26.06.2020
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„Wir alle sind Wirtschaft!“

Regional konsumieren, dabei die Wirtschaft stärken und noch dazu die Chance zu gewinnen – das ist die Idee der Initiative „Wir(t)schaffen es!“. Heute im Interview: Hanspeter Bachler und Heinz Haßlwanter, Vorstände der Raiffeisenbank Kitzbühel – St. Johann, stellvertretend für die Raiffeisenbanken im Bezirk.

Bezirk  | Warum unterstützen Sie die Initiative?
Bei den Raiffeisenbanken im Bezirk Kitzbühel sind drei Werte fest in der Unternehmenskultur verankert: Sicherheit, Miteinander und Regionalität. Deshalb war es klar, dass wir als Partner bei der Aktion mitmachen und damit den Unternehmerinnen und Unternehmern im Bezirk zeigen, dass wir auch in schwierigen Phasen als ihr sicherer, langfristiger und kompetenter Finanzpartner zur Seite stehen. Und da die Menschen, die in unserem Bezirk leben, ihre Einkäufe zurückgewinnen können, profitiert unsere schöne Region gleich doppelt. Gerade in Zeiten wie diesen gilt: Mit.Einander schaffen wir das!

Welche Auswirkungen kann die Initiative haben?
Haßlwanter: Die Wirtschaft lebt von einer positiven und optimistischen Grundeinstellung. Diese Aktion setzt beim Konsum in der Region an und beide Seiten profitieren: der Käufer durch die Möglichkeit, einen Teil des Werts seines Einkaufs zu gewinnen und der Verkäufer, bei dem es nach schwierigen Wochen und Monaten wirtschaftlich wieder bergauf gehen soll.

Wie hat die Corona-Krise Ihr Leben verändert?
Bachler: Während der Pandemie hatte bei mir, wie bei den meisten Menschen, die Gesundheit oberste Priorität. Die Gesundheit meiner Familie, aber auch jene unserer Mitarbeiter und unserer Kunden. Für uns als Bank zählt gerade in dieser Zeit besonders die Aufrechterhaltung der Bargeldversorgung und des Zahlungsverkehrs im Bezirk. Weiters versuchen wir durch Kreditstundungen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen unter die Arme zu greifen. Auch bei der Abwicklung von Corona-Förderungen des Staates stehen wir unseren Kunden unterstützend zur Seite.

Wie hat die Krise das Leben Ihrer Kunden verändert?
Haßlwanter: Die Digitalisierung unseres Angebotes beschäftigt Raiffeisen schon seit vielen Jahren, sodass unsere Kunden heute bereits sehr viele Geschäftsfälle selbst online abwickeln können. Gerade in Zeiten des Abstand-Haltens hat es sich gezeigt, wie wichtig dieser Bereich geworden ist. Raiffeisen hat aber auch seine Verantwortung als Regionalbank wahrgenommen und die Geschäftslokale während der Krise in allen größeren Gemeinden geöffnet gehalten.

Hat die Krise auch Positives?
Bachler: Man muss in jeder Krise auch immer eine Chance sehen. Und diese sehe ich in einer geänderten Denkweise, die ein Comeback der Region bedeuten kann. Das Interesse für heimische Betriebe und regionale Erzeugnisse ist in den letzten Wochen und Monaten verstärkt aufgeflammt. Mit ihrem Einkauf in der Region wollen viele Menschen bewusst lokale Betriebe unterstützen.

Wie hat sie den Bezirk verändert?
Haßlwanter: Für mich hat die Krise speziell die Regionalität und den Zusammenhalt im Bezirk gestärkt. Man ist sich wieder der immensen Bedeutung der lokalen Nahversorgung bewusst geworden, hat sich gegenseitig unterstützt und mehr aufeinander geachtet und das Wort „Nachbarschaftshilfe“ hat eine ganz neue Bedeutung gewonnen. Ich bin überzeugt, dass man die Lebensqualität auf dem Land – die man auch während der Corona-Krise gespürt hat – wieder mehr schätzt.

Ist das Wir-Gefühl durch Corona stärker geworden?
Bachler: Ich glaube schon, dass eine Sensibilisierung in diesem Bereich geschehen ist – jetzt gilt es, diese positiven Ansätze weiterzuverfolgen.

Was wünschen Sie Wirtschaftstreibenden?
Haßlwanter: Ich wünsche allen Unternehmerinnen und Unternehmern wirtschaftlichen Erfolg, Durchhaltevermögen und treue Kunden. Die Mitarbeiter in den Raiffeisenbanken des Bezirkes stehen gerade in diesen herausfordernden Tagen sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Was wünschen Sie Ihren Mitmenschen im Bezirk?
Bachler: Allen Menschen wünsche ich viel Gesundheit und das gute Gefühl, dass es wieder bergauf geht! Wenn wir positiv nach vorne schauen, werden wir auch aus dieser Krise gestärkt hervorgehen.

Welches Bild verbinden Sie mit Wir(t)schaffen es?
Bachler: Optimismus und die Erkenntnis, dass Wirtschaft wir ALLE sind!
Haßlwanter: Ich sehe unseren Gründervater Friedrich Wilhelm Raiffeisen mit seinem Motto „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ bestätigt.

Stellvertretend für die Raiffeisenbanken im Bezirk unterstützen Mag.(FH) Hanspeter Bachler (li) und Heinz Haßlwanter, MBA, unsere Kampagne „Wir(t)schaffen es!“ Fotos: defrancesco

 
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