriger Kollege und Freund Alexander Schubert Regie geführt hat, hatte ich natürlich das große Glück einen 360-Grad-Blick auf meine Rolle werfen zu können, was bei der Vorbereitung sehr hilfreich war. Ansonsten probe ich gerne mit meiner Freundin, sie ist meine beste Lehrerin.

Sind Sie zum ersten Mal beim Filmfestival Kitzbühel?
Ja, ich bin wirklich zum ersten Mal beim Filmfestival Kitzbühel dabei und habe bislang nur Schönes gehört! Nach der Uraufführung des Filmes in München im Rahmen des Filmfestes freuen wir uns, sehr ihn auch hier in Kitzbühel zeigen zu dürfen.

Werden Sie  in Kitzbühel auch anzutreffen sein?
Ja, werde ich. Und ich freue mich riesig darauf! Am Spannendsten ist es immer, die Zuschauerreaktionen beobachten zu können.
Selber habe ich den Film natürlich schon viele Male gesehen, weshalb ich immer neugierig bin, was die Menschen im Publikum denken, wann sie schmunzeln oder lachen müssen. Deshalb: Jede Meinung ist herzlich willkommen (lacht).

Die Corona-Pandemie hat das Kulturleben vielfach ausgebremst, wie geht es Ihnen damit?
Die Pandemie hat viele Bereiche unseres alltäglichen Lebens grundlegend geändert und auch zum Umdenken angeregt. Ich hoffe, dass sich diese neu entdeckte Solidarität auch bei uns Kulturschaffenden wiederfinden wird.
Ich persönlich hatte das große Glück, dass „Faking Bullshit“ bereits im November letzten Jahres abgedreht wurde und wir die letzten Monate für die Postproduktion nutzen konnten.

Sind Festivals wie das Filmfestival Kitzbühel für die Branche gerade jetzt noch wichtiger?
Auf jeden Fall. Filmfestivals, egal welcher Größe, sind Impulsgeber und bieten Filmschaffenden eine Plattform für die Distribution und Promotion ihrer Werke. Aber auch Kinoliebhaber haben die Chance, besondere Produktionen zu sehen, die es vielleicht nicht immer in die großen Blockbuster-Kinos schaffen.
Meine letzten beiden Kinofilme haben auf einem Filmfestival Premiere gefeiert, weshalb ich sehr froh bin, dass dies auch in diesem außergewöhnlichen Jahr möglich war.
 
Welche Spuren möchten Sie in der Filmbranche hinterlassen?
Der deutsche Film wird oft noch unterschätzt und ich würde gerne zeigen und beweisen, dass auch der deutsche Film bestens mit der internationalen Konkurrenz mithalten kann.
Johanna Monitzer, Foto: Erkan Acar

Erkan Acar - Multitalent der Filmbranche
Erkan Acar wurde 1978 in Berlin geboren, seine Eltern stammen aus Bursa in der Türkei. Als Filmfan begann er 1999 eigene Kurzfilme und Videoclips zu drehen.
Nach seinem Schulabschluss sparte er durch diverse Jobs Geld zusammen, um sich professionelles Filmequipment zu kaufen, womit er einen eigenen Equipmentverleih etablierte und stetig ausbaute. Auf diese Weise hatte er das Werkzeug für seine eigenen Filmprojekte verfügbar.
2008 gründete er einen Materialverleih als auch eine Produktionsfirma. Ein unkonventionelles Model, das es ihm ermöglichte, als Produzent, Schauspieler und Regisseur Musikvideos, Werbung und Kurz- sowie Spielfilme zu realisieren.
2011 verkaufte er sein ganzes Equipment, um sich voll auf die Spielfilmproduktion zu konzentrieren.


 

 
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